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Studentenleben live

Exzellent oder nicht exzellent, das ist hier die Frage

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

24.07.2012

„Exzellent" kommt vom lateinischen „excellere“ (hervorheben, auszeichnen). Mit der Herkunft eines Wortes fängt bekanntermaßen jeder seriöse Artikel an. Deshalb mache ich das hier auch so.

Was das für das Unileben zu bedeuten hat? Ganz einfach: Manche Unis sind exzellent, manche nicht und manche waren es mal. Und das kam so: 2005 startete die Bundesregierung erstmals ein Förderprogramm für ganz besonders tolle Hochschulen, die Exzellenzinitiative. Einige Unis in Deutschland bekamen nun also den Titel „Elite-Uni" und vor allem: viel Geld für die Forschung.

Darunter war auch die Universität Freiburg. Froh über den Geldsegen wurde das FRIAS gegründet (Freiburg Institute for Advanced Studies). Und was ist das? Das wissen auch die meisten Studis hier nicht so genau. Es ist ein kleines Institut mit fünf Schulen: School of History, Language, Literature, Life Sciences und Soft Matter Research. Die Professoren können dort ganz unter forschen. Was der Vorteil für die Studis ist? Angeblich viele interessante Vorträge (für die nicht geworben wird und für die man sich zum Teil anmelden muss). De facto sehen die meisten aber nichts vom FRIAS. Viele Profs gingen nämlich lieber dorthin und mussten durch Vertretungen ersetzt werden.

All diese Debatten kamen noch mal hoch, als Freiburg seinen Exzellenzstatus verlor. Das war am 15. Juni diesen Jahres. Die Enttäuschung auf Seiten der Professoren war groß. Was wird sich nun ändern für die Studis (außer dass man sich nicht mehr als Studierender einer Elite-Uni vorstellen kann)? Laut einer E-Mail, die unser Prorektor an alle verschickte: nichts. „Als Prorektor für Studium und Lehre an der Universität Freiburg versichere ich Ihnen, dass die Entscheidungen für die dritte Phase der Exzellenzinitiative nicht zu Lasten des Bereichs Studium und Lehre gehen werden".

Ob das stimmt, wird sich zeigen. Wenn ja, dann ist wohl exzellent oder nicht exzellent doch keine Frage.

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