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Studentenleben live

Einsam an der Dreisam versus Leben in der Bude

Angekommen bin ich mit einem Backpackerrucksack und einem Koffer, (fast) völlig frei von Eigentum und Verantwortung, dafür voller Erwartungen. Jetzt brauche ich schon mehrere Tage, um all den Kram, der sich in zwei Jahren angesammelt hat, einzupacken. Es tut gut, mal wieder auszumisten. Die ganzen Klamotten, die ich vielleicht ein- oder zweimal an hatte, oder die schon so kaputt sind, sodass weder Nähmaschine noch Bügelbild helfen. Oder meine Sammlung an Dingen, die man vielleicht mal gebrauchen könnte, dann aber doch nie gebraucht wurden: Stoffreste, Alufolie, Schlüsselbänder … Gut, dass es in Freiburg drei Umsonstläden gibt. Dort kann man zum Beispiel Kleidung, Geschirr, Bücher und elektronische Geräte hinbringen und eintauschen. Das soll ein Zeichen setzen gegen das Kaufen und Ansammeln von Dingen, die man selbst eigentlich nicht braucht, andere dafür vielleicht umso mehr. Der größte Umsonstladen aber ist mein Wohnheim selbst. Am Abend habe ich ein bisschen Geschirr und ein paar Bücher in den Flur gestellt mit einem Zettel dran „zu verschenken“. Am nächsten Morgen war schon alles weg. Ich hoffe, dass die Dinge würdige neue Besitzer gefunden haben und nicht einfach vom Hausmeister entsorgt wurden.

Ende September werde ich also aus meinem Einzelappartement in eine WG ziehen. Viele vollziehen diesen Schritt eher anders herum, weil sie ewige Streitereien um den Müll oder die Sauberkeit im Bad leid sind. Aber ich wollte nach meinem Auslandsjahr unbedingt in eine WG ziehen. Leider hat mir der Freiburger Wohnungsmarkt zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allein zu wohnen kann aber doch sehr einsam sein. Und meine Theorie ist, dass man irgendwie verroht, wenn man sich die Dinge mit niemandem teilen muss. Und dazu noch leicht bekloppt wird und anfängt mit sich selbst zu reden. Daher freue ich mich auf das etwas geselligere WG-Leben mit gemeinsamen Kochabenden und vielleicht sogar auch ein bisschen auf unabgespültes Geschirr in der Küche. Hauptsache Leben in der Bude.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Sep 18, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Sep 18, 2012

Studentenleben live

Die Premiere

Die ersten Tage beim Praktikum waren geprägt von Premieren: der erste geschnittene Ton, die erste Pressekonferenz oder das erste Telefoninterview. Die Krönung folgte dann in der zweiten Woche: der erste selbst verfasste Beitrag, der im laufenden Programm lief.

Dabei liegt die Schwierigkeit beim Schreiben der Beiträge fürs Radio darin, sämtliche Formulierungen der schriftlichen Sprache hinten anzustellen und so zu verfassen, wie man spricht. Der Text muss flüssig klingen und soll den Hörer nicht mit sperrigen Phrasen oder Fremdwörtern langweilen.

Ein weiteres Kriterium für einen hörenswerten Beitrag ist die Machart des „Teasers“. Dieser kleine Bruder des finalen Beitrags ist mindestens genauso wichtig, wie der letztendlich verfasste Text. Er soll den Hörer über die Werbung oder die nächsten zwei, drei Songs beim Sender halten und kündigt in aller Kürze an, worum es in dem Beitrag (der dann zum Beispiel eine Viertelstunde später läuft) gehen wird. Das A und O dabei ist es, eine gewisse Spannung zu aufzubauen, damit der Hörer Lust auf den Beitrag bekommt und dranbleibt. Ein anderer Baustein ist dann noch der Einstieg in den wirklichen Beitrag. Der sollte ebenfalls Spannung wecken beziehungsweise auf eine gewisse Weise interessant sein und neue Details präsentieren, die der Hörer so noch nicht kannte.

Ihr seht schon: So einfach ist es also nicht, aber ich schlug mich bei meinem ersten Beitrag (laut den anderen Redakteuren) sehr gut und als mein geschriebener Text dann von den Moderatoren im laufenden Programm in die Studio-Mikros gesprochen wurde, war ich natürlich stolz wie Oskar. Die nächste Premiere war gelungen, so konnte es weiter gehen!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Sep 13, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Sep 13, 2012

Studentenleben live

Für Mädchen - Rosa mit Glitzer

Wenn Dinge, die man aus der Kindheit kennt, sich ändern, ist die Empörung bei den Menschen meistens groß. Ihr erinnert euch sicher an den Ärger über das neue Krümelmonster, das jetzt grün ist, Möhren frisst und Veggie-Monster heißt. Oder an das neue Kinderschokoladenkind, das sofort ausgebuht wurde. Ich stieß letztens auf das neuste Produkt von Ferrero: das Überraschungsei für Mädchen. Mit dem Werbespruch „Ei love Rosa!" wird es beworben. Meine erste Reaktion war die gleiche wie beim Kinderschokoladenkind: Warum muss es etwas Neues geben, wenn das Alte doch auch gut war? Doch spätestens am nächsten Tag, als auf das Plakat „Hate Sexism" gesprüht worden war, verstand ich, dass die Ablehnung noch tiefere Gründe hatte. War das alte Ü-Ei etwa nicht „weiblich" genug? Nur, weil man manchmal auch ein Auto bekam? Und warum muss für Mädchen (und auch für Frauen) eigentlich immer alles rosa sein? Der Trend geht ja schon lange dahin, nicht erst seit Prinzessin Lillifee. Es gibt die schlimmsten Dinge für Frauen, wie zum Beispiel rosa Werkzeug.

Nach ein bisschen Recherche fand ich heraus, dass in dem Mädchen-Ei vor allem „weibliches" Spielzeug ist und es weniger zum zusammenbasteln gibt. Ach so, Mädchen mögen nur Glitzerschmuck und Feenfiguren? Die neuen Winx-Feen nämlich, die sich in den Eiern verstecken sind ein Musterbeispiel dafür, was kleinen Mädchen nicht vermittelt werden sollte: dürr, Minimini-Rock, Pumps, rausgestreckte Brust.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Sep 10, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Sep 10, 2012