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Studentenleben live

Meine kleine Finanzkrise

Die Welt ist in Aufruhr, alles schaut auf Europa, auf Griechenland und auf Angela Merkel, die zur Retterin werden soll, indem sie den Euro mit unvorstellbar großen Summen rettet. Währenddessen erlebe ich meine kleine persönliche Finanzkrise – jedoch mit ganz konkreten Zahlen, zwei- und dreistellig: Im November hatte ich Geburtstag und meine Eltern bekommen seitdem kein Kindergeld mehr für mich. Zusätzlich erfuhr ich nun, dass mein Antrag auf BAföG für dieses Semester, mein letztes Bachelorsemester, abgelehnt wurde. Ich bin nämlich nun schon im siebten von eigentlich nur sechs Semestern Regelstudienzeit und kann keinen Grund angeben, der dem BAföG-Amt genügen würde. Weder bin ich schwanger, noch war ich monatelang krank, ich habe mich einfach mehr umgeschaut und deshalb länger gebraucht. Zur Krönung der Misere haben mir nun meine beiden Englisch-Schüler mitgeteilt, dass sie keine Zeit mehr für den Unterricht aufbringen können – drei Rückschläge auf einmal.

Mein einziger Trost ist, dass das Ganze nicht mehr so lange dauern wird. Im Januar gebe ich voraussichtlich meine Bachelorarbeit ab und dann werden die Karten noch einmal gemischt und neu verteilt. Im Gegensatz habe ich in guten Zeiten für schlechtere vorgesorgt und kann drei, vielleicht auch vier Monate überleben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2011
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Dec 16, 2011

Studentenleben live

Mit der Perle auf Schnupperkurs

Hamburg-Liebhaber werden dieses Lied in- und auswendig kennen: „Hamburg, meine Perle, du wunderschöne Stadt…“ Ja, und auch ich zähle mich mittlerweile dazu. Denn meiner Meinung nach ist Hamburg einfach spitze: Nicht zu groß und nicht zu klein. Nette, hilfsbereite Leute, die mir schon sehr oft den richtigen Weg gezeigt haben. Wunderschöne Plätze zum Entspannen und Luft holen (ich sage nur Planten un Blomen, Außenalster). Diese inspirierende Mischung aus maritimen Flair und kulturell-vielseitigem stylishen City-Chic. Hamburg hat einfach für jeden etwas zu bieten. Ich bin jetzt regelmäßig (und ab nächstem Jahr hoffentlich dauerhaft) in Hamburg und fühle mich immer wohler. Anfangs hat mich Kleinstadt-/Dorfkind dieses geballte Großstadtleben eher überfordert. Ich fühlte mich so winzig. Wie eine Ameise in Amerika. U- und S-Bahn fahren? Hilfe, das kenne ich doch gar nicht! Mittlerweile möchte ich aber behaupten, dass ich mich immer besser „einhamburge“. Zwar muss ich manchmal noch den einen oder anderen Passanten fragen, ob ich gerade in die richtige Richtung gehe bzw. fahre, aber letzten Endes komme ich immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit an. Was will ich mehr?

Ich bin froh, dass ich jetzt schon sozusagen im „Vorlauf“ mit Hamburg näher auf Tuchfühlung gehen kann, denn so werden mir in Zukunft gewisse Stadtfahrten wohl weniger Probleme bereiten. Mein großer Wunsch ist es ja, im nächsten Jahr dort ein Praktikum zu absolvieren und nach dem Bachelor eventuell einfach dort zu bleiben. Wir werden es sehen. Ende dieses Monats weiß ich hoffentlich mehr – bis dahin darf man gespannt sein.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 8, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 8, 2011

Studentenleben live

Leben wie ein Buch

Ich stelle fest, das Leben ist in mancherlei Hinsicht wie ein zu schreibendes Buch. Häufig fängt man an, etwas aufzuschreiben und wird dann in seinen Gedanken unterbrochen, oder man verliert das Interesse oder begeistert sich für etwas Neues. Dann legt man den Stift nieder, fügt einen Absatz ein oder schlägt eine neue Seite auf. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht mehr zurück blättern kann und einen verlorenen Faden wieder aufgreifen, einen nicht zu Ende geführten Gedanken weiter denken kann. Das tue ich gerade...

Vor einiger Zeit habe ich mich besonders für die Soziobiologie begeistert, also jene Wissenschaft, die mit der Hilfe der Evolutionslehre nach den biologischen Grundlagen unseres sozialen Verhaltens forscht und fragt, welches Verhalten wir vielleicht schon von den Vorfahren der Menschen sozusagen mitbekommen haben. Außerdem geht es darum, welches Verhalten anscheinend alle Menschen an den Tag legen und welches wiederum nur in manchen Kulturen praktiziert wird.

Nun ist einige Zeit vergangen und ich habe andere Wege auf der Suche nach Erkenntnis beschritten, bin teils vorangekommen, teils stehen geblieben. In der Philosophie der Ästhetik scheinen mir so viele Versuche auf Abwegen, so viele Denker im Dunklen zu sein. Ihre Erklärungen und Definitionen nur Tautologien. Nun entdecke ich die Soziobiologie wieder für mich und knüpfe zum einen an eigenem alten Wissen an und verfolge zum anderen mit Neugier und Begeisterung, was inzwischen noch dazu gesagt und geschrieben worden ist.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2011
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Rubrik: studium
Dec 1, 2011