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Studentenleben live

Worte für die Ewigkeit

Mir sagte mal die Vorsicht: „Jedes, aber auch wirklich jedes, ach so kleine Wort, das du über das Internet kommunizierst, wird irgendwo dokumentiert und abgespeichert. Für immer.“ Was habe ich also getan? Nichts. Oder besser gesagt: Dasselbe, was ich bis dahin auch immer getan hatte, und das ist sehr wohl kommunikativ im Internet unterwegs sein. Sei es in Social Networks oder sonst wie. Ich brauche das einfach. Kommunikation. Worte. Texten. Das war schon immer so. Während früher alles ausschließlich auf Papier ablief, wird heute so ziemlich jede Textform digitalisiert und auf entsprechendem Wege verbreitet. Wie zum Beispiel Newsletter. Die Idee, die dahinter steckt, ist auch durchaus logisch und sinnvoll: Auf schnellstem Wege eine möglichst große Gruppe an Menschen ansprechen. Das ist es schließlich, was der Mensch von heute erwartet. Er möchte überall und zu jeder Zeit über alles und jeden Informationen abrufen und sammeln können – wie durch einen Newsletter. Der Newsletter ist meiner Meinung nach in seiner Basis ein Brief wie wir ihn aus alten Zeiten kennen – bloß nach einem digitalen Make-over. Also im Prinzip „ganz der alte“. Jetzt ist es eben nicht der Postbote, sondern dein E-Mail-Account, der dich mit einem netten „Post für Sie“ begrüßt. Bei meinem letzten Login war mein Grinsen gleich doppelt so breit, denn ich hatte meinen ersten eigenen Newsletter, den ich im Rahmen meines Praktikums verfasst habe, in meinem Posteingang liegen. Was für ein tolles Gefühl! Ich habe gleich (und das ist kein Scherz) all meine Freunde und meine Familie angerufen, um ihnen zu sagen, dass sie doch bitte einmal den entsprechenden Link besuchen sollen. „Und das hast alles du ganz allein geschrieben?“ Ich musste lachen. Was für eine Frage – ich bin doch nicht die nächste „Miss Copy and Paste“!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 2, 2012

Studentenleben live

Panta rhei

Panke, Donau, Dreisam... diese drei Flüsse münden nicht ineinander und trotzdem zeigen sie die drei Stationen meines Lebens. Ausformuliert und ohne Bildersprache soll das heißen, dass ich in Berlin Pankow geboren wurde – ja, Berliner nennen immer ihren Bezirk mit, das ist wahrer Lokalpatriotismus – dort auch mein Abitur gemacht habe, um dann nach Novi Sad (Donau) zu gehen. Sagt euch nichts? Das macht nichts. Novi Sad ist die zweitgrößte Stadt der relativ jungen Republik Serbien. Berühmt für seine schöne Altstadt, die mit etwas Phantasie der von Prag und Dresden ähnelt, und dem jährlich stattfindenden Musikfestival „Exit“ – das größte in der Balkanregion. Ich habe dort im linksalternativen Jugend- und Kulturzentrum Crna Kuæa (zu Deutsch: schwarzes Haus) gearbeitet. Mit meinen Kollegen habe ich Filmabende, Jonglierworkshops, einen Austausch mit Potsdamer Jugendlichen zum Thema Medienmanipulation organisiert und eine Volksküche eingerichtet.

Danach war für mich klar, dass ich wieder nach Deutschland gehen würde, um zu studieren. So komisch es auch klingt, ich habe mich danach gesehnt, wieder mit meinem Kopf zu arbeiten. Irgendetwas zu analysieren und zu interpretieren. Ich entschied mich zur Überraschung vieler Menschen, die mir nahe stehen, für ein Jurastudium in Freiburg (Dreisam). Je mehr man sich mit den Ungerechtigkeiten beschäftigt, die auf der Welt tagtäglich geschehen, um so mehr wünscht man sich vielleicht wirksam gegen sie vorgehen zu können. Und wo kann man das besser, als in der Position einer Richterin? Oder als Anwältin für Menschenrechte? Dieser Traum bewegt viele zum Jurastudium, lässt einen aber auch erstmal auf Granit beißen. Am Bürgerlichen Recht (Kaufverträge, Aktiengesellschaften etc.) kommt niemand vorbei. Auch nicht am Strafrecht (Mord, Totschlag, Körperverletzung). Und erst recht nicht am starren und unfairen Studiensystem, das keiner ändert, getreu dem Motto: Jura ist ein schweres Studium, da muss man halt durch.

Ich wollte da dann nach eineinhalb Semestern doch nicht mehr durch und habe mich entschieden, das zu studieren, was ich eigentlich seit der neunten Klasse machen wollte: Latein und (Alt-)Griechisch. Warum ich es dann nicht gleich gemacht hab? Vielleicht mag ich keine mit dem Lineal durchgezogenen Lebensläufe. Die klassische Philologie studiere ich nun also und bin jetzt im vierten Hochschulsemester, aber zweiten Fachsemester, wie es im Bürokratendeutsch heißt. Mein Ziel ist es, später Schüler für diese Fächer zu begeistern und ihnen zu erklären, dass man auch Sprachen lernen sollte, die man nicht mehr spricht. Oder an der Uni zu bleiben und zu forschen. In Freiburg bin ich geblieben, weil mir die Stadt und die Menschen hier ans Herz gewachsen sind. Natürlich ist die Stadt klein, im Vergleich zu Berlin. Viele Nichtberliner wundern sich, wie man aus der „coolsten“ Stadt Deutschlands wegziehen kann. Aber ich sage: Nach 19 Jahren ist es erstmal gut. Und hinfahren kann man ja trotzdem in den Ferien. Auch im kleinen, feinen Freiburg gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Davon und von vielem mehr möchte ich euch in den nachfolgenden Blogeinträgen erzählen.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Apr 26, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Apr 26, 2012

Studentenleben live

Alles interantional

Ja, zugegebenermaßen ist Dänemark als Gastland während meines Auslandssemesters nicht gerade weit von meinem Heimatland entfernt. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, dass es bei der Länderwahl auf die größtmögliche Entfernung ankommt. Entscheidend ist vielmehr, wie international die Gastuniversität ausgerichtet ist. Und auf die „Syddansk Universtitet“ trifft definitiv die Beschreibung „echt international“ zu.

In meinen Vorlesungen sitzen Studierende aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt. Der Anteil an ausländischen Studenten ist hier weit höher als der der dänischen Studierenden. Dies macht die Vorlesungen besonders interessant, da so die unterschiedlichsten Perspektiven der verschiedenen Kulturen in die Diskussionen mit einfließen. Vorlesungen werden generell auf Englisch gehalten und auch zwischen den Veranstaltungen werden die Gespräche unter den Studenten zumeist auf Englisch geführt. Englisch ist hier die gemeinsame Sprache.

Für die nächste Woche stehen für mich zwei Präsentationen an und ich freue mich schon sehr auf die Kritiken und Anregungen der anderen Studierenden – denn wie könnte man mehr lernen, als wenn Studierende mit dem Wissen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt anwesend sind?

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Apr 23, 2012
Autor: Janine
Rubrik: studium
Apr 23, 2012