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Studentenleben live

Business-Feeling

Ich wage es zu bezweifeln, dass es mir nur so vorkommt. Ich kann definitiv behaupten, dass es tatsächlich so ist: Momentan tingele ich mehr außerhalb als innerhalb meines inzwischen heimischen Campus herum. Um die Gerüchteküche im Zaum zu halten, möchte ich jedoch gleich klarstellen, dass es sich nicht um „akute Unlust“ handelt, wie es bei so manch einem der Fall ist. Gerade jetzt in dieser Zeit ist es äußerst von Nachteil, akut unlustig zu sein: Die ersten Studienleistungen müssen erbracht und der Lernmarathon bewältigt werden.

Zurzeit verspüre ich ein regelrechtes Business- Feeling. Damit kommen wir auch wieder zum Anfang zurück: Man könnte mich mittlerweile als Dauergast bei der Bahn bezeichnen, da ich jede Woche (mitunter sogar mehrmals) einige Kilometer jenseits der hundert auf mich nehme, um meine berufliche Zukunft auszubauen. Ganz wie eine Businessfrau. Allerdings befindet sich bei mir alles noch in den Startlöchern, denn das Bachelorstudium ist so gut wie vorbei und so bin ich auf der Suche nach dem Praktikum meiner Träume viel umhergereist. Ich habe mich bei verschiedenen Unternehmen vorgestellt und bin von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch deutlich ruhiger geworden. Ich möchte mich keinen Meister nennen, aber an dem Spruch „Übung macht den Meister“ ist tatsächlich etwas Wahres dran.

Aber nicht nur Vorstellungsgespräche ließen mich Bahndauergast werden. In meinem Terminplaner stand auch ganz groß „KONZEPTVORSTELLUNG!!!“. Freitag wird’s ernst: Meine Studiengruppe und ich werden einem bekannten regionalen Unternehmen unser Konzept hinsichtlich der Offline-Kommunikation für ein neues zielgruppenorientiertes Produkt vorstellen. „Hals- und Beinbruch“ würde ich mal sagen…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 19, 2012

Studentenleben live

Zum Geburtstag der Uni ein neues Hauptgebäude

Zum 602. Geburtstag war das neue Hauptgebäude der Uni Leipzig fast fertig und die Feierlichkeiten wurden dorthin gelegt. Ich war ganz gespannt, es zu entdecken. Architektur, wie sie uns beeinflusst, auf unser Gemüt wirkt, uns einlädt und abstößt, finde ich spannend. Vor drei Jahren schon sollte das Gebäude eigentlich fertig sein. Es ist in seinen Konturen dem früheren Gebäude, welches dort einst gestanden hatte, nachempfunden. Die SED hatte es vor gut 40 Jahren sprengen lassen, um nicht nur ideologisch, sondern auch symbolisch mit der Vergangenheit zu brechen.

Es geht, philosophisch gesagt, um die Materialisation von Geist, so wie auch unsere Kleidung uns nicht nur wärmt und schützt, sondern immer auch ein Statement ist... Das neue Gebäude besteht aus viel grünem und blauem Glas und grauen Steinen. Darin sind einige sehr hohe, weiße Säulen, die zu einer Decke ragen, aus welcher hunderte kleiner und großer Lichter, wie ein Sternenhimmel leuchten.

 

 

Ein Eingang nutzt ein altes antikisiertes Sandsteinportal mit Statuen von Göttinnen und anderen schönen Frauen. Bei einem anderen Eingang stehen links und rechts mittelalterliche Fresken. Sie stammen aus dem Kreuzgang des Klosters, welches schon vor 500 Jahren zum Unigebäude umfunktioniert worden war. Das Audimax, unser nun allergrößter Hörsaal, ist sehr stilvoll mit Bänken aus hellem Holz und roten Polstern eingerichtet, alles wirkt sehr modern und kantig, ist aber auch recht gelungen.

 

 

 

 

 

 

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2012
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Rubrik: studium
Jan 5, 2012

Studentenleben live

Dresscode

Die kommende Woche wird für mich absolut aufregend, da wette ich mit euch! Und zwar geht es um mein Bewerbungsgespräch für das Praktikum im Februar. Vorbereitung ist die halbe Miete. Aus diesem Grund werde ich das Wochenende auch ausgiebig dazu nutzen, um mich gewissenhaft auf das Gespräch vorzubereiten. Außerdem werde ich mir noch einmal gründliche Gedanken dazu machen, wie ich mich kleidungsmäßig präsentieren möchte. Cremefarbene Seidenbluse, schwarzen Kurzblazer und gleichfarbige Buntfaltehose im Marlenestil oder doch lieber Bleistiftrock?

Witzigerweise las ich im Flugzeug von Manchester nach Hamburg einen Zeitungsartikel, der genau diese Frage beantwortet hat beziehungsweise näher beleuchtete. In den USA wurde nämlich diesbezüglich eine Untersuchung durchgeführt: Die Befragten sollten Frauen, die zum einen Hosenanzüge oder Kostüme trugen, hinsichtlich ihrer Eigenschaften einschätzen. Dabei wurden laut Umfrage überwiegend diejenigen Frauen als kompetenter, sympathischer und erfolgreicher sowie motivierter eingeschätzt, die eine besagte Rock-Blazer-Kombination trugen. Ich musste schmunzeln. Wieder einmal machen Kleider Leute. Gerade in einem Vorstellungsgespräch ist dies meiner Meinung nach besonders wichtig. Innerhalb weniger Sekunden wird man in eine Schublade gesteckt. Der erste Eindruck ist entscheidend. Mein wohlbedachtes vor dem Kleiderschrank Stehen und überlegen, was ich denn nun letztlich anziehe, ist also mehr als gerechtfertigt. Und wenn ich es mir recht überlege, dann geht meine Tendenz doch eher in Richtung Bleistiftrock.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 2, 2012