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Geschichte und Philosophie

Reisevorbereitungen - Ukraine

Ach, was freue ich mich auf diese Reise. So vieles ist ungewiss und ach, was wird das für ein Abenteuer. Aber anders würde es mir auch keine Freude machen. In einer Woche werde ich lostrampen: Von Leipzig über Dresden, durch Polen nach Krakau.

Dort hoffentlich eine Nacht bei einem Couchsurfer (weltweite Organisation, bei der Mitglieder umsonst bei anderen übernachten können) und dann weiter nach L’viv – Lemberg, dann gleich nach Odessa, also erst circa 700 und dann circa 1.000 Kilometer. Gestern habe ich mir eine ADAC Straßenkarte für die Ukraine gekauft und als ich sie einem Freund, der in der DDR aufgewachsen ist, zeigte, war er überrascht, dass ich überhaupt eine Karte bekommen hatte.

Was kommt in meinen Rucksack? Ein Schlafsack, zwei große wasserdichte Bundeswehrponchos, zwei Kälberstricke (kleine Seile), mein Russischlernbuch, eine Blockflöte, zwei Liederbücher, ein paar Kerzen, Klopapier, eine Badehose und ein kleines Handtuch. Dann noch ein Fotoapparat und das Buch „Geschwister Tanner“ von Robert Walser. Auch ein Notizbuch, Füller, Blei- und Zeichenstift. Ein großer Edelstahltrinkbecher und mein Opinel, ein Schweizer Taschenmesser. Ja, und meine Karteikarten ­– die schon beschriebenen und noch einige unbeschriebene sowie mein Vokabelheft. Ein paar Ãðèâíÿ (Grivna – die ukrainische Währung) von einem Freund und für die kurze Zeit in Polen auch ein paar Zloty.

Das ist für mich insgesamt eine Art Ostdebüt. Mit 14 Jahren war ich einmal in Rumänien, aber das zählt nicht. Wie wird man in Polen auf mich reagieren, wie im Westen der Ukraine, wie im Osten, wie auf der Krim? Werde ich ausgeraubt und in Stücken nach Hause geschickt, wie mir manch einer es prophezeit, oder wird man mich herzlich, neugierig, indifferent-geschäftig betrachten? Sprünge ins kalte Wasser tun gut – sie erfrischen, schockieren, wecken auf …

 

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 16, 2010
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Rubrik: studium
Aug 16, 2010

Geschichte und Philosophie

Ein Semester Hiwi — erste Gedanken

Ein Semester war ich jetzt Hiwi, bzw. Studentische Hilfskraft bei einem Prof in der Geschichte und dabei habe ich eine ganz neue Sicht auf das Studium und die Akademie – die Arbeit als Akademiker an der Universität – bekommen. Der normale Student bekommt nicht so viel mit, hat nur selten Ahnung, was hinter den Kulissen läuft, er bekommt sozusagen die eingeprobte Vorführung gezeigt. All die Scherereien, lästigen Formalia, Intrigen, Enttäuschungen, etc. waren mir neu. Mein Prof. ist noch in vielen Gremien und muss dauernd Gutachten schreiben für Leute, die sich um eine Stelle beworben haben und über Abschlussabreiten, Diplome, Magister, Master und Dissertationen. Die durfte ich dann Korrektur lesen und hier und da Verbesserungsvorschläge machen, die manchmal brüsk abgelehnt andere Male dankend angenommen wurden – mit dem Hinweis, er sehe ja manchmal vor Lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Ich teile mir ein Büro mit drei anderen Hiwis, sie alle sind noch im alten Studiengang und viel weiter als ich, machen gerade ihre Abschlussprüfungen und schreiben an ihren Magisterarbeiten. Von ihrem Wissen und ihrer Kompetenz profitiere ich noch mehr als von der meines Profs, da ich mich mit ihm zu unterhalten nur selten Gelegenheit bekomme. Manchmal jedoch ist er ganz jovial und freundlich, erzählt dann von seiner Kindheit, wie er aufgewachsen ist und gerade auch von seiner Zeit als Hiwi bei seinem Prof – wie er für ihn den Chauffeur spielen musste oder mit ihm Schnäpse kippen. Meine Aufgaben waren ganz andere, vielleicht wollte er auch seinen Hiwis nicht zumuten, was ihm damals nicht gefallen hat. Ich will noch einwenig weiter darüber nachdenken.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 9, 2010
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Rubrik: studium
Aug 9, 2010

Studieren in den USA

Alles andere als eine Kaffeekoch-Praktikantin

Mein Status: Praktikantin! Ich weiß, das hört sich nicht gerade an, als wäre ich eine der „wichtigen Mitarbeiter“. Praktikanten? Ach, das sind doch diese kleinen, unerfahrenen Freiwilligen, die eher nervig als hilfreich sind. Doch nicht in meinem Fall!

Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass man in einem Medienunternehmen wertvolle und wichtige Aufgaben erledigt, wenn man eigentlich noch völlig unerfahren und vor allem ohne jegliche Ausbildung ist. Doch gleich am ersten Tag habe ich selbstständig den täglichen Veranstaltungskalender verfasst. Er musste natürlich noch ein wenig verbessert werden, aber letztendlich wurde er zu 90 Prozent genau so übernommen und on-air vorgelesen, wie ich ihn geschrieben hatte. Wow.

Die Leute da draußen nehmen sich also die Kultur-Hinweise und Tipps zu Herzen, die ICH ihnen aus dem Internet und Programmheften ausgewählt habe. Ich bin ja so stolz! Was ich auch ganz ehrlich sagen muss, ist, dass ich es noch nie so genossen habe, eine Mitpraktikantin zu haben. Es gab Zeiten und Betriebe, bei denen ich es eher als Konkurrenzkampf empfunden habe, eine Mitstreiterin um die besten Praktikanten-Aufgaben zu haben. Doch auf einmal ist alles anders: Ich liebe meine Aufgaben als Praktikantin und ich liebe meine Mitpraktikantin! Wir sind ein super Team! Jeanine ist schon ein „alter Hase“ im Journalismus-Bereich. Schließlich hat sie schon zwei Auslandspraktika bei Radiosendern gemacht und hat schon den einen oder anderen Promi interviewt. Ich kann also noch sehr viel lernen und bin dankbar so eine tolle und hilfsbereite Kollegin zu haben. Danke, Jeanine! Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen hier beim Radio.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2010
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 29, 2010