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Studentenleben live

Semester ohne Seminare

Autor:

Rubrik:
studium

20.10.2011

Ich bin nun im siebten Semester – eigentlich eines zu viel. Den Bachelor sollen wir doch in sechs Semestern machen! Nun habe ich im vergangenen Semster die letzten notwendigen Veranstaltungen besucht und die letzten Punkte gesammelt. Gerade hat das neue Semester begonnen und ich habe mich in kein einziges Modul eingeschrieben. Ich bin also frei, mich auf die Bachelorarbeit zu konzentrieren – fast, denn in diesen Tagen schreibe ich noch an der letzten Hausarbeit, die ich aufgrund verschiedener Reisen in den Semesterferien immer wieder verschoben habe. Eigentlich kein geschickter Zug. Und es war eigentlich auch nicht geschickt, mich schon im Sommer für die Bachelorarbeit anzumelden, sozusagen die Sanduhr umzudrehen und den Countdown zu starten. Jetzt komme ich doch zeitlich in den Bredouille und muss hoffen, dass noch alles klappt. Sonst sieht es nämlich gar nicht gut für mich aus. Ich träume nachts schon davon, dass ich in einem Zug sitze, der gegen eine Wand fährt, und ich bin zu erschrocken, um vom Zug zu springen, starre nur auf die näher kommende Wand.

Eigentlich bin ich gerade erst so richtig im Studium angekommen, und fühle mich erst seit dem fünften Semester wirklich als Student. Ich frage mich, ob es nicht eine Art Messer ist, das mir hier auf die Brust gesetzt wird. Doch nein, so sollte ich es eigentlich nicht sehen. Vielmehr biege ich jetzt auf die Startbahn ein und muss nur genug beschleunigen und Schwung nehmen – genug Schub enwicklen – dass ich, bevor sie endet, auch abheben werde.

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