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Studentenleben live

Müdigkeitsgesellschaft

Wir sind müde, aber keiner mag es zugeben. Müdigkeit ist out und uncool. Wir Studenten sind frei. Wir können uns Tag und Nacht, Woche und Monat, Arbeit und Ruhe einteilen wie wir wollen. Wann das Licht ausgeht, bestimmen wir, nicht die Sonne. Supermärkte haben bis 22 Uhr oder länger geöffnet, ansonsten gibt es immer noch die Spätis an jeder zweiten Ecke. Die Campusbibliothek hat 24 Stunden, also rund um die Uhr geöffnet. Lernen, kommunizieren, einkaufen können wir am Computer oder mit dem Smartphone im Internet wann und wo wir wollen. Diese „Gleitzeit“ verlangt jedoch folgendes: „Zwinge dich selbst!“ – „Raffe dich auf!“ – „Mach was!“ – „Schaff was!“ Wir als „Leistungsgesellschaft“ messen einander daran. Der Mythos von völliger sozialer Mobilität lässt uns hoffen und der omni- weil medienpräsente Lebensstil von diesen sonderbaren Vorbildern – Medienstar und Manager – lässt uns eifern.

Morgens ein weckender Kaffee ist Alltag, für viele Ritual. Red Bull, diese Mischung aus Zucker, Wasser, Koffeien und Aromen, ist extrem populär. Der Hersteller fährt so hohe Gewinne ein, dass er mit einem Millionenbudget die Formel 1, Fußballvereine und viele weitere Sportler sponsern kann. Er profitiert von unserem Schaffenswahn, von unserer Angst abgehängt zu werden, etwas nicht mitzubekommen oder nicht so produktiv wie die anderen zu sein. Die Fitten geben das Tempo vor, die anderen hecheln hinterher – und irgendwann sind wir ausgebrannt.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2011
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Nov 7, 2011

Studentenleben live

Just take your time...

… um über das allseits bekannte Problem nachzudenken: Zeitmanagement. Ich war gestern als Model mit einer Jung-Absolventin eines Modedesignstudiums unterwegs, um ihre Kollektion zu präsentieren. Natürlich war alles gleich doppelt so interessant für mich: Zum einen erlebte ich Szenen live, die ich bisher nur aus gewissen Fernsehformaten kannte. Zum anderen wollte ich selbstverständlich alles über dieses Studium und das Leben als Modedesignerin wissen, schließlich habe ich selbst lange Zeit davon geträumt und tue es auch heute noch ab und zu. Auch wenn ich mich jedoch für ein anderes Studium entschieden habe: Mein Herz wird trotzdem weiterhin für die neuesten Trends schlagen.

Nun aber zurück zum Zeitmanagement. Zeitmanagement ist in jedem Studium äußerst wichtig – ich würde sogar sagen, es ist das A und O ist: Das kleine Einmaleins eines erfolgreichen Studiums. Egal, ob es darum geht, rechtzeitig mit dem Lernen für Klausuren anzufangen oder – wie in diesem Beispiel – sich „just in time“ an die Skizzen und Entwürfe zu machen. Man erzählte mir, dass wirklich viele dieses Studium unterschätzt hätten. Zeitlich gesehen. Wenn am Freitag ein Outfit präsentiert werden sollte, dann hieß es bei einigen am Montag: „Ach, ich fange heute Abend mit den Entwürfen an und dann mal sehen. Das wird schon irgendwie. Notfalls leg ich eben eine Nachtschicht ein.“

Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir helfen Zeitpläne wirklich ungemein. Ich gebe zu, dass ich sie nur gedanklich festhalte und sie mir nicht aufschreibe. Aber dennoch: Ich halte mich an sie, da ich merke, dass es mir wirklich etwas bringt (Stichwort „Stressreduzierung“) und ich mich dadurch deutlich besser fühle.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Oct 26, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Oct 26, 2011

Studentenleben live

Semester ohne Seminare

Ich bin nun im siebten Semester – eigentlich eines zu viel. Den Bachelor sollen wir doch in sechs Semestern machen! Nun habe ich im vergangenen Semster die letzten notwendigen Veranstaltungen besucht und die letzten Punkte gesammelt. Gerade hat das neue Semester begonnen und ich habe mich in kein einziges Modul eingeschrieben. Ich bin also frei, mich auf die Bachelorarbeit zu konzentrieren – fast, denn in diesen Tagen schreibe ich noch an der letzten Hausarbeit, die ich aufgrund verschiedener Reisen in den Semesterferien immer wieder verschoben habe. Eigentlich kein geschickter Zug. Und es war eigentlich auch nicht geschickt, mich schon im Sommer für die Bachelorarbeit anzumelden, sozusagen die Sanduhr umzudrehen und den Countdown zu starten. Jetzt komme ich doch zeitlich in den Bredouille und muss hoffen, dass noch alles klappt. Sonst sieht es nämlich gar nicht gut für mich aus. Ich träume nachts schon davon, dass ich in einem Zug sitze, der gegen eine Wand fährt, und ich bin zu erschrocken, um vom Zug zu springen, starre nur auf die näher kommende Wand.

Eigentlich bin ich gerade erst so richtig im Studium angekommen, und fühle mich erst seit dem fünften Semester wirklich als Student. Ich frage mich, ob es nicht eine Art Messer ist, das mir hier auf die Brust gesetzt wird. Doch nein, so sollte ich es eigentlich nicht sehen. Vielmehr biege ich jetzt auf die Startbahn ein und muss nur genug beschleunigen und Schwung nehmen – genug Schub enwicklen – dass ich, bevor sie endet, auch abheben werde.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2011
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Rubrik: studium
Oct 20, 2011