Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Ohrringe, Blusen, Anzug und TV-Spot (2)

Wie ihr in meinem letzten Blog erfahren habt, wurde ich als Praktikantin dazu eingeladen, die Landes-Manager zum Actor Fitting der neuen TV-Spots zu begleiten. Ich sagte natürlich sofort zu! Gar keine Frage! So etwas Spannendes konnte ich mir doch nicht entgehen lassen.

Eine Woche später war es dann endlich soweit. Wir versammelten uns alle unten im Hof unseres Bürokomplexes und warteten auf das Großraumtaxi. Wegen einer großen Baustelle mussten wir jedoch einige Minuten Verspätung in Kauf nehmen. Unser Ziel befand sich in Charlottenburg. Auf dem Weg dorthin fuhren wir am Alexanderplatz vorbei, auf dem schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde. Nach zig Umwegen hatten wir dann endlich unser Ziel erreicht: Die Büroräume einer TV-Produktionsfirma. Wir wurden branchenüblich sehr herzlich mit Bussi-Bussi und Umarmungen begrüßt – auch von einem kleinen, absolut knuffigen Vierbeiner, der schon sehr bald seinen großen Auftritt in einem anderen TV-Spot haben wird.

Ich checkte zunächst einmal meine Umgebung: Der Empfangssaal war sehr stylisch eingerichtet. Moderne, dunkle Ledersofas auf einem großen, cremefarbenen Flokatiteppich gaben einen tollen Kontrast zu den riesigen, farbenfrohen Pop Art-Leinwänden. Überall hingen gerahmte Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit vielen berühmten Menschen. Auf einer Anrichte standen diverse Getränke, Schnittchen, Süßigkeiten und Obst bereit. Es gab sogar Erdbeeren!

Plötzlich klingelte es an der Tür – „Das müssen die Schauspieler sein!“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 12, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 12, 2012

Studentenleben live

Kennenlernen der Kommilitonen auf Facebook

Mit den Unterlagen für meine Zulassung erreichte mich übrigens auch der Aufruf, auf Facebook meiner Erstsemester-Gruppe beizutreten, um so schon vorab Leute kennenzulernen. So sehr habe ich mich dann doch noch nicht an Facebook gewöhnt, als dass ich sagen könnte, dass ich es nicht seltsam finden würde mit Leuten (auf Facebook) „befreundet“ zu sein, die ich noch nie gesehen habe. Die Situation war aber zu gut, als ich am Wohnheim ankam, ein Mädchen sah, sie mich, und wir uns beide anhand unserer Profilbilder erkannten und wie alte Freunde begrüßten. Ich sage nur: Generation Facebook.

Auf Facebook hatten wir auch ein Vortreffen für unseren Studiengang ausgemacht. Es war ganz schön spannend die Leute zu sehen, von denen man wusste, dass sie einen nun für mindestens drei Jahre begleiten würden und dass manche auch Freunde werden würden. Es ging dann auch ganz schnell Freundschaften zu schließen. Schließlich wollen ja alle Kontakt haben. Doch obwohl wir uns bemühten, uns nicht zu schnell zu Grüppchen zusammenzuschließen, passierte es einfach, weil man mit manchen Leuten einfach schneller vertraut ist. Man sollte aber dennoch versuchen, Leute, die gerne dabei sein würden, mit offenen Armen zu empfangen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2012
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Dec 10, 2012

Studentenleben live

SMS — Wir kommunizieren uns zu Tode

Vor ein paar Tagen las ich in der Zeitung, dass die Deutschen im vergangenen Jahr 58 Milliarden SMS verschickten. Auf der ganzen Welt waren es 7,8 Billionen waren. Dabei sind das noch nicht einmal alle verschickten Nachrichten, über verschiedene Apps verschicken wir inzwischen täglich zusätzlich zehn Millionen Nachrichten. Die erste SMS wurde vor genau 20 Jahren, Anfang Dezember 1992 verschickt, wurde aber erst populär, als auf der Handytastatur zu den Zahlen auch das Alphabet kam. Das viele SMS schreiben brachte so manchem einen schmerzenden „SMS-Daumen“ oder auch die „Quervain-Krankheit“ ein – eine Sehnenscheidentzündung. Die Not zur Kürze und unsere Schreibfaulheit haben uns erfinderisch gemacht und uns auf lauter neue Abkürzungen gebracht. Und um die Worte etwas aufzupeppen fügen wir Emoticons hinzu.

Ich meine aber, dass bei dieser Form der Kommunikation oft das Wesentliche auf der Strecke bleibt: das Gesicht und die Stimme, die Gestik und die Berührung – und damit das, was die nährende Substanz unseres Austauschs ist. Kann mich einer, wenn ich todtraurig bin, per SMS trösten? Kann er mir die Hand auf die Schulter legen, kann er mich in den Arm nehmen? Kann mir jemand gewissenhaft eine traurige Nachricht beibringen? Wir sind doch eigentlich, wenn wir mit einem Gegenüber reden, halbe Schauspieler – kann ich mit einer SMS schauspielern? Das Repertoire von etwa 20 verschiedenen Emoticons kann nicht einmal im Ansatz die tausend Variationen meiner über 50 Gesichtsmuskeln widerspiegeln. Keinen echten Mensch gegenüber zu haben, enthemmt uns aber auch. Wir können Dinge sagen, die wir uns sonst nicht trauen würden – aber eher zerstörerisch – können Beziehungen beenden, grob beleidigen... Aber wagen wir auch mehr? – etwa jemandem zu schreiben: „Ich liebe dich!“ – ich glaube nicht. Natürlich ist es praktisch, wenn ich einem Freund schreiben kann: „Der Zug ist eine halbe Stunde verspätet.“ Falls er mich am Bahnhof abholen will, kann er später von zu Hause aufbrechen oder sich zumindest noch in ein warmes Café setzen.

Auch wenn wir uns nur nüchterne Informationen mitteilen und nicht versuchen, den anderen etwa fröhlich zu stimmen, kommen diese Informationen immer wieder in unpassenden Momenten und bringen mich aus dem Konzept. Es ist, wie wenn jemand an meiner Zimmertür dreimal laut anklopft und dann einen Zettel unten durchschiebt. Ich weiß nun, dass er mir was sagen will und kann entweder versuchen den Zettel zu ignorieren oder ich unterbreche mich in dem, was ich gerade eigentlich tue und lese die Nachricht, die vielleicht gar nicht so dringlich ist. Nein, eigentlich ist es noch schlimmer. Es ist, wie wenn – egal wo ich gerade bin – ein Bote auf mich zukommt und sagt: „Ich habe eine Nachricht für dich.“ und folgt mir dann auf Schritt und Tritt und geht erst weg, wenn ich ihm das Ding abgenommen habe, wobei er erst richtig weg geht, wenn ich ihm noch eine Antwort mitgegeben habe.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2012
Autor:
Rubrik: studium
Dec 7, 2012