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Studentenleben live

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Am letzten Freitag war ich wieder an jenem Ort, an dem alles angefangen hatte – naja, mehr oder weniger jedenfalls: Ich war auf dem Abiball der diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten meiner alten Schule. Wieder einmal zur Schule gehen.

Aber abends und als Ehemalige. Ich war trotzdem merkwürdigerweise ziemlich aufgeregt und nervös. Es war so, als ob ich in der Zeit zu meinem Abiball zurück gereist wäre. Es war wirklich haargenau dasselbe Gefühl. Diese „Zeitreise“ wurde auch noch dadurch perfekt illusioniert, dass ich auf jede Menge alter Schulkameraden traf. Es war fast so, als sei unser Jahrgang komplett. Dazu noch die Lehrer, denen man einiges Neues zu erzählen hatte („ja, die kleine Ex-Schülerin Jacqueline ist jetzt bald fertig mit dem Studium“), eine Band, die für klasse Stimmung auf der Tanzfläche sorgte – alles in allem ein überaus gelungener Abend. Und eine gute Gelegenheit meinem Freund einmal zu zeigen, wo ich denn meine Zeit im Alter von zehn bis neunzehn Jahren verbracht hatte.

Wir tanzten, bis ich meine Füße wortwörtlich nicht mehr spürte – aber das war der Abend allemal wert. Als krönenden Abschluss gab es noch ein schönes Andenken dazu: Ein nachträgliches, „richtiges“ Abiballfoto mit meinem Freund.

Das nächste gemeinsame Treffen mit der alten Schulclique ist bereits geplant. Eins steht definitiv fest: Es wird ein laaaanger, spaßiger Sommer werden…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 4, 2011

Studentenleben live

"Copy and paste?!"- Nein, danke!

Im Rahmen unseres Englischkurses „Foreign Markets“ erstellen wir zusammen mit unserem Professor ein E-Book, in dem wir unterschiedliche „Global Issues“ behandeln. Dies reicht von der Finanzkrise über die Fukushima-Katastrophe bis hin zum allgegenwärtigen Thema AIDS/HIV. Pro Nase sollen wir mindestens drei bis fünf Seiten Ausarbeitung abliefern. Meiner Meinung nach ist dies eine super Vorbereitung für die anstehende Bachelor-Thesis in einem Jahr. Auch wenn der Umfang nun noch um einiges geringer ausfällt, die Techniken bleiben die gleichen: Richtiges Zitieren will gelernt sein. Ein bloßes Herauskopieren und Einfügen relevanter Textpassagen kommt für uns nicht in Frage.

Was einem in diesem Fall alles drohen könnte, darüber bin ich dank meines Studienfaches „Wettbewerbsrecht“ bestens informiert: Das Urheberrecht hat so manche Kniffe, die man lieber nicht unterschätzen sollte, es sei denn, man hat Interesse daran, sein Geld oder seine Freiheit (denn neben Geld- können auch Freiheitsstrafen die Folge sein) zum Fenster hinauszuwerfen. Nein, dieses Ziel verfolgt natürlich keiner meiner Kommilitonen. Ganz im Gegenteil: Es geht uns darum, ein eigenes Werk zu schaffen, das gemäß Urheberrecht Individualität und ein gewisses Maß an Schöpfungshöhe aufweist. Dies bedeutet, dass wir etwas Neues entstehen lassen, das in diesem Sinne bisher kein Mensch zuvor geschaffen hat und auch nicht so ohne Weiteres zu kopieren ist. Sind diese Kriterien erfüllt, dann gilt es als Werk und ist automatisch geschützt. Aufregend, oder?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 16, 2011

Studentenleben live

Mission: Luftlinie 781,117 km

Ich habe mir eben mal im Internet die Entfernung per Luftlinie berechnen lassen, die meinen Freund und mich ab September für ein Semester trennen wird: Es sind genau 781,117 km. Leider kein Katzensprung, es sei denn, man ist eine extrem überdimensional große Katze.

781,117 km oder einmal die Nordsee und noch ein Stückchen Land. Mein Freund macht nämlich in Carlisle in Nordengland ein Auslandssemester über das ERASMUS-Programm. Dafür hat er, abgesehen von den Formalitäten, schon den einen oder anderen Reiseführer durchgewälzt, um die Stadt bereits im Vorfeld ein wenig kennenzulernen. Das Ganze erinnert mich irgendwie ein bisschen an ein Blind Date: Er weiß aus Büchern und Erzählungen, wie es da wohl sein wird, aber wie es dort tatsächlich ist, wird er erst erfahren, wenn er direkt vor Ort ist.

Momentan ist er mit der Unterkunftssuche beschäftigt. Die Kurse, die er dort belegen kann, hat er sich bereits angesehen und sich schon seine Favoriten herausgepickt. Sogar Ausflugsziele befinden sich in der engeren Planung. Warum auch nicht? Wenn man schon einmal die Möglichkeit hat Nessie „Guten Tag“ zu sagen, dann sollte man sie meiner Meinung nach auch nutzen!

Wenn ich es jedoch einmal genau betrachte, dann bleibt gar nicht mehr allzu viel Zeit, bis es schließlich heißt: „Goodbye, honey, see you soon!“ Das „See you soon“ werden wir allerdings wortwörtlich nehmen: Ich bin unglaublich froh im heutigen Zeitalter zu leben. Dank Skype werden wir uns ohne Probleme per Videotelefonie sehen können, wann immer wir Lust haben. Außerdem habe ich ihm fest versprochen ihn in Carlisle zu besuchen- ist ja wohl klar, auch wenn die Nordsee mehr „sea“ als „river“ ist.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 3, 2011