interaktiv

Studentenleben live

Kulturspagat mit Union Jack

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

08.11.2011

Ich war in England. Und ich habe gestaunt. Ich war das erste Mal im Vereinigten Königreich und hatte bereits von Anfang an „Probleme“ damit, mich in diesem Land zurecht zu finden. Damit will ich nicht sagen, dass ich wie ein orientierungsloses Etwas durch die Gegend geirrt bin, sondern vielmehr, dass ich es kaum unterdrücken konnte, alle paar Minuten „Oh mein Gott“ zu denken. Es ging schon beim Frühstück los. „A Full English Breakfast?“ Lieber nicht! Davon mal abgesehen, dass ich so oder so keine Pilze mag, bekomme ich um halb neun doch keine Würstchen runter! Da ziehe ich doch lieber Toast mit „Jam“ vor.

Danach ein kleiner Stadtbummel. Überall, aber auch wirklich überall, gibt es Studentenrabatte. Sogar in Klamottenläden dürfen sich Studenten über „20% off“ freuen (bei mir zu Hause sind mir ungelogen nur zwei Einrichtungen bekannt, in denen Studenten Vergünstigungen erhalten: Die eine ist eine Diskothek und die andere ein Café). Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass die Engländer für ihr Studium so einiges an Gebühren abdrücken müssen.

Den größten „Schock“ hatte ich allerdings immer abends, sobald ich mit meinem Freund durch die Straßen schlenderte (was nicht ganz ungefährlich war, da ich die Sache mit dem Linksverkehr irgendwie nicht so ganz auf die Reihe kriegen wollte): Ich fühlte mich richtig „underdressed“ und total fehl am Platz. Dabei war ich ganz normal angezogen: schwarze Strumpfhose mit einem altrosafarbenen Sommerkleidchen. Im Vergleich zu den Engländerinnen sah ich jedoch aus wie die brünette Prusseliese von Pippi Langstrumpf! Die überwiegende Mehrheit scheint einem überdeutlichen Kontrastdenken nachzueifern: Morgens ordentliche Schuluniform und abends das große Bling-Bling. Auffällig auffallend oder auffallend auffällig?

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