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Studentenleben live

Dresscode

Die kommende Woche wird für mich absolut aufregend, da wette ich mit euch! Und zwar geht es um mein Bewerbungsgespräch für das Praktikum im Februar. Vorbereitung ist die halbe Miete. Aus diesem Grund werde ich das Wochenende auch ausgiebig dazu nutzen, um mich gewissenhaft auf das Gespräch vorzubereiten. Außerdem werde ich mir noch einmal gründliche Gedanken dazu machen, wie ich mich kleidungsmäßig präsentieren möchte. Cremefarbene Seidenbluse, schwarzen Kurzblazer und gleichfarbige Buntfaltehose im Marlenestil oder doch lieber Bleistiftrock?

Witzigerweise las ich im Flugzeug von Manchester nach Hamburg einen Zeitungsartikel, der genau diese Frage beantwortet hat beziehungsweise näher beleuchtete. In den USA wurde nämlich diesbezüglich eine Untersuchung durchgeführt: Die Befragten sollten Frauen, die zum einen Hosenanzüge oder Kostüme trugen, hinsichtlich ihrer Eigenschaften einschätzen. Dabei wurden laut Umfrage überwiegend diejenigen Frauen als kompetenter, sympathischer und erfolgreicher sowie motivierter eingeschätzt, die eine besagte Rock-Blazer-Kombination trugen. Ich musste schmunzeln. Wieder einmal machen Kleider Leute. Gerade in einem Vorstellungsgespräch ist dies meiner Meinung nach besonders wichtig. Innerhalb weniger Sekunden wird man in eine Schublade gesteckt. Der erste Eindruck ist entscheidend. Mein wohlbedachtes vor dem Kleiderschrank Stehen und überlegen, was ich denn nun letztlich anziehe, ist also mehr als gerechtfertigt. Und wenn ich es mir recht überlege, dann geht meine Tendenz doch eher in Richtung Bleistiftrock.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 2, 2012

Studentenleben live

Der eine hat's, der andere nicht

Sechstes Semester. Letztes Semester. Praxissemester. Bachelor-Thesis. Und dem voran: das Praktikum. Oder auch nicht. Ich fiel am Wochenende aus allen Wolken, als mir ein Bekannter feierlich eröffnete, dass er kein Praktikum absolvieren müsse. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. „Entschuldigung, was sagtest du?“, fragte ich deshalb höflich nach. „Ich muss im sechsten Semester kein Praktikum machen, sondern einfach nur die Bachelorarbeit schreiben. Cool, was?“ Ich meinem Kopf ratterten die Leitungen auf Hochtouren. Die Aussage war zwar angekommen, aber irgendetwas in mir sträubte sich dagegen. ‚Das verstößt doch gegen das Prinzip‘, hauchte mir mein Engelchen ins Ohr. ‚Ach, Quatsch‘, konterte das Teufelchen, ‚ist doch alles viel gechillter – es bleibt genug Zeit, um die Bachelorarbeit zu schreiben. Kein Stress. Was will man mehr?‘

Doch anstatt, dass ich eine gescheite Antwort formulierte, entfuhr mir bloß ein „Hää? Und wie soll das bitteschön gehen?“ Er erklärte mir, dass seine Arbeitsstelle, die er während des Studiums mehr als nur auf Aushilfsjobbasis ausgeführt hatte, als vergleichbare Leistung anerkannt wurde bzw. wird. Er grinste bis über beide Ohren. Aber nicht, weil er mir einen vom Pferd erzählt hatte. Nein, er sagte tatsächlich die Wahrheit. Ich persönlich möchte jedoch nicht behaupten, dass für mich ein ebensolcher Deal in Frage kommen würde oder gekommen wäre. Mal davon abgesehen, dass ich keine vergleichbare Leistung erbracht habe. Ich betrachte das Praktikum nämlich vor allem als Chance. Die Chance, ein Wunschunternehmen besser kennen zu lernen und vor allem die Branche, für die es tätig ist. Erfahrungen zu sammeln, was in den einzelnen Abteilungen so abläuft. All dies und noch viel mehr kann man meiner Meinung nach nur während eines Praktikums erleben – man sieht alles aus einer anderen Perspektive. So stelle ich es mir zumindest vor. Mal sehen, ob ich recht habe.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 20, 2011

Studentenleben live

Meine kleine Finanzkrise

Die Welt ist in Aufruhr, alles schaut auf Europa, auf Griechenland und auf Angela Merkel, die zur Retterin werden soll, indem sie den Euro mit unvorstellbar großen Summen rettet. Währenddessen erlebe ich meine kleine persönliche Finanzkrise – jedoch mit ganz konkreten Zahlen, zwei- und dreistellig: Im November hatte ich Geburtstag und meine Eltern bekommen seitdem kein Kindergeld mehr für mich. Zusätzlich erfuhr ich nun, dass mein Antrag auf BAföG für dieses Semester, mein letztes Bachelorsemester, abgelehnt wurde. Ich bin nämlich nun schon im siebten von eigentlich nur sechs Semestern Regelstudienzeit und kann keinen Grund angeben, der dem BAföG-Amt genügen würde. Weder bin ich schwanger, noch war ich monatelang krank, ich habe mich einfach mehr umgeschaut und deshalb länger gebraucht. Zur Krönung der Misere haben mir nun meine beiden Englisch-Schüler mitgeteilt, dass sie keine Zeit mehr für den Unterricht aufbringen können – drei Rückschläge auf einmal.

Mein einziger Trost ist, dass das Ganze nicht mehr so lange dauern wird. Im Januar gebe ich voraussichtlich meine Bachelorarbeit ab und dann werden die Karten noch einmal gemischt und neu verteilt. Im Gegensatz habe ich in guten Zeiten für schlechtere vorgesorgt und kann drei, vielleicht auch vier Monate überleben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2011
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Rubrik: studium
Dec 16, 2011