Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Verdammt, was mache ich hier eigentlich?!

Was ist nur mit mir los? Heute ging ich zum ersten Mal zu einem neuen Seminar, setzte mich hin und hatte gleich den Eindruck, ich müsse wieder aufspringen und hier raus rennen. Ich zwang mich zu bleiben, aber es wurde nicht besser. Ich studiere eigentlich Geschichte und Philosophie, habe mich aber nun entschieden, auf Lehramt umzuschwenken und besuche deshalb ein Modul in den Erziehungswissenschaften. Auch wenn ich selbst einmal im ersten Semester war, finde ich die Erstis jetzt komisch und fühle mich unter ihnen nicht wohl. Ich habe erst drei Jahre studiert, habe aber den Eindruck, ganz schön weit von ihnen weg zu sein. Aber auch der Inhalt dieser pädagogischen Seminare lässt mich erschaudern – mir kommt es so vor als wären wir eine Herde weißer blökender Schafe und Ziegen. Die Dozentin wäre sicher eine gute Grundschullehrerin, so wie sie uns lobt, angrinst und immer nachsichtig, geduldig und verständig ist. So auch die Konzepte, die sie uns vermittelt. Pädagogik scheint unendlich soft zu sein, völlig verweichlicht. Ich glaube, das ist doch nichts für mich.

In den nächsten Tagen will ich mir meine Entscheidung noch einmal durch den Kopf gehen lassen und mich dann entscheiden, ob ich mir das wirklich noch einmal antue oder nicht. Entweder ist es mir so wichtig, mal Lehrer zu werden, mal mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und ein passables Einkommen zu haben, dass ich diesen Mist einfach durchstehe. Oder es ist mir nicht so wichtig und ich will einfach nur dem folgen, was mir am meisten Freude bereitet, studiere dann einfach weiterhin nach meinen Interessen und gehe zuversichtlich einer ungewissen beruflichen Zukunft entgegen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2012
Autor:
Rubrik: studium
Oct 31, 2012

Studentenleben live

Umzug und Praktikumsplatz: Check! (Teil 1)

Nachdem der Umzug leider doch einige unvorhergesehene Komplikationen hervorgebracht hatte, bin ich heilfroh, dass nun endlich alle Möbel & Co. ihren Weg nach Berlin gefunden haben. Das einzige, was leider nicht mehr in den Umzugs-LKW gepasst hat, ist mein Fahrrad, das nun wohl oder übel einen verfrühten Winterschlaf abhalten muss. Kaum war ich in Berlin angekommen, wurde ich auch wieder sehr aktiv, was die Suche nach einem Praktikumsplatz anging, denn ich wollte unbedingt noch vor dem Beginn meines Masterstudiums ein weiteres (freiwilliges) Praktikum absolvieren. Gerade im Marketingbereich ist es ratsam, auf diese Weise jede Menge Pluspunkte für den Lebenslauf zu sammeln: Unternehmen stellen bevorzugt Absolventen ein, die bereits auf eine gewisse Berufserfahrung zurückblicken können.

Eben diese Chance wollte ich nutzen und widmete mich deshalb wieder dem Sichten der angebotenen Praktikastellen. Da ja heutzutage Bewerbungen überwiegend auf der elektronischen Schiene abgewickelt werden, waren die ersten Unterlagen auch schnell verschickt. Nun hieß es zunächst wieder einmal „abwarten und Tee trinken“. Doch wer sagt, dass man nicht auf viel interessantere Art und Weise warten kann? Dass mein Freund die kommenden Tage keine Vorlesungen hatte, passte da wie die Faust aufs Auge – wir nutzten die Zeit, um unsere neue Wahlheimat Berlin zu erkunden: Brandenburger Tor & Co., wir kommen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Oct 29, 2012

Studentenleben live

Die unendliche Geschichte

Es gibt Fußballteams, die steigen sang- und klanglos ab. Vier oder fünf Spieltage vor Schluss. Die Anhänger haben dann relativ früh Gewissheit und können sich mit dem Gedanken anfreunden, in der nächsten Saison nur zweitklassig zu spielen. Und es gibt Fußballteams, die lassen ihre Fans leiden. Mannschaften, die an jedem der letzten drei oder vier Spieltage rein theoretisch schon absteigen könnten, es aber irgendwie immer schaffen, sich ins nächsten „Endspiel“ zu retten. So wie Hertha BSC Berlin in der vergangenen Bundesligasaison.

Ich weiß nicht mehr, vor wie vielen Spielen wir uns in der Redaktion auf den „worst case“, also den Abstieg, vorbereitet haben und eigentlich immer fest davon ausgegangen waren: „Diesmal schaffen sie es nicht.“ Und selbst ich, als ewiger Optimist und Hertha-Fan, musste zugeben, dass die allwöchentlichen Durchhalteparolen irgendwann nur noch peinlich waren. Aber irgendwie hatte es die Alte Dame dann ja sogar in ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Hoffenheim und Ex-Trainer Markus Babbel geschafft. Jetzt gab es kein nächstes Spiel mehr, in das man sich hätte retten können. Jetzt musste ein Sieg her! Und tatsächlich: Hertha gewann mit 3:1 und stand somit in der Relegation – womit das Leiden im Grunde erst so richtig anfing.

Das Hinspiel zu Hause wurde verloren und im Rückspiel begann die unendliche Abstiegsgeschichte. Platzsturm der Düsseldorfer Fans, Einspruch von Hertha gegen die Spielwertung, die Klage wird abgewiesen, Einspruch gegen die Abweisung der Klage, Abweisung des Einspruchs gegen die Abweisung ... Das hört sich nicht nur völlig bescheuert an, es war völlig bescheuert. Nicht nur die anderen in der Redaktion, sondern auch ich war letztendlich froh, als der Abstieg dann mal endgültig feststand und die scheinbar unendliche Geschichte doch noch ein Ende gefunden hatte.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Oct 24, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Oct 24, 2012