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Studentenleben live

Speicher voll

„Hey Rose, bist du auch auf dem Weg zu Niklas' Party?", fragte mich ein Mädchen an der Haltestelle, die ich glaubte noch nie gesehen zu haben. Woher kannte sie mich bloß? Und woher wusste sie, dass ich auch Niklas kenne? Keine Angst, das wird kein Beitrag zu einer Science-Fiction-Story, in der Aliens die Erinnerungen von Menschen löschen. Vielleicht meinte sie ja auch einen ganz anderen Niklas als ich und kennt mich eigentlich gar nicht. Ich denke jedem ist es schon mal passiert, dass man von jemandem gekannt wurde, den man selbt nicht kennt. In letzter Zeit häufen sich diese Ereignisse bei mir aber in furchterregender Frequenz. In meinem Chor sprach ich ein Mädchen fröhlich an, ob ihr denn ihr neues Studienfach gefalle, worauf sie mir dann leicht pikiert erklärte, nie ihr Studienfach gewechselt zu haben. Ich habe keine Ahnung mehr, mit wem ich sie verwechselt habe. Normalerweise konnte ich mich auf mein Personengedächtnis immer verlassen. Auf mein Namensgedächtnis auch. Aber beim achten Florian und der siebten Katharina hört es dann auch bei mir auf. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerne mit Menschen ein Gespräch anfange, die ich eigentlich nicht kenne, aber zufällig mit ihnen Zeit verbringen muss, wie zum Beispiel in der Warteschlange in der Mensa oder bei der Suche nach einem Raum. Ich dachte, die Fähigkeit zum Smalltalk sei eine der wichtigsten „Skills" heutzutage. Ist sie bestimmt auch, man sollte sich dann nur merken, wer wohin gehört. Ich bräuchte jemanden, der mir im richtigen Moment zuflüstert, wer wer ist, und woher wir uns kennen. So wie im Film „Der Teufel trägt Prada", in dem die arme Anne Hathaway ein ganzes Buch voller Personen und ihrer Lebensgeschichten auswendig lernen muss, um sie Maryl Streep zuzuflüstern, sobald sie jemanden auf einer Gala trifft. Als mich dann heute in meinem Tutorium jemand ansprach, der mir wirklich nur entfernt bekannt vorkam, wie es mir denn so gehe und ob ich auch das Jurastudium zugunsten eines anderen eingetauscht hätte, da war mir klar: Mein Personenspeicher ist voll!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 20, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 20, 2012

Studentenleben live

HTML für Anfänger

Dieser Titel lässt sich gleichzeitig als Motto meiner ersten Praktikumswoche bezeichnen, denn ich habe damit begonnen, ebendiese Hypertext-Auszeichnungssprache zu lernen. Dazu habe ich von meiner Mentorin zunächst einen HTML-Ausdruck bekommen. Auf den ersten Blick sah es für mich alles andere als strukturiert aus, sondern vielmehr wie das pure Chaos. Erst nachdem ich einen genaueren Blick darauf geworfen hatte, konnte ich nach und nach eine gewisse Struktur erkennen. Mit Hilfe eines Überblicks über die einzelnen HTML-Befehle versuchte ich, das Dokument für meine Begriffe zu entschlüsseln. Danach sah der Ausdruck noch viel unübersichtlicher aus als vorher, da ich jeden Befehl mit einer kurzen Erläuterung versehen hatte. Im nächsten Schritt bekam ich eine bereits vorgefertigte HTML-Datei, an der ich mich austoben durfte. Ich durfte jegliche Sachen einmal ausprobieren, um zu erfahren, wie es sich auf die finale Darstellung auswirkte.

Schließlich war es Zeit für die Herausforderung des Tages: Ich sollte eine HTML-Mail verfassen! Für viele von euch mag es vielleicht keine große Herausforderung mehr sein, aber für mich war es das erste Mal! Eine ganze Weile später war es dann soweit: Ich schickte eine Testmail rum – und siehe da: es funktionierte! Die richtigen Bilder wurden angezeigt und die Verlinkungen ließen sich auch fabelhaft öffnen. Ich war tierisch stolz auf mich und bin mit einem fetten Grinsen im Gesicht quasi nach Hause „geschwebt“. Wenn das mal kein erfolgreicher Praktikumstag war!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 16, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 16, 2012

Studentenleben live

Mitfahrgelegenheitschaos

Da es ja nicht so einfach war, ein billiges Bahnticket nach Rom zu bekommen (wie ich in meinen Eintrag „Europa-Spezial" ja schon berichtet hatte), hatte ich mich entscheiden mit einer Mitfahrgelegenheit zu fahren. Nicht das ganze Stück natürlich. Aber bis nach Mailand, dachte ich mir, kann ja eigentlich nichts schief gehen. Das ist eine kürzere Strecke als zu mir nach Hause. Wie schön ist es doch, dass Freiburg so weit südlich liegt! Ich war also pünktlich um sechs Uhr früh in Freiburg Haid (für alle, die es nicht kennen: ein Industriegebiet aus dem Bilderbuch). Als das Auto kam, war ich erstmal verwundert. Ein Kleintransporter mit einem Schild „Im Auftrag von Hermes". Das muss ja wirklich ein armer Schlucker sein, wenn er auf seine Paketausfahrtour noch Mitfahrer mitnimmt. Oder ein ganz schlauer Fuchs. Als ich im Auto saß, bemerkte ich den weder kleinen noch feinen Riss in der Frontscheibe. Nach circa zehn Minuten fragte mich mein Fahrer, ob ich mal gucken könnte, ob die Bremslichter gehen. Sie gingen nicht. Auch nach dem Glühbirnenwechsel nicht. Ich hatte ein Ticket für den Zug von Mailand nach Rom um 13 Uhr und ich sah die Zeit förmlich vor meinen Augen verrinnen. Gott sei Dank hatte er den Schaden schon kurz nach Freiburg gemerkt und so viel Mitleid mit mir, dass er mich noch zum Hauptbahnhof fuhr. Dass diese Fahrt für mich ein teurer Spaß wurde, kann man sich denken. Wer Lust hat, kann ja mal bei der Deutschen Bahn gucken, was es kostet auf direktem Weg nach Rom zu fahren. Den Zug in Mailand hatte ich um drei Stunden verpasst. Aber die Strecke durch die gesamte Schweiz, vorbei an den Bergen, am Lago di Lugano und Como (hier wurde Plinius der Jüngere geboren, zu dem ich letztes Semester ein Seminar hatte!) war die Strapazen wert. Der Ausblick war wirklich wunderschön! Und wie mir eine Frau versicherte, die am Freiburger Hauptbahnhof meine Tragödie mitbekam – materieller Verlust ist doch der geringste Verlust, den man haben kann. Man möchte sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn wir mit dem Schrottauto auf der Autobahn einen Unfall gehabt hätten.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 12, 2012