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Studentenleben live

Der eine hat's, der andere nicht

Sechstes Semester. Letztes Semester. Praxissemester. Bachelor-Thesis. Und dem voran: das Praktikum. Oder auch nicht. Ich fiel am Wochenende aus allen Wolken, als mir ein Bekannter feierlich eröffnete, dass er kein Praktikum absolvieren müsse. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. „Entschuldigung, was sagtest du?“, fragte ich deshalb höflich nach. „Ich muss im sechsten Semester kein Praktikum machen, sondern einfach nur die Bachelorarbeit schreiben. Cool, was?“ Ich meinem Kopf ratterten die Leitungen auf Hochtouren. Die Aussage war zwar angekommen, aber irgendetwas in mir sträubte sich dagegen. ‚Das verstößt doch gegen das Prinzip‘, hauchte mir mein Engelchen ins Ohr. ‚Ach, Quatsch‘, konterte das Teufelchen, ‚ist doch alles viel gechillter – es bleibt genug Zeit, um die Bachelorarbeit zu schreiben. Kein Stress. Was will man mehr?‘

Doch anstatt, dass ich eine gescheite Antwort formulierte, entfuhr mir bloß ein „Hää? Und wie soll das bitteschön gehen?“ Er erklärte mir, dass seine Arbeitsstelle, die er während des Studiums mehr als nur auf Aushilfsjobbasis ausgeführt hatte, als vergleichbare Leistung anerkannt wurde bzw. wird. Er grinste bis über beide Ohren. Aber nicht, weil er mir einen vom Pferd erzählt hatte. Nein, er sagte tatsächlich die Wahrheit. Ich persönlich möchte jedoch nicht behaupten, dass für mich ein ebensolcher Deal in Frage kommen würde oder gekommen wäre. Mal davon abgesehen, dass ich keine vergleichbare Leistung erbracht habe. Ich betrachte das Praktikum nämlich vor allem als Chance. Die Chance, ein Wunschunternehmen besser kennen zu lernen und vor allem die Branche, für die es tätig ist. Erfahrungen zu sammeln, was in den einzelnen Abteilungen so abläuft. All dies und noch viel mehr kann man meiner Meinung nach nur während eines Praktikums erleben – man sieht alles aus einer anderen Perspektive. So stelle ich es mir zumindest vor. Mal sehen, ob ich recht habe.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 20, 2011

Studentenleben live

Meine kleine Finanzkrise

Die Welt ist in Aufruhr, alles schaut auf Europa, auf Griechenland und auf Angela Merkel, die zur Retterin werden soll, indem sie den Euro mit unvorstellbar großen Summen rettet. Währenddessen erlebe ich meine kleine persönliche Finanzkrise – jedoch mit ganz konkreten Zahlen, zwei- und dreistellig: Im November hatte ich Geburtstag und meine Eltern bekommen seitdem kein Kindergeld mehr für mich. Zusätzlich erfuhr ich nun, dass mein Antrag auf BAföG für dieses Semester, mein letztes Bachelorsemester, abgelehnt wurde. Ich bin nämlich nun schon im siebten von eigentlich nur sechs Semestern Regelstudienzeit und kann keinen Grund angeben, der dem BAföG-Amt genügen würde. Weder bin ich schwanger, noch war ich monatelang krank, ich habe mich einfach mehr umgeschaut und deshalb länger gebraucht. Zur Krönung der Misere haben mir nun meine beiden Englisch-Schüler mitgeteilt, dass sie keine Zeit mehr für den Unterricht aufbringen können – drei Rückschläge auf einmal.

Mein einziger Trost ist, dass das Ganze nicht mehr so lange dauern wird. Im Januar gebe ich voraussichtlich meine Bachelorarbeit ab und dann werden die Karten noch einmal gemischt und neu verteilt. Im Gegensatz habe ich in guten Zeiten für schlechtere vorgesorgt und kann drei, vielleicht auch vier Monate überleben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2011
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Rubrik: studium
Dec 16, 2011

Studentenleben live

Mit der Perle auf Schnupperkurs

Hamburg-Liebhaber werden dieses Lied in- und auswendig kennen: „Hamburg, meine Perle, du wunderschöne Stadt…“ Ja, und auch ich zähle mich mittlerweile dazu. Denn meiner Meinung nach ist Hamburg einfach spitze: Nicht zu groß und nicht zu klein. Nette, hilfsbereite Leute, die mir schon sehr oft den richtigen Weg gezeigt haben. Wunderschöne Plätze zum Entspannen und Luft holen (ich sage nur Planten un Blomen, Außenalster). Diese inspirierende Mischung aus maritimen Flair und kulturell-vielseitigem stylishen City-Chic. Hamburg hat einfach für jeden etwas zu bieten. Ich bin jetzt regelmäßig (und ab nächstem Jahr hoffentlich dauerhaft) in Hamburg und fühle mich immer wohler. Anfangs hat mich Kleinstadt-/Dorfkind dieses geballte Großstadtleben eher überfordert. Ich fühlte mich so winzig. Wie eine Ameise in Amerika. U- und S-Bahn fahren? Hilfe, das kenne ich doch gar nicht! Mittlerweile möchte ich aber behaupten, dass ich mich immer besser „einhamburge“. Zwar muss ich manchmal noch den einen oder anderen Passanten fragen, ob ich gerade in die richtige Richtung gehe bzw. fahre, aber letzten Endes komme ich immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit an. Was will ich mehr?

Ich bin froh, dass ich jetzt schon sozusagen im „Vorlauf“ mit Hamburg näher auf Tuchfühlung gehen kann, denn so werden mir in Zukunft gewisse Stadtfahrten wohl weniger Probleme bereiten. Mein großer Wunsch ist es ja, im nächsten Jahr dort ein Praktikum zu absolvieren und nach dem Bachelor eventuell einfach dort zu bleiben. Wir werden es sehen. Ende dieses Monats weiß ich hoffentlich mehr – bis dahin darf man gespannt sein.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 8, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 8, 2011