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Studentenleben live

Das Rätsel vom Ikeatische

Kurz vor Beginn des neuen Semesters bin ich in meiner neuen WG angekommen. Der Umzug war gar nicht so stressig und all meine Habseligkeiten sind sicher und in einem Stück angekommen. Nur eines nicht – das Herzstück eines jeden Studizimmers (nein, nicht die Couch) – der Schreibtisch. Vor ein paar Tagen habe ich das gute Stück von Ikea – sein Name ist „Ransby“ – ganz allein auseinandergebaut und war schon stolz wie Bolle, dass ich das ohne größere Probleme hinbekommen habe. Und jetzt? Ich bekomme ihn einfach nicht mehr zusammen. Obwohl ich die Teile beschriftet habe. Aber es passt nicht. Einer muss hier falsch liegen. Der Tisch, oder ich. Ich fühle mich wie früher als Kind, als ich versucht habe mit „Lego Technik“ Autos zusammenzubauen. Oder einen Rubiks-Würfel in die richtige Ordnung zu bekommen. Hinbekommen habe ich es nie und Spaß am Knobeln hatte ich auch nicht. Nur dass es diesmal um etwas Essentielles geht. Was soll ich denn tun ohne Schreibtisch?

Gott sei Dank ist Ikea ein modernes Unternehmen, das seine Montageanleitungen online stellt. Nur leider nicht von Möbeln, die nicht mehr verkauft werden. Und auf meine Anfrage per Mail kam leider auch nur ein standardisiertes Schreiben zurück, dass alle Anleitungen auf der Website zu finden wären. Sind sie aber nicht! Ich bin mir nicht einmal sicher, ob da ein Mensch meine Nachricht gelesen hat, oder ob ein Programm die E-Mails nach Stichwörtern scannt und automatisiert die Standardnachrichten rausschickt. Es führt wohl kein Weg an einem Anruf mit einer schönen 0180-Nummer vorbei. Aber vielleicht können sie mir dann eine Anleitung aus ihrem Archiv zuschicken. Und wenn nicht, heißt es wohl ran an den Rubiks-Würfel namens „Ransby" und knobeln, bis der Tisch steht.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Oct 10, 2012

Studentenleben live

Tut mir leid, ich hab's gaaaanz eilig ...

Jeder, der Radio hört, kennt diesen Satz: „Wir haben die Berliner (ersatzweise natürlich auch Hamburger, Bremer, Rostocker etc.) mal gefragt, was Sie an diesem sonnigen Wochenende so vorhaben.“ Dann folgt ein Zusammenschnitt aus mehreren, im besten Falle lustig ausgefallenen Antworten von Leuten auf der Straße und fertig ist die ... richtig: Straßenumfrage.

Auch ich kam in den Genuss, diese sehr beliebte Kategorie im Hörfunk zu gestalten und musste feststellen: Es ist gar nicht mal so einfach, Menschen dazu zu bewegen ihre Meinung loszuwerden. Selbst der im Vergleich zum Fernsehen existierende Vorteil, dass das Gesicht hinter der Stimme nicht zu sehen ist, führt keineswegs dazu, dass einem Passanten das Mikrofon aus den Händen reißen. Gang und gäbe sind hingegen Aussagen wie: „Tut mir leid, ich hab´s gaaaanz eilig...“ oder auch „Nee, sorry keene Lust...“ gepaart mit eilig davoneilenden Schritten.

Dranbleiben lautet da die oberste Praktikanten-Faustregel und mit ein wenig Geduld bekommt man (selbst von den ach so gehetzten Berlinern) einige gute Antworten ins Mikro gesprochen. Immerhin habe ich so anerkennen gelernt, wie sich all die Spenden-, Unterschriften- oder eben auch Radio-Umfragensammler fühlen müssen, die man alltäglich in den Einkaufsmeilen der Republik trifft. Und seitdem ich weiß, wie hart das sein kann, halte ich auch öfter mal an und verkneife mir ein „Ich hab‘s leider echt eilig, sorry...“

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Oct 5, 2012

Studentenleben live

Back in town

Ein halbes Jahr habe ich nichts von mir hören lassen. Ich war unterwegs, nicht nur von einem Land ins andere, auch von einer Kultur in die andere. Ich wollte etwas anderes erleben und habe viele Dinge, die ich zuvor regelmäßig gemacht habe, ein halbes Jahr lang gar nicht gemacht. Deshalb habe ich auch nichts geschrieben. Es war schön, diese eine Welt einfach hinter mir zu lassen und mit wenig Hab und Gut aufzubrechen, Ohne Computer, ohne Handy. Von Deutschland aus bin ich per Autostop Richtung Süd-Osten gefahren. Auf der Route lagen Türkei, Iran, Zentralasien und Indien. Irgendwann hatte ich mich sattgesehen und die Gedanken an die Heimat kamen häufiger, ich habe mich bei der Uni zurück gemeldet und wieder in die Mühlen des Alltags begeben.

Es ist nicht leicht, hier wieder anzukommen. Freunde zu sehen und zu treffen ist schön, aber die Kisten voller Sachen, die ich zuhause habe und ohne die ich ein halbes Jahr so gut leben konnte, belasten mich etwas. Ich will mich von vielem Zeug trennen, es hängt wie ein Klotz an meinem Bein. Die Reisezeit war so locker und leicht, ich will etwas davon mit ins sesshafte Leben nehmen und mich nicht erneut mit allzu vielen Sachen beladen. In den vielen islamischen Ländern, die ich bereist habe, war ich von der Gastfreundschaft und der Sorge um seine Mitmenschen beeindruckt. Etwas davon will ich mit in dieses Leben nehmen. Ein Iraner meinte zu mir: „Die größte Freude habe ich, wenn ich jemand anderem eine Freude bereite.“

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2012
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Rubrik: studium
Oct 2, 2012