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Studentenleben live

Einführungswoche

Die erste Woche an der Uni ist super. Man sollte echt alles mitmachen, was angeboten wird, um möglichst schnell Anschluss zu finden, Spaß zu haben (auch wenn manche Spiele sehr albern sind) und natürlich auch ausreichend informiert zu sein.

In Koblenz lief es so: Zuerst wurden alle Erstsemester von den Fachschaften und dem Direktor der Uni im großen Hörsaal begrüßt. Wir saßen auf dem Boden, was ja noch ok ist, wenn alle Erstsemester zusammen in einem Raum sind, aber leider setzte sich dieses Phänomen auch in den nächsten Monaten fort. Zum Glück gehört mein Studienfach „Kulturwissenschaft“ nicht zu den ganz großen Studiengängen wie BWL oder Medizin und so herrscht eher selten Platzmangel (vor allem da gegen Ende des Semesters immer weniger Studenten zu den Veranstaltungen erscheinen). Eine befreundete Medizinstudentin hat mir aber erzählt, dass sie die Vorlesung von einem anderen Raum aus via Live-Übertragung anschauen muss. Nach der Begrüßung wurden alle Erstsemester in kleine Gruppen eingeteilt und bekamen einen „Teamer“ (Studenten aus höheren Semestern), der ihnen die Uni zeigte.

Ich habe gehört, dass die Einführungswoche nicht an jeder Uni angeboten wird, was ich sehr schade finde, denn zum einen hilft es bei der Orientierung und zum anderen lernt man sofort ein paar Leute kennen. Ich konnte die ersten Freundschaften schon bei der abendlichen Kneipenrallye schließen.

Als die Einführungswoche vorbei war, war ich echt froh, bei allem dabei gewesen zu sein, weil ich somit schon feste Bezugspersonen gefunden hatte und mich auch auf dem Campus schon ziemlich gut zurechtfand.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Jan 22, 2013

Studentenleben live

Schummeln, tricksen, plagiieren

Es ging viel durch die Presse, dass es an Hochschulen gang und gäbe sei, bei Arbeiten aller Art zu schummeln. Natürlich kenne ich die Berichte über Guttenberg, Schavan und Co., habe mich aber immer gefragt, ob es denn wirklich so schlimm ist. Warum muss zumindest an meinem Institut an jede Arbeit eine Selbsterklärung mit folgendem Text angehängt werden?:

„Hiermit versichere ich, […]

dass ich die vorliegende Hausarbeit selbstständig angefertigt habe und keine anderen als die im Literaturverzeichnis angegebenen gedruckten und elektronischen Quellen benutzt habe. Alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinn nach diesen Quellen entnommen sind, habe ich in jedem einzelnen Falle unter genauer Angabe der Quelle deutlich als Entlehnung kenntlich gemacht.“

Korrekterweise müsste ich natürlich noch eine Fußnote setzen, von welcher Internetseite ich dieses Dokument heruntergeladen habe. Aber zum Glück tippe ich ja gerade nicht an meiner Hausarbeit. Werden wir jetzt alle unter Generalverdacht gestellt?

Letzte Woche Dienstag, 14 Uhr. Ich sitze in meinem Seminar zu einem Satyrspiel (eine Gattung des antiken Dramas) reihum werden Übersetzungsvorschläge vorgetragen. Dann liest ein Student eine sehr, sehr altmodische, man könnte auch sagen schwülstige, Übersetzung vor. Dass die vermutlich nicht ganz in Eigenarbeit entstanden ist liegt nahe, aber vielleicht hat er ja einen Hang zur Sprache des 19. Jahrhunderts, wer weiß das schon so genau? Immerhin ist er Altphilologe. Mein Dozent sagte allerdings nur ganz nüchtern: „Schön, dass Sie Ihre Übersetzung auch in jambischen Trimetern vortragen“. Tja, schade eigentlich, dass der Schummler nicht gemerkt hat, dass der Text ebenfalls gedichtet war. Sonst wäre seine Schummelei vielleicht sogar durchgegangen. Aber spätestens, wenn er Minister geworden wäre, wäre es ihm aufs Bein gefallen und er hätte abdanken müssen.

Dann doch lieber jetzt auffliegen als später, ohne den ganzen Presserummel. Oder vielleicht einfach ehrlich sein.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jan 21, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jan 21, 2013

Studentenleben live

Deutschlandstipendium — nun auch an der Uni Leipzig

300 Euro pro Monat – so viel bekommt man mit dem Deutschlandstipendium. Etwa 11.000 solcher Stipendien wurden meines Wissens in Deutschland inzwischen schon vergeben, seit diesem Semester profitieren auch 37 Studenten an der Uni Leipzig davon. Das Projekt der amtierenden Bildungsministerin Anette Schavan sollte laut Medienberichten eigentlich schon viel weiter sein. Problem bei der ganzen Sache ist jedoch, dass es an der Uni liegt, dafür private Förderer zu finden, denn die übernehmen die Kosten. Schavans Ziel soll sein, bis 2015 acht Prozent aller Studenten „unter der Haube" zu haben, das wären dann nicht 11.000, sondern 200.000.

Hier in Leipzig hatten sich über 400 Studenten beworben, aber es hat nicht einmal jeder zehnte, eher einer von zwölf Studenten, ein Stipendium bekommen – immerhin. Ich glaube, das liegt auch daran, dass viele Studenten noch gar nichts vom Deutschlandstipendium mitbekommen haben. Einige meiner Kommilitonen wussten jedenfalls nichts davon.

Die Förderung ist von BAföG und anderen Einkünften unabhängig und soll sehr guten, sozial engagierten oder Studenten in schwierigen Lebenslagen zukommen. Ich nehme an, dass sich da in einer wohlhabenderen Gegend als Leipzig mehr private Förderer finden werden. Vorbildlich, wie ich finde, hat auch der Leipziger Bundestagsabgeordnete Thomas Feist die Förderung eines Studenten übernommen. Vielleicht bewerbe ich mich zum neuen Semester auch. Nur wer wagt, gewinnt!

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2013
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Rubrik: studium
Jan 18, 2013