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Geschichte und Philosophie

Woher nehmen, wenn nicht stehlen

Autor:

Rubrik:
studium

21.01.2010

Mit Nachhilfe habe ich es versucht – Französisch und Englisch. Erst 20, dann 15 und schließlich 10 Euro pro Stunde. Niemand meldete sich. Dann stolperte ich im Weinhandel an der Ecke über ein Gesuch nach einer Aushilfskraft. Ich unterhielt mich mit dem Besitzer. Ihm gefielen mein Wissen und meine Erfahrung als Weinleser. Bald machte er mir ein Angebot: sieben Euro die Stunde, auf Rechnung.

Also hätte ich ein Gewerbe à la „Promotion“ anmelden müssen und mich dann in die Scheinselbständigkeit begeben. Das gefiel mir nicht.

Beim Bioladen, wo ich selber einkaufe, fragte ich, ob man noch jemanden gebrauchen könne. Die Kassiererin notierte meine Telefonnummer, gemeldet hat sich bisher niemand.

Jetzt aber ist Bewegung in die Sache gekommen. Einer meiner Profs meinte heute zu mir, er suche einen Hiwi (Hilfswissenschaftler) – ob das was für mich wäre? Ja klar! Hiwi ist noch viel besser, als all die anderen Jobs. Da ist der Verdienst eine angenehme Nebenwirkung. Das Beste daran ist – so denke ich mir – ein wenig am universitären Geschehen teilzuhaben, nicht nur auf der studentischen Seite zu stehen, sondern auch auf der der Wissenschaftler und Professoren.

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