interaktiv

Studentenleben live

Tut mir leid, ich hab's gaaaanz eilig ...

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

05.10.2012

Jeder, der Radio hört, kennt diesen Satz: „Wir haben die Berliner (ersatzweise natürlich auch Hamburger, Bremer, Rostocker etc.) mal gefragt, was Sie an diesem sonnigen Wochenende so vorhaben.“ Dann folgt ein Zusammenschnitt aus mehreren, im besten Falle lustig ausgefallenen Antworten von Leuten auf der Straße und fertig ist die ... richtig: Straßenumfrage.

Auch ich kam in den Genuss, diese sehr beliebte Kategorie im Hörfunk zu gestalten und musste feststellen: Es ist gar nicht mal so einfach, Menschen dazu zu bewegen ihre Meinung loszuwerden. Selbst der im Vergleich zum Fernsehen existierende Vorteil, dass das Gesicht hinter der Stimme nicht zu sehen ist, führt keineswegs dazu, dass einem Passanten das Mikrofon aus den Händen reißen. Gang und gäbe sind hingegen Aussagen wie: „Tut mir leid, ich hab´s gaaaanz eilig...“ oder auch „Nee, sorry keene Lust...“ gepaart mit eilig davoneilenden Schritten.

Dranbleiben lautet da die oberste Praktikanten-Faustregel und mit ein wenig Geduld bekommt man (selbst von den ach so gehetzten Berlinern) einige gute Antworten ins Mikro gesprochen. Immerhin habe ich so anerkennen gelernt, wie sich all die Spenden-, Unterschriften- oder eben auch Radio-Umfragensammler fühlen müssen, die man alltäglich in den Einkaufsmeilen der Republik trifft. Und seitdem ich weiß, wie hart das sein kann, halte ich auch öfter mal an und verkneife mir ein „Ich hab‘s leider echt eilig, sorry...“

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