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Geschichte und Philosophie

Stipendium — Bewerbung bis 1. März

Gesellschaftliches Engagement und gute Noten: Das sind meist die Vorraussetzungen für ein Stipendium. Stipendien gibt es einige und praktisch sind sie auch – keine BAföG-Schulden und unterschiedliche Formen der finanziellen Unterstützung, etwa zusätzliches Büchergeld. Natürlich geht es auch darum, den Stipendiaten ein gewisses Weltbild näher zu bringen.

Aber Achtung – bald ist es für eine Bewerbung vielleicht schon zu spät! Bei manchen Stiftungen ist Bewerbungsschluss der erste März, bei anderen der letzte März, bei anderen der erste Juni … Wichtig ist aber, sich schon sehr früh im Studium oder gar vor dem Studium zu bewerben. Ich bin jetzt im dritten Semester und studiere auf einen Bachelor; im April komme ich ins vierte. Da ist es für mich mit einer Bewerbung bei den meisten Stipendiengebern schon fast zu spät. Sie wollen einen mindestens drei Semester in der Regelstudienzeit fördern, die Bewerbung selber dauert meist ein ganzes Semester. Ich hätte mich also gleich im ersten, spätestens im zweiten Semester bewerben müssen.

Es gibt parteinahe Stiftungen wie die Heinrich Böll-, Konrad Adenauer- und Friedrich Ebert-Stiftung und kirchennahe wie Cusanus und Villigst. Andere stammen von Unternehmen, der Wirtschaft allgemein oder vom DGB. Wieder andere gehen von einzelnen Bundesländern aus oder vom Bund, wie die Studienstiftung des Deutschen Volkes. Daneben gibt es noch viele weitere vielleicht weniger bekanntere, vielleicht aber auch interessantere.

Du brauchst ein Zeugnis über dein gesellschaftliches Engagement und über deine guten Noten in Uni oder Schule. Wenn Du grad Abi machst, frage schon jetzt deine Lehrer.

Ja, hätte mir einer das mal gesagt. Dabei habe ich den Eindruck, mit dem Studium erst angefangen zu haben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2010
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Rubrik: studium
Feb 18, 2010

Geschichte und Philosophie

Mensa — Mens sana? — Ein Gerücht

Aber wo kommen die dreitausend Essen her? Die 500 Schnitzel, die 100 Kilo Pasta, 300 Pizzastücke und 100 Kilo Leipziger Allerlei? In was für riesigen Töpfen wird das gekocht, wie viele Quadratmeter Fläche haben die Pfannen, in denen das alles gebraten wird? Ab und zu nur beobachte ich, wie die doppelte Schwingtür hinter der Ausgabe für Gericht Nr.2 einen Mann oder einer Frau in Weiß ausspuckt – in den Händen einen – ja wie soll ich es nennen? – einen Bottich mit weiteren Bohnen oder Blumenkohl, Jägerschnitzel oder Rollbraten, Reis oder Kartoffeln.

Groß wie ein Walfischschlund ist die Einfahrt, den LKW in das Unigebäude nehmen. Wenn dieser Schlund auf ist, blinkt ein rotes Licht und ein Wächter steht daneben. Man kann nur sehen, dass es hinunter geht – in einen Keller, von dem man in der Uni überhaupt nichts mitbekommt. Aber sicher ist der ganze Campus unterkellert, riesige Katakomben mit lauter Gängen.

Eine Ahnung davon bekommt man dafür schon im Saal der Mensa, wenn man die Tabletts auf ein Förderband stellt. Dieses zweigt dann nicht horizontal in einen Nebenraum, sondern vertikal in einen Unterraum ab. Jetzt verstehe ich auch, warum manchmal Leute in Küchenkleidung durch die Fahrradgarage huschen und dann um die Ecke hinter einer Stahltür verschwinden. Was für eine Vorstellung, das unter einem, von einem zum anderen Seminar hechtend, gerade dutzende Leute hin und her laufen, tragen, schneiden, schälen, kochen braten, spülen …

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2010
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Rubrik: studium
Feb 12, 2010

Geschichte und Philosophie

Mensa — Mens sana? — Ein Gericht

Das Essen in der Mensa heute war gar nicht mal so schlecht – Seelachs mit grünen Bohnen und Kartoffeln. Es hat geschmeckt, hat mir nicht den Magen verdreht und – warum auch immer – das Tohuwabohu und Geschnatter hat mich diesmal sosehr gar nicht gestört.

Vor der Mensa haben sie für die FAZ geworben – zwei Fischer haben ihre Angeln ausgeworfen. An den Haken kleine Probe-Abos. Dazwischen schwammen ein paar freie Exemplare, eines habe ich mir herausgegriffen. Schlank ist sie geworden, die Zeitung – angenehm schlank. Nach dem Essen hat eine Viertelstunde gereicht, sie durchzublättern. Komisch angeschaut wird man aber doch als Zeitung Lesender. Uns geht es gut, aber reicht das aus? Reicht das, um sich dem Gebaren der Politik und der Wirtschaft zu verschließen? Na ja, die Macht der Tageszeitungen ist längst gebrochen; auch ohne sie kann man sich inzwischen über alle Geschehnisse nah und fern informieren.

Apropos informieren – was ist das eigentlich für ein unheimlicher Ort – die Mensa?! Dreitausend Studenten werden hier täglich gefüttert, innerhalb von drei Stunden. Wenn fünf Kassen geöffnet haben, müssen im Durchschnitt also pro Stunde 200 Studenten pro Kasse passieren, sprich drei bis vier pro Minute. Na ja, das geht, aber gleich ist die Verteilung nicht. Jene, die hierher schon um elf Uhr kommen, zu einem vormittäglichen Mittagessen, finden problemlos einen freien Tisch und können sich auch bei normaler Lautstärke unterhalten.

Wenn um viertel vor Eins Seminare und Vorlesungen enden und Gänge und Treppenhäuser sich füllen, herrscht auch bei der Mensa Flut oder eher Springflut. Dann stoßen Rucksäcke unentschlossen Herumwirbelnder an Tabletts und die an der Kasse Wartenden dezimieren schon einmal die Pommes auf ihrem Teller.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 9, 2010
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Rubrik: studium
Feb 9, 2010