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Studentenleben live

Business as usual? Von wegen!

Es mag Jobs geben, bei denen jeder Arbeitstag nach dem gleichen Muster abläuft. Aufstehen, müde ins Büro taumeln, den PC hochfahren und tippen bis zum Feierabend. „Business as usual“ oder einfach: Monotonie und Langeweile auf ganzer Strecke. Glücklicherweise fällt ein Praktikum beim Radio nicht in diese Kategorie. Aufzustehen und nicht zu wissen, was heute alles passiert – das macht den Reiz dieses Jobs aus. Überraschende Pressekonferenzen oder unerwartete Politiker-Rücktritte können das geplante Programm von einer Minute auf die andere ganz schön durcheinander wirbeln. Das kann stressig sein, aber letztendlich ist genau das der Riesenvorteil des Mediums Radio. Auf aktuelle Geschehnisse schnell zu reagieren, das laufende Programm für Eilmeldungen zu unterbrechen und somit immer nah dran zu sein, ist eine unschlagbare Waffe im Vergleich z.B. zu Tageszeitungen. Diese Aktualität bestimmte auch mein Praktikum und verwandelte jeden Arbeitstag in eine Wundertüte.

Diese erfreuliche (Zwischen-)Bilanz liegt aber auch ganz stark an der Art und Weise, wie ich in die Arbeit der Redaktion eingebunden wurde. Schon nach ein paar Tagen auf Pressekonferenzen geschickt zu werden und somit die Verantwortung für Beiträge in den Nachrichten und dem normalen Programm zu haben, zeugt von Vertrauen und dem Willen, den Praktikanten als vollwertiges Mitglied der Redaktion zu behandeln. Gleichzeitig hat es einen weiteren Vorteil: Langeweile gibt es keine!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Sep 6, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Sep 6, 2012

Studentenleben live

Planänderung

Leider habe ich keine Zusage für einen Masterstudienplatz erhalten. Ich sollte vielleicht besser hinzufügen, dass ich mir auch nur drei Unis ausgepickt hatte, an denen ich unbedingt studieren wollte. Alles andere hätte ich als bloße Zeitverschwendung betrachtet. Denn was nützt es mir, wenn ich zwar weiterhin studiere, aber einen Studiengang absolviere, der mich eigentlich nicht im Geringsten interessiert beziehungsweise mich meinem beruflichen Ziel nicht sonderlich näher führt? Aus diesem Grund hatte ich mir im Voraus nur Studiengänge herausgesucht, hinter denen ich wirklich zu 100 Prozent stehe. Leider waren es in Deutschland sehr begehrte Studienplätze mit sehr hohen Anforderungen. Die größte Erschütterung bereitete mir meine Wunsch-Uni in Berlin: Den NC von 1,5 hätte ich zwar unterbieten können, doch leider konnte ich im Vergleich zu den übrigen Bewerbern keine Wartesemester aufweisen, weshalb ich auf der Zulassungsliste weiter nach hinten rutschte und somit nicht mehr unter die Top 40 fiel.

Dies war der Zeitpunkt, um mit Plan B zu starten: Ich werde es zum nächsten Bewerbungstermin ein zweites Mal versuchen. Bis dahin habe auch ich zwei Wartesemester ansammeln können, die mich in Verbindung mit meiner Bachelornote endlich zum Erfolg führen dürften. Das eine Jahr, das ich bis dahin überbrücken muss, werde ich nutzen, um ein wenig mehr Berufserfahrung zu sammeln. Ich bewerbe mich also zum 1. Oktober auf einen Marketing-Job in einem Berliner Unternehmen. Außerdem möchte ich den TOEFL-Test machen, um auf diese Weise meine Qualifikationen weiter auszubauen. Die Welt dreht sich also immer noch weiter: Manchmal muss man eben einen kleinen Umweg machen, um an sein Ziel zu kommen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 31, 2012

Studentenleben live

Nazis gibt's nur im Osten?

Seit mehreren Wochen gibt es in der Uni nur ein Gesprächsthema: Die Nazi-Studentin. Die Autonome Antifa Freiburg hatte Mitte Juli eine Studentin geoutet, die in mehreren rechten Gruppierungen aktiv ist und rassistische, homophobe, antisemitische und einfach menschenverachtende Kommentare in einem Forum gepostet hatte. Außerdem drohte sie damit, gewalttätig zu werden. Auf der Seite linksunten.indymedia wurden Bilder von ihr zum Beispiel auf Nazi-Demos veröffentlicht, aber auch Bilder von ihrem Haus und ihrem Klingelschild.

Wie soll die Studierendenvertretung jetzt aber reagieren? Was soll man als einzelner machen, wenn man mit ihr zum Beispiel ein Seminar besucht? Soll man von der Unileitung ihre Exmatrikulation fordern? Dagegen steht, dass man natürlich niemanden wegen seiner politischen Überzeugung von der Uni ausschließen darf (Gott sei Dank!), die Frage ist aber, ob ein freies und offenes Diskutieren im Kurs möglich ist, wenn man weiß, dass man eine gewaltbereite Neonazistin neben sich sitzen hat. Die Studierendenschaft hat es leider noch nicht geschafft, eine Erklärung herauszugeben, mit der alle zufrieden sind. Einige möchten überhaupt keine Erklärung veröffentlichen, weil man ja niemals die Meinung aller berücksichtigen kann. Das stimmt natürlich, aber jeder Studi hat theoretisch die Möglichkeit, sich einzubringen (was vielfach ja auch geschieht). Und es wir ja nicht diktatorisch irgendein Pamphlet verfasst, sondern verschiedene Entwürfe diskutiert.

Ein anderer großer Streitpunkt war die Frage, ob man in die Erklärung mitaufnimmt, dass man das Vorgehen der Antifa nicht korrekt findet. Schließlich kann es meiner Meinung nach nicht richtig sein, Menschen im Internet mit Namen, Adresse und Bild zu outen. Es erinnert mich fatal an mittelalterliche Pranger, die auf dem Dorfplatz aufgestellt wurden, um Menschen daran bloßzustellen.

Es wird nächstes Semester sicherlich Veranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus geben, und vielleicht wird es auch gelingen, mit der Betroffenen selbst ins Gespräch zu kommen. Leider war das bis jetzt noch nicht möglich, da sie sich nicht äußern wollte. Vielleicht wird sie auch zum nächsten Semester die Uni wechseln, wer weiß das schon. Sicher ist aber, dass alle, die geglaubt haben, Nazis gibt's nur im Osten, eines Besseren belehrt wurden.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Aug 29, 2012