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Studentenleben live

"Schön war's!"

Es ist wirklich wahr. Die vier Monate meines Praktikums sind tatsächlich vorbei. Richtig realisiert habe ich es aber noch nicht. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, jeden Morgen in der Bahn schon auf meine Kollegen zu treffen und gemeinsam mit ihnen zur Arbeit zu fahren. Im Büro ging es dann je nach Laune zuerst zur Tee- beziehungsweise Kaffeemaschine. In der Zwischenzeit wurden die Rechner hochgefahren. Wieder zurück am Platz ging es los: Newsletter erstellen, Mailings verfassen, Messeplanung, Projektarbeit und was sonst noch so auf der To-do-Liste stand. Die Mittagspause verbrachten wir bei gutem Wetter natürlich vorzugsweise draußen in der Sonne und gönnten uns als Nachtisch gern mal ein Eis. Aber auch außerhalb der Arbeitszeiten trafen wir uns: Aus bloßen Kollegenverhältnissen sind Freundschaften entstanden. Aus diesem Grund bin ich an meinem letzten Tag auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. All die vielen Dinge, die ich lernen durfte und diese vielen schönen Momente, die man zusammen verbrachte, wie zum Beispiel als „Business-Jetter“ im bezaubernden Moselraum – ich denke wirklich gerne an meine Zeit hier in Hamburg zurück.

Als mir meine Kollegen einen pompösen Blumenstrauß in meinen Lieblingsfarben und einen edlen Kugelschreiber überreichten, musste ich mich schon ein wenig zusammenreißen, nicht emotional zu werden. Dennoch blieben glasige Augen bei den herzlichen Umarmungen nicht aus. Sie wünschten mir alles Gute für mein geplantes Masterstudium und luden mich ein, jederzeit vorbei zu kommen, wenn ich wieder mal in Hamburg bin.

Immer wieder gerne! Schön war’s bei euch und wie sagt man so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben und wer weiß, vielleicht komme ich ja eines Tages als fest angestellte Mitarbeiterin wieder…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 27, 2012

Studentenleben live

Die Uniwahlen stehen vor der Tür

Wahlen sind das wichtigste Mittel der Bürger einer Demokratie ihre Meinung zu sagen und wirklich Einfluss auszuüben. Jeder weiß es, und dennoch gibt es bei jeder Wahl unzählige Menschen, die den Weg zum Wahllokal nicht antreten und auch keine Briefwahl beantragen.

Wer bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent auf Bundesebene vielleicht schon entsetzt ist, der sollte mal einen Blick auf die Unis werfen. Mit 16 Prozent Wahlbeteiligung steht die Uni Freiburg noch gut da. 16 Prozent? Das ist doch gar nichts! Warum genau das so ist, kann ich natürlich nicht beantworten. Es könnte aber daran liegen, dass das System schwierig zu verstehen ist und viele Studierende schlicht und einfach nicht wissen, wen sie wählen sollen beziehungsweise welche Meinung sie damit unterstützen.

Vereinfacht kann man sagen, dass in Freiburg zwei Wahlen auf einmal ablaufen. Die Senats- und AStA-Wahlen und die Fakultätsratswahlen. Hmm...vielleicht noch einmal etwas genauer.

Der Senat ist das höchste Gremium in der Unihierarchie. Vier von 38 Mitgliedern werden von der faktisch größten Gruppe, nämlich von den Studierenden, gestellt. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) wird von den vier Senatoren und elf weiteren gewählten Studierenden gestellt. Hier werben vor allem die politischen Hochschulgruppen um die Stimmen.

Wie das System dann weiter funktioniert, ist an den verschiedenen Unis unterschiedlich.

Der Fakultätsrat (der Kürze halber FakRat genannt, auch wenn mancher da vielleicht andere Assoziationen hat) ist das höchste Gremium der einzelnen Fakultäten. Zur Philologischen Fakultät gehören zum Beispiel alle Sprachen. Das heißt in Freiburg konkret: Anglistik, Romanistik, Germanistik, Skandinavistik, Slawistik und die Klassische Philologie. Aus diesen einzelnen Instituten werden fünf bis sechs Studierende entsandt, je nach Fakultät. Wie viele Professoren, Menschen aus dem akademischen Mittelbau und aus Verwaltung und Technik vertreten sind, variiert. Auch hier sind die Studierenden aber deutlich in der Minderheit. Trotzdem ist es wichtig, dass Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen gefällt werden und die Studierenden ihre Meinung einbringen können. Beschlossen werden dort zum Beispiel Prüfungsordnungen (welche Kurse muss ich wann belegt haben und bestehen) oder neue Professuren etc.

Das klingt jetzt alles etwas theoretisch, aber sich einmal in das System einzuarbeiten, lohnt sich wirklich. Schließlich sollte man wissen, wer bestimmt, was man am Ende leider selbst auszubaden hat. Außerdem kann man dann auch die vielen kleinen Skandälchen und Scherze am Rande verstehen. Die Philologische Fakultät hat in diesem Jahr zum Beispiel vergessen, eine Liste der Kandidaten einzureichen. Was passiert also? Es wird leere Wahlzettel geben, auf die die Wählerinnen und Wähler die Namen der Kandidierenden aufschreiben können. Natürlich könnten sie so auch Hans Wurst und Rotkäppchen Wolf zu ihren Kandidaten machen. Das Risiko muss man in Kauf nehmen.

Mancher fragt sich vielleicht, warum die Liste nicht einfach nachgereicht wurde, schließlich ist es ja nur eine Uniwahl und keine zum Bundestag. Zwei Studierende brachten es soweit die letzten Uniwahlen anzufechten und damit ihre Alma Mater zu verklagen. Nun ist glaube ich auch klar, dass bei laufenden Verfahren keine Unregelmäßigkeit passieren darf. Also auch keine nachgereichten Listen. Gewählt wird am 3. Juli. Man darf gespannt sein. Auch wenn sich die Wahlergebnisse der letzten Jahre nicht großartig unterscheiden. Überraschungen kann es immer geben.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jun 26, 2012

Studentenleben live

"Zurückfüttern" ?

… oder einfach die gebräuchlichere Bezeichnung „Feedback“. Sobald ein solches Gespräch, sei es mit dem Prof, dem Chef, dem Gruppen- oder dem Abteilungsleiter, bevorsteht, mag es bei so manch einem von uns ganz unterschiedliche – nennen wir es mal – „Symptome“ auslösen: Kribbeln, Gänsehaut, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit oder aber verstärkter Heißhunger, kalte Hände – kurz gesagt: einfach alles, was die Nervositätskiste so zu bieten hat. Mir stand erst vor einigen Tagen ein solches Gespräch bevor. Es ging um mein Zwischenfeedback zum Praktikum. Die „Vorwarnung“ kam mündlich. Per Outlook erfolgte dann schließlich die offizielle Einladung. So fand ich mich also mit meiner Vorgesetzten in einem sonnendurchfluteten Büro wieder – ein Zeichen? Omen hin oder her: Ich bekam tatsächlich nur Positives zu hören! Ich hatte meine Fähigkeiten eindeutig unter Beweis stellen können: konzeptionelles und ökonomisches Denken, Eigenmotivation und -engagement, Effektivität, Weitblick… Auch die anderen Kollegen hätten ihre Begeisterung und Zufriedenheit geäußert. Was mich jedoch am meisten freute, war das Lob zu meiner Textpassion: Mir hatte schon während meines Praktikums zwischendurch immer mal wieder die Bezeichnung „wahres Texttalent“ die Röte ins Gesicht schießen lassen. Jetzt zum Ende noch einmal die auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung zu hören, die auch interkollegiale Äußerungen enthielt, war mindestens genauso toll wie warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern. Waaahnsinn! Das, was ich mir schon als kleines Kind erträumt habe, nämlich meine selbst getexteten Formulierungen in der Öffentlichkeit publik zu machen, nimmt nun endlich nach und nach Gestalt an. Es ist das, wozu ich berufen bin – ich wusste es!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 20, 2012