interaktiv

Studentenleben live

"Im Osten stehn se früher auf"

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

15.10.2012

Ich bewundere ja diese Menschen, die es knallhart durchziehen, jeden Tag früh aufzustehen. U-Bahnfahrer, Zeitungsausträger UND „Morning-Show“-Moderatoren und -Redakteure. Fünf Tage lang war auch ich Teil dieser frühmorgendlichen Bewegung, denn das Nachmittagsteam übernahm die Urlaubsvertretung für die reguläre Crew.

Mit der ersten U-Bahn des Tages (4:30 Uhr!) fuhr ich in die Redaktion und ließ mich, ausgestattet mit einer großen Tasse Kaffee, am Screener-Platz nieder. Derjenige, der hier sitzt, ist zuständig für Höreranrufe, Nachrichtenaufnahmen und (morgens ganz wichtig) den Verkehr. Per Mikro gibt es einen direkten Draht zur Verkehrszentrale, in der der Verkehrsbeauftragte unseres Senders die Meldungen für die laufende Sendung einspricht. Um ihn zu unterstützen, hatte ich eine virtuelle Berlin-Karte, um zu überblicken, wo genau es sich in der Hauptstadt staut. Überall da, wo es zu Wartezeiten kam, blinkte ein rotes Signal auf und die goldene Regel im Berliner Straßenverkehr schien am Morgen zu sein: „Im Osten stehn se früher auf“. Denn die ersten Meldungen des Tages blinkten lustigerweise immer dort auf.

Ein weiterer Erkenntnisgewinn war, dass die Morgensendung anders strukturiert ist als die Nachmittagsshow. Es gab beispielsweise mehr Beiträge und auch mehr Comedy als ein paar Stunden später. Am Ende der Woche war ich allerdings trotz dieses interessanten Einblicks in die morgendliche Arbeitswelt ganz froh, dass das Ganze nur vertretungshalber war. Sich jeden Tag um 4 Uhr aus dem Bett zu quälen ist dann doch nicht mein Fall ...

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