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Studentenleben live

Drei Semester — Halbzeitanalyse

Mit dem Wintersemester 2011/12 ist bei mir das dritte Semester erreicht – Zeit für eine Halbzeitanalyse. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Was war gut, was eher nicht nach meinem Geschmack? Ganz nach der bewährten „Sandwich-Methode“ für Feedbacks (das Schlechte in die Mitte zweier positiver Aussagen packen) wage ich mich an ein Zwischenfazit.

Nachdem ich mich am Anfang erstmal an den enormen Leseaufwand und die teilweise recht wissenschaftlich und hochgestochen formulierten Texte gewöhnen musste, setzte bei mir eine Art Routine im zweiten und dritten Semester ein, wenn es um das Analysieren von Texten ging. Hilfreich war hier mit Sicherheit auch das Einführungsseminar „Wissenschaftliches Arbeiten“, das in Potsdam verpflichtend ist. Allgemein muss ich sagen, dass die Vorbereitung und Einführung durch die Universität sehr gut war. Durch Tutorien in den ersten Uni-Wochen wurden wir „Erstis“ nicht etwa ins kalte Wasser geworfen, sondern behutsam in sämtliche Facetten der Uni-Bürokratie eingeweiht – dies wird nicht von allen Unis so gehandhabt.

Kritisch sehe ich allerdings die Art und Weise der Leistungsabfrage und bisweilen auch die Fülle an Veranstaltungen, die in der kurzen Zeit von nur drei Jahren absolviert werden müssen. Das schon oft bemühte Phänomen des „Bulimie-Lernens“ trat auch bei mir ein und führt mich zu der Frage, wie man diesen, ohne Frage notwendigen, Komplex der Leistungserfassung nachhaltiger und sinnvoller gestalten könnte. Außerdem muss man, wenn man in der Regelstudienzeit durchkommen möchte, eine Menge an Vorlesungen und Seminaren belegen, die meines Erachtens zu groß und in der Kürze der Zeit ebenfalls ohne die wünschenswerte Nachhaltigkeit ausfällt.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 29, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 29, 2012

Studentenleben live

Eins nach dem anderen

Yeah, ich starte endlich mein Praktikum in Hamburg in der Marketingabteilung eines bekannten deutschen Unternehmens. Ich muss sagen, dass mir dieses Praktikum wirklich gerade recht kommt. Besonders die Dauer, denn vier Monate Abwechslung – raus aus der Theorie und rein in die Praxis- kann ich echt gut gebrauchen. Ich möchte endlich selbst und live erleben, wie der Hase läuft. Und der Marketinghase wird sicherlich sehr viele Sprünge machen. Und egal wie weit oder wie hoch er auch springen muss: immer lächeln und darf niemals müde werden.

Müde darf ich auch bei meiner Wohnungssuche nicht werden. Ja, ich weiß es ja selbst: Ich bin spät dran. Schließlich klopft der Praktikumsbeginn schon sehr, sehr bald ans Türchen. Darum heißt es bei mir: Keine Zeit verlieren und immer schön Augen und Ohren offen halten.

Jeden Tag durchstöbere ich mehrmals zig Wohnungsbörsen. Ein nettes WG-Zimmer zur Zwischenmiete ist in Hamburg leider gar nicht so leicht zu finden. Aber da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, gebe ich nicht auf und glaube fest daran, rechtzeitig einen gemütlichen „Unterschlupf“ zu finden. Und so sagt es auch folgender Spruch: Wenn man nur fest genug an etwas glaubt, dann geht es auch in Erfüllung.

In dem Sinne: Glück auf!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 22, 2012

Studentenleben live

r = 0,86

r = 0,86? Ist das ein Schreibfehler? Oder ist da aus Versehen eine kryptische Codierung in die Überschrift gerutscht? Nein und nochmals nein – diese Vermutungen muss ich (leider) als falsch abtun. r = 0,86 beschreibt viel eher jenen Inhalt meines Gedächtnisses, der mich tage-, wenn nicht sogar wochenlang beinahe verrückt werden ließ: „Deskriptiv- und interferenzstatistische Modelle der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse“, wie es die humorlosen Initiatoren dieser Materie (auch Dozenten genannt) ganz nüchtern betiteln. Bei mir lief dieser Kurs eher unter dem, wie ich finde, auch sehr schönen Motto: „Hauptsache durchkommen“. Dass mir die Sinnhaftigkeit der Veranstaltung dabei über weite Strecken verborgen blieb, war diesem Vorhaben allerdings ebensowenig zuträglich wie der Ausfall von drei Vorlesungen in Folge.

Dies eiskalt und großzügig ignorierend, machte ich mich schließlich ans Lernen und stopfte mein Gehirn mit vielsagenden Phrasen („wenn r > +/- 0,6, dann liegt eine starke Korrelation vor“), schrägen Begriffen („Somers‘ D“ oder „Eta Quadrat“) und unzähligen Formeln („V = s/arithmetisches Mittel“) bis oben hin voll. Die Korrelation zwischen „Zeitaufwand fürs Lernen“ und „Kaffeetassen auf dem Schreibtisch“ steigerte sich dabei bis zu einem geschätzten Höchstwert von r = 0,86; zusätzlich wurde meine Alltagssprache zunehmend von Floskeln wie „diese Aussage erscheint mir aber nicht trennscharf genug“ unterwandert – es wurde also höchste Zeit für den Showdown, für den „Alles oder nichts“-Tag, für die Klausur!

Um es vorweg zu nehmen: Es lief überraschend gut! An meiner Einstellung zu dieser Veranstaltung wird das allerdings wenig ändern und ich bin froh, nur einen Statistik-Kurs absolvieren zu müssen. Ganz arme Teufel, z.B. Soziologie-Studenten, haben da gleich dreimal die Ehre. Meinen Glückwunsch!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 21, 2012