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Studentenleben live

"'Nen doppelten?"

Morgens, zu einer viel zu frühen Uhrzeit in Berlin: Die S-Bahn der Linie 7 schleicht langsam in den Bahnhof ein, entlässt einige Pendler aus ihren Fängen und sammelt neue, noch schlaftrunkene Gäste vom Bahnsteig ein. Das leichte Schaukeln der Bahn und die wohlige Wärme lassen mich schnell eindösen. Doch bevor ich in die wohlverdiente Fortsetzung einer viel zu kurzen Nacht starten kann, ertönt eine ganz und gar nicht entspannte Ansage aus den Lautsprechern: „Dieser Zug wird in Grunewald ausgetauscht! Bitte alle Fahrgäste aussteigen!“ Mein verschlafener Blick durch den Zug zerstört die letzte Hoffnung, dass dies doch bitte nur ein Traum sein kann, denn an der Haltestellte Berlin-Grunewald steigen tatsächlich alle aus dem Abteil aus. Suuuuper…

Die zweite S-Bahn fährt ein, statt zu sitzen muss ich nun stehen. Also versuche ich mich mit der Lektüre der Tageszeitung wachzuhalten, was angesichts der immer gleichen Schlagzeilen über unseren Bundespräsidenten eher mäßig erfolgreich ist. Nach einer weiteren Zwangspause in Berlin-Wannsee, wo die Bahn geschlagene fünf Minuten rumsteht, erlöst mich endlich das Erreichen der Haltestelle Griebnitzsee.

Im Strom der anderen Studenten lasse ich mich Richtung Hauptgebäude treiben und steuere zielsicher auf meine allmorgendliche Rettungsinsel zu: die Kaffeebar im Foyer. „‘Nen doppelten?“ fragt der Typ hinterm Tresen und grinst mich an. Ich ziehe für einen kurzen Moment in Erwägung einen dreifachen Espresso zu bestellen, nicke dann aber einfach und freue mich, dass wenigstens einer hier daran interessiert ist, den Morgen zu retten. Den Espresso in der Hand, mache ich mich auf den Weg zum Hörsaal und merke wie die Müdigkeit langsam von mir weicht. Der Tag kann beginnen!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 14, 2012

Studentenleben live

"Einmal Umzug, bitte!"

Oh ja, ihr lest richtig: Ich habe es endlich – mein erstes WG-Zimmer! Nach vielen missglückten Fehlversuchen habe ich endlich, endlich, endlich einmal Glück gehabt. Meine zukünftigen Mitbewohnerinnen haben sofort einen sympathischen Eindruck auf mich gemacht und so kam es auch, dass wir irgendwann während des Besichtigungstermins über Gott und die Welt und nicht (nur) über Miete und Co. gesprochen haben. Mein Zimmer ist auch echt klasse: Glücklicherweise kann ich es teilmöbliert übernehmen, sprich: Ein riesengroßes Bett erwartet mich ebenso wie ein riesengroßer Kleiderschrank. Um meine abertausend Kleidungsstücke muss ich mir also keine Sorgen machen.

Die WG liegt auch nur wenige Fußminuten von „meiner“ U-Bahnstation entfernt. Nach nur zwei Haltestationen bin ich auch schon am Ziel. Besser geht’s gar nicht!

Das Wohnviertel ist von zwei Parks umgeben, die ich mir bei Gelegenheit einmal genauer ansehen werde. Falls mich also die Lust auf Joggen oder allgemein ein wenig Grün packt, dann werde ich ganz einfach dort meine Runden drehen.

Auf jeden Fall muss ich jetzt ganz dringend aussortieren, was ich unbedingt mitnehmen muss und was erst einmal noch bei meinen Eltern bleiben kann. Davor graut mir ehrlich gesagt am meisten. Allein meine vielen Schubladen in meinen Kommoden stellen nämlich schon eine große Herausforderung dar.

Aber irgendwann muss ich ja anfangen – also los!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 12, 2012

Studentenleben live

Drei Semester — Halbzeitanalyse (Teil 2)

Nachdem ich im letzten Punkt aus dem ersten Teil meiner Halbzeitanalyse Kritik an der Leistungserfassung und der Fülle des Bachelorstudiums geübt habe, will ich abschließend wieder Positives zu Wort kommen lassen.

Was mir in den drei Semestern aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich Tages- oder Wochenzeitungen mit ganz anderen Augen lese. Ich hinterfrage die Themen in der Presse und analysiere sie mit dem im Studium erlernten Wissen: „Meint Theorie XY aus der Vorlesung nicht genau diesen Prozess in der Außenpolitik der USA?“ Ich denke, wenn so etwas durch das Studium erreicht wird, ist das äußerst positiv.

Des Weiteren muss ich (zum Glück) konstatieren, dass sich meine Befürchtung, wonach der zusätzliche Fokus auf das Fach „Verwaltung“ in Potsdam eher langweilig werden könnte, nicht bestätigt hat. Ich habe sogar ein Vertiefungsmodul in diesem Bereich belegt, das wirklich sehr praxisnah konzipiert war. Außerdem ist im Bereich der Verwaltungswissenschaften mit Dr. Werner Jann einer der deutschlandweit führenden Professoren in dieser Disziplin an der Potsdamer Universität angestellt, das spricht für sich.

Auch wenn es teilweise recht anstrengend und nervenaufreibend war – ich blicke mit einem guten Gefühl auf die ersten drei Semester zurück. Die Zeit verging unglaublich schnell und schon machen sich die nächsten Frage breit und verlangen nach Entscheidungen: Wie geht es nach dem Bachelor weiter? Legst du noch ein Auslandssemester ein? Und was ist überhaupt mit Praktika? Ihr seht, langweilig wird mir mit Sicherheit nicht!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 8, 2012