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Studentenleben live

Tut mir leid, ich hab's gaaaanz eilig ...

Jeder, der Radio hört, kennt diesen Satz: „Wir haben die Berliner (ersatzweise natürlich auch Hamburger, Bremer, Rostocker etc.) mal gefragt, was Sie an diesem sonnigen Wochenende so vorhaben.“ Dann folgt ein Zusammenschnitt aus mehreren, im besten Falle lustig ausgefallenen Antworten von Leuten auf der Straße und fertig ist die ... richtig: Straßenumfrage.

Auch ich kam in den Genuss, diese sehr beliebte Kategorie im Hörfunk zu gestalten und musste feststellen: Es ist gar nicht mal so einfach, Menschen dazu zu bewegen ihre Meinung loszuwerden. Selbst der im Vergleich zum Fernsehen existierende Vorteil, dass das Gesicht hinter der Stimme nicht zu sehen ist, führt keineswegs dazu, dass einem Passanten das Mikrofon aus den Händen reißen. Gang und gäbe sind hingegen Aussagen wie: „Tut mir leid, ich hab´s gaaaanz eilig...“ oder auch „Nee, sorry keene Lust...“ gepaart mit eilig davoneilenden Schritten.

Dranbleiben lautet da die oberste Praktikanten-Faustregel und mit ein wenig Geduld bekommt man (selbst von den ach so gehetzten Berlinern) einige gute Antworten ins Mikro gesprochen. Immerhin habe ich so anerkennen gelernt, wie sich all die Spenden-, Unterschriften- oder eben auch Radio-Umfragensammler fühlen müssen, die man alltäglich in den Einkaufsmeilen der Republik trifft. Und seitdem ich weiß, wie hart das sein kann, halte ich auch öfter mal an und verkneife mir ein „Ich hab‘s leider echt eilig, sorry...“

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Oct 5, 2012

Studentenleben live

Back in town

Ein halbes Jahr habe ich nichts von mir hören lassen. Ich war unterwegs, nicht nur von einem Land ins andere, auch von einer Kultur in die andere. Ich wollte etwas anderes erleben und habe viele Dinge, die ich zuvor regelmäßig gemacht habe, ein halbes Jahr lang gar nicht gemacht. Deshalb habe ich auch nichts geschrieben. Es war schön, diese eine Welt einfach hinter mir zu lassen und mit wenig Hab und Gut aufzubrechen, Ohne Computer, ohne Handy. Von Deutschland aus bin ich per Autostop Richtung Süd-Osten gefahren. Auf der Route lagen Türkei, Iran, Zentralasien und Indien. Irgendwann hatte ich mich sattgesehen und die Gedanken an die Heimat kamen häufiger, ich habe mich bei der Uni zurück gemeldet und wieder in die Mühlen des Alltags begeben.

Es ist nicht leicht, hier wieder anzukommen. Freunde zu sehen und zu treffen ist schön, aber die Kisten voller Sachen, die ich zuhause habe und ohne die ich ein halbes Jahr so gut leben konnte, belasten mich etwas. Ich will mich von vielem Zeug trennen, es hängt wie ein Klotz an meinem Bein. Die Reisezeit war so locker und leicht, ich will etwas davon mit ins sesshafte Leben nehmen und mich nicht erneut mit allzu vielen Sachen beladen. In den vielen islamischen Ländern, die ich bereist habe, war ich von der Gastfreundschaft und der Sorge um seine Mitmenschen beeindruckt. Etwas davon will ich mit in dieses Leben nehmen. Ein Iraner meinte zu mir: „Die größte Freude habe ich, wenn ich jemand anderem eine Freude bereite.“

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2012
Autor:
Rubrik: studium
Oct 2, 2012

Studentenleben live

Welcher Regler war das doch gleich?!

„Vorher nochmal sicherstellen, dass du die Regler auf Mikro und Telefon hast und das richtige Programm geöffnet ist. Danach: Nummer wählen und das Gespräch mit dieser Taste hier auf das Aufnahmesystem umlegen. Jetzt nur noch auf record drücken und schon geht´s los.“

Von wegen schon ... Diese Gebrauchsanleitung klingt auf den ersten Blick vielleicht sehr simpel, aber ich kann euch sagen: sie klingt nur so. In Wahrheit ist das Führen eines Telefoninterviews (zumindest beim ersten Mal) nicht ganz so selbsterklärend. Die Herausforderung liegt vor allem darin, alle oben genannten Schritte quasi parallel zu machen und gleichzeitig den Interviewpartner nicht zu lange warten zu lassen oder aus Versehen aus der Leitung zu werfen. Ist das alles unfallfrei gelungen, folgt der letzte Schritt: Die Lautstärke des Gegenübers richtig einstellen, damit es nicht zu sehr rauscht oder knackt.

Sind diese technischen Vorplanungen abgeschlossen, geht es an die wirkliche Kunst: das Interview richtig zu führen. Eine gute Vorbereitung bildet da eine wichtige Grundlage, entscheidend ist allerdings auch, dass am Ende des Gespräches klare, verwertbare Antworten stehen, die zum Beispiel in den Nachrichten einen Informationsgewinn versprechen. Das heißt also, darauf zu achten, dass sich der Interviewpartner nicht in endlosen Ausführungen verliert, sondern verständlich bleibt.

Wie bei vielen Aufgaben während meines Praktikums galt auch hier die Devise: Übung macht den Meister. Ich steigerte meine technischen und auch gesprächsrelevanten Fähigkeiten von Mal zu Mal und kann voller Stolz sagen: Aus der Leitung rausgeschmissen habe ich keinen einzigen Gesprächspartner!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Sep 26, 2012