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Geschichte und Philosophie

Rentner schlagen Studenten

Jeden Freitag Morgen habe ich eine Geschichtsvorlesung. Zu zweihundert sitzen wir dicht gedrängt auf den schmalen Klappsitzen, manchmal reichen sie nicht aus und einige Studenten müssen auf der Treppe Platz nehmen. Das liegt aber nicht etwa daran, dass der Prof vielleicht ein Genie wäre, dass er Unerhörtes berichtete oder, dass er eine Autorität auf seinem Gebiet wäre. Von den vielleicht hundert Studenten, die sich für das Modul angemeldet haben, kommen bestenfalls fünfzig, also die Hälfte.

Dafür kommt mit eiserner Beständigkeit, teilweise schon seit mehreren Jahren, kontinuierlich eine immer größer werdende Zahl von so genannten Seniorenstudenten. 65 plus. Sie haben in ihren Berufen alles mögliche gemacht – waren Deutschlehrer, Kaufleute und Wirtschaftsprüfer. Jetzt im Alter wollen sie noch mal „etwas lernen“! Geschichte fanden sie schon immer spannend – hat sie schon immer interessiert und nun, da sie Zeit haben, besuchen sie diese Vorlesung zur Frühen Neuzeit. Der Prof ist nicht zu anspruchsvoll, ganz unterhaltsam, weist auf kulturelle Veranstaltungen hin und „ein ganz Lieber“. Der volle Hörsaal ist dem Prof ganz angenehm – es täuscht darüber hinweg, dass er die Studenten schon lange nicht mehr begeistern kann.

Für die Senioren jedoch ist es ein „Event“. Sie besetzen schon eine halbe Stunde vor Beginn der Vorlesung die besten Plätze, packen Leipziger Volkszeitung, Thermoskanne und Notizblock aus und freuen sich auf den Plausch und das gemütliche Miteinander während und nach der Vorlesung.

 

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2011
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Rubrik: studium
Feb 2, 2011

Wirtschaftswissenschaften

"Auf in den Dschungel!"

Nicht nur im Fernsehen kann man jetzt wieder gewisse Personen dabei beobachten, wie sie sich durch das Dickicht des australischen Dschungels kämpfen und sich auf der Suche nach gelben Sternchen an nur jeden erdenklichen Strohhalm, manchmal auch Grashalm, klammern.

Aber auch in der FH macht sich das Dschungelfieber bemerkbar: Gerade jetzt in der Klausurenzeit hört man immer öfter abenteuerliche Geschichten über die verzweifelte Suche nach rettenden Punkten, koste es, was es wolle: „Ich schreibe einfach alles hin, was mir zu dem Thema einfällt – irgendetwas davon wird schon richtig sein!“ Diese Strategie ist aber nicht unbedingt zielführend. Die Professoren hätten schon gern ihre Fragen beantwortet und keine Aufsätze zu einem „Reizwort“, das sich der Student „selbst“ ausgesucht hat.

Dann schon lieber Dschungelfieber im Rahmen des „Frozen Tuesday“: Zwar sind die Klausuren noch nicht alle geschrieben, aber so ziemlich jeder denkt bereits an die befreiende Klausurenabschlussparty. Der Ticketvorverkauf hat bereits begonnen und wer nicht rechtzeitig eine Karte ergattert, der hat dann wohl Pech gehabt. Meine Eintrittskarte befindet sich bereits in Sicherheitsverwahrung. Also dann noch ein letzter Auftakt vor den Semesterferien in Form der Personalwirtschaftklausur und ab geht die Post!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 20, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 20, 2011

Geschichte und Philosophie

Mensa Revolution — Essen hilft

In unseren Mensen an der Uni Leipzig fanden in den letzten Monaten einige Veränderungen statt. Angefangen hat alles mit der Neueröffnung unserer Zentralmensa – alles neu, alles blank, alles rational durchdacht. Knapp 3000 Essen werden hier in drei Stunden ausgegeben und hinuntergeschlungen, selten wirklich gegessen. Doch für mich stellte es eine wesentliche Verbesserung dar. Zuvor konnten wir immer nur zwischen fertig zusammengestellten Gerichten wählen, selten jedoch sagte mir eines in seiner Gesamtheit zu, so dass ich häufig einen Teil des Essens stehen ließ oder vorher noch um Verzicht auf die Soße oder ähnliches bat. In der neuen Mensa kann ich mir verschiedene Hauptspeisen und beilagen zusammenstellen, dazu noch einen Schuss Olivenöl oder etwas frisch gemahlenen Pfeffer fügen. Somit wurde ich zum fast regelmäßigen Besucher der Mensa.

In den letzten Wochen las ich dann von der „Mensa Revolution“ – ein Programm des Stura (Studentenrat). Es fing damit an, dass einige der Gemüse, die als Beilagen angeboten wurden, aus ökologischem Anbau stammten –feine Prinzessbohnen, Brokkoli, Karotten, etc. Bald stand bei der Ausgabe des Fischgerichts eine kleine Notiz, die darauf verwies, dass keine Fische mehr angeboten würden, die laut Greenpeace oder WWF zu den besonders überfischten und bedrohten Arten zählen. Manchen Supermärkten ähnlich kamen zu einigen Getränken, Milchprodukten und abgepackten Speisen eine Kennzeichnung à la „ich bin von hier“ oder „regional“. Auch in der Cafeteria wird nur noch Kaffee mit dem Siegel des „Fairen Handels“  gereicht, außerdem feine Schokolade und Schokoriegel.

Im Ganzen eine gute Sache, fehlt nur noch, dass wir auf uns selber achten und nicht irgendwas sondern gesundes in uns reinschaufeln – oder noch besser in angenehmer Atmosphäre speisen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2011
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Rubrik: studium
Jan 12, 2011