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Studentenleben live

"Zurückfüttern" ?

… oder einfach die gebräuchlichere Bezeichnung „Feedback“. Sobald ein solches Gespräch, sei es mit dem Prof, dem Chef, dem Gruppen- oder dem Abteilungsleiter, bevorsteht, mag es bei so manch einem von uns ganz unterschiedliche – nennen wir es mal – „Symptome“ auslösen: Kribbeln, Gänsehaut, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit oder aber verstärkter Heißhunger, kalte Hände – kurz gesagt: einfach alles, was die Nervositätskiste so zu bieten hat. Mir stand erst vor einigen Tagen ein solches Gespräch bevor. Es ging um mein Zwischenfeedback zum Praktikum. Die „Vorwarnung“ kam mündlich. Per Outlook erfolgte dann schließlich die offizielle Einladung. So fand ich mich also mit meiner Vorgesetzten in einem sonnendurchfluteten Büro wieder – ein Zeichen? Omen hin oder her: Ich bekam tatsächlich nur Positives zu hören! Ich hatte meine Fähigkeiten eindeutig unter Beweis stellen können: konzeptionelles und ökonomisches Denken, Eigenmotivation und -engagement, Effektivität, Weitblick… Auch die anderen Kollegen hätten ihre Begeisterung und Zufriedenheit geäußert. Was mich jedoch am meisten freute, war das Lob zu meiner Textpassion: Mir hatte schon während meines Praktikums zwischendurch immer mal wieder die Bezeichnung „wahres Texttalent“ die Röte ins Gesicht schießen lassen. Jetzt zum Ende noch einmal die auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung zu hören, die auch interkollegiale Äußerungen enthielt, war mindestens genauso toll wie warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern. Waaahnsinn! Das, was ich mir schon als kleines Kind erträumt habe, nämlich meine selbst getexteten Formulierungen in der Öffentlichkeit publik zu machen, nimmt nun endlich nach und nach Gestalt an. Es ist das, wozu ich berufen bin – ich wusste es!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 20, 2012

Studentenleben live

Und wieder einmal regnet es Anmeldefristen?

Manchmal frage ich mich wirklich, wie es einige Leute schaffen, ohne einen Terminkalender durchs Leben zu schlendern. Ich wäre sicherlich schon an die hundert Male im Terminmeer von Bord gefallen. Obwohl ich mich jetzt nicht als den kleinkariertesten Menschen der Welt bezeichnen würde, pflege ich dennoch eine organisatorische Ordnung. Vor allem im hektischen Marketingalltag hat sich mein penibel geführter Terminkalender als äußerst sinnvoll erwiesen. Die Termine kommen und gehen, wann sie wollen. Und ständig ist noch irgendwo Platz oder Zeit einen neuen Termin dazwischen zu quetschen oder einen anderen vorzuziehen. Wie soll man da noch – RECHTZEITIG – den Überblick behalten? Von den beruflichen Terminen einmal ganz abgesehen, gibt es ja noch jede Menge anderer Deadlines, die im Rahmen meines Studiums eingehalten werden müssen: Ende Mai endete mein Praktikum. Innerhalb der darauffolgenden drei Wochen muss ich den Praktikumsbericht abgeben. Erst dann kann ich mich beim Prüfungsamt für die Bachelor-Thesis anmelden bzw. mein Thema einreichen. Sobald dies geschehen ist, beginnt ein Countdown von acht Wochen zu ticken. Folglich wird die Abgabe meiner Thesis im August stattfinden. Zehn bis vierzehn Tage später heißt es „Willkommen zum Colloquium“ und fertig ist der Bachelor – wenn denn alles so läuft, wie ich es mir wünsche und erhoffe. Ich darf bloß um Himmels Willen auf GAR KEINEN Fall die Bewerbungsfrist für mein anschließendes Masterstudium verpassen: Die endet nämlich am 15. Juli. Jedenfalls die für meinen Favoriten. Da ist es doch gut, dass ich zu der Sorte Mensch gehöre, die sogar mit bunten Farben und Textmarkern ihren Terminkalender aufhübscht…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 7, 2012

Studentenleben live

Schnitzel, Pommes, Soja

Egal, mit wem man in die Mensa geht, spätestens bei der Essensausgabe kommt man auf das Thema Vegetarismus zu sprechen. "Wie hältst du es mit dem Fleisch?" scheint die neue Gretchenfrage zu sein. Und jeder hat seine eigene, manchmal etwas komplizierte Antwort: Von „Immer-Fleischesser", „Nur-Weißes-Fleischesser", „Nur-Fischesser", „Kein-Fleischesser" und „Keine-tierischen-Produkte-Esser" bis zu „Was-die-anderen-so-essen-Esser".

Welche der Entwürfe nun übertrieben oder gar inkonsequent sind, das ist dann der Streitpunkt. Fleisch essen? Hast du noch nie was von Massentierhaltung und Klimabilanz gehört? Nur Fisch? Sind Fische denn keine Tiere? Eier? Das hätten doch auch Hühner werden können. Milch? Du unterstützt die Misshandlung der Tiere! Honig? Auch das ist ein tierisches Produkt! Und warum hast du überhaupt Lederschuhe an? War das etwa kein Tier?

Man muss nur lange genug warten, dann kommt das Extrembeispiel, die Fructarier, ins Spiel. Das sind Menschen, die angeblich kein Gemüse essen, sondern nur Obst, das ohne Fremdeinwirkung vom Baum gefallen ist. Ohne also den Baum zu verletzen. Ob es diese Bewegung wirklich gibt, ist mir schleierhaft, getroffen habe ich noch keinen, aber bekanntlich gibt es ja nichts, was es nicht gibt.

Große Debatten löst im Studentenleben allsemesterlich der Veggieday aus. Mit der Initiative „Donnerstag ist Veggie-Tag" wollen mehrere Verbände auf die Folgen des maßlosen Fleischkonsums aufmerksam machen und zeigen, dass man ohne Fleisch auch satt werden kann. Das Studentenwerk Freiburg hat sich (neben vielen anderen Unis) dazu entschieden, an einem Donnerstag im Semester nur fleischloses Essen anzubieten. Wohlgemerkt: ein Tag im Semester. Und trotzdem sind die Aufschreie nicht zu überhören. Von Diskriminierung der Fleischesser ist die Rede (als könnten Fleischesser kein Gemüse essen), manchmal sogar von der Einschränkung der Grundrechte. So warb der RCDS (Ring christlich-demokratischer Studenten) bei den letzten Uniwahlen für die Abschaffung des „Veggidays" mit dem Slogan „Fleisch statt Sozialismus". Angespielt wurde dabei auf die Parole der CDU bei den Bundestagswahlen 1976: "Freiheit statt Sozialismus". Ich hoffe, dass ihnen diese Aktion im Nachhinein peinlich war.

Der AK „Veganes Essen" kämpft derzeit, wie der Name erahnen lässt, für ein veganes Gericht täglich. Wenn jemand diskriminiert wird in der Mensa, dann wohl wirklich Veganer, für die es im Moment außer der Salatbar gar kein Angebot gibt.

Wer auch immer sich durchsetzen wird, die Frage „Wie hältst du es mit dem Fleisch?" bleibt brisant.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jun 5, 2012