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Studentenleben live

Jetzt reden wir Klartext!

Das ist die Quintessenz eines Feedbackgespräches – zumindest im Idealfall. Letzten Freitag hatte ich ein solches Gespräch. In dem Unternehmen, in dem ich mein Praktikum absolviere, sind derartige Feedbackgespräche nämlich fester Bestandteil der Arbeitsroutine. In regelmäßigen Abständen setzen sich die Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten zusammen, um die letzten Monate zu resümieren. Dabei soll vor allem Negatives für die Zukunft zum Positiven gewendet werden: Optimierung in jeder Hinsicht.

Und genau zur Halbzeit meines Praktikums war es auch für mich soweit. Als erstes sollte ich erzählen, welche Eindrücke ich bisher gewonnen hatte. Sowohl von meinen Aufgabenbereichen als auch vom Team und meiner Vorgesetzten selbst. Anschließend ging meine Vorgesetzte dann gemeinsam mit mir den Feedbackbogen durch, den sie für mich ausgefüllt hatte. Dort galt es, verschiedene Eigenschaften zu bewerten, wie etwa Lernbereitschaft, Auffassungsgabe, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Kommunikation, Selbstständigkeit und so weiter.

Ich kann euch sagen: Mit jedem Punkt, den wir durchgingen, wurde mein Grinsen größer und größer – warum? Das erfahrt ihr im nächsten Teil!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 1, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 1, 2013

Studentenleben live

Klausurenphase

… und es wird wieder ernst. Ein bisschen zumindest. Vorprüfungen, Modulprüfungen, Testate – ich muss ehrlich zugeben, ich verstehe immer noch nicht ganz, was was ist, wo ich eine Note bekomme, wo nur ein „bestanden“, wo ich einmal durchfallen darf, wo ich mehrmals durchfallen darf, wofür ich mich verbindlich anmelden muss, wofür unverbindlich, wofür gar nicht. Aber offensichtlich ist mein Kopf nicht der einzige Chaos-Schauplatz.

Ich habe soeben meine erste Psychologieklausur im Hochschulambiente hinter mich gebracht. Spontanes Fazit: Es ist wie in der Schule. Und irgendwie doch ganz anders.

Was gleich geblieben ist?

Nun, es fängt schon mit dem Lernen an. Erst hat man große Pläne, will total durchstarten, produktiv sein bis zum Abwinken und dann fällt einem urplötzlich wieder auf, wie dreckig doch das Zimmer, wie verstaubt schon das Klavier, wie farblos die Fingernägel und wie leer der Kühlschrank wieder ist. Und wenn das nicht genug ist, schreibt man noch Briefe an fast vergessene Tanten, surft im Internet oder versucht sich mit beliebigen US-amerikanischen Serien von der Tatsache abzulenken, dass das Tagesziel mal wieder nicht erreicht wurde. Irgendwann beschließt man dann, sich mit von ähnlichen Schicksalen gebeutelten Kommilitonen zu einer Art Selbsthilfegruppe zusammenzuschließen, trifft sich zum gemeinsamen Lernen und entwickelt dabei weitere kreative Ansätze, sich vor der Pflicht zu drücken. Mit mehreren lässt sich das schlechte Gewissen aber noch besser übertönen.

Aber irgendwann kommt die Nervosität, es fällt ein letztes „morgen!“, der letzte stressfreie Abend bricht an. Ab da wird konsequent gelernt. Und bereut. Bereut, dass es noch nicht früher dazu kam. Nach der Klausur wird aufgeregt darüber debattiert, wer was wo geschrieben hat und ob nicht eventuell auch dies richtig sein könnte – das übliche Pseudodrama eben.

Was ist nun also anders?

Erstens: Der Lerninhalt. Ich kann nicht in Worte fassen, wie skurril es mir zeitweise vorkam, Definitionen von Lernstrategien und Lernstilen auswendig zu lernen und mir Theorien darüber in den Kopf zu prügeln, wie man sich am Besten zum Lernen motiviert und wie man Wissen am Längsten behält, während ich selbst einfach keine Motivation aufbringen konnte.

Zweitens: Die Lernmethoden. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich zuletzt mit Karteikarten gelernt habe, aber hier erschien es mir zum ersten Mal wieder sinnvoll.

Drittens: Das Drumherum. Die Klausur war angesetzt für 14.15 Uhr und es hieß, um 14 Uhr sei Einlass. Es gab exakt zwei Listen, auf denen die 200 Klausurteilnehmer vermerkt waren. Jeder musste sich einzeln ausweisen, seine Teilnahme unterschreiben und auf der Liste abgehakt werden. Das dauerte ewig! Um sage und schreibe 15.20 Uhr konnte die Prüfung dann endlich beginnen. Das war beim Abi erheblich besser organisiert, da hatten wir sogar Platzkärtchen!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 31, 2013
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 31, 2013

Studentenleben live

Assessment-Center

Anfang Januar war es so weit: Ich bekam einen Anruf, dass ich zum Assessment-Center der Deutschen Bahn eingeladen bin. Da ich schon fast nicht mehr damit gerechnet hatte, war ich wirklich überrascht, vor allem, weil da es schon drei Wochen später stattfinden sollte. Ich fing also an, mich vorzubereiten: Im Internet recherchierte ich, welche Übungen dran kommen könnten und auf welche Kompetenzen dort geachtet werden würde. Ich fand auch Blogs, in denen ehemalige Teilnehmer berichten, allerdings natürlich nicht speziell von der DB.

Und dann kam der große Tag: Ich musste ganz früh aufstehen, warf mich in mein schwarzes Kostüm und fuhr nach Frankfurt. In der Eingangshalle des Gebäudes am Bahnhof trafen wir zwölf Teilnehmer das erste Mal aufeinander und unterhielten uns auch schon ein wenig, was die Stimmung etwas lockerte. Wir verstanden uns auf Anhieb, obwohl wir zum Teil um denselben Platz im Studiengang „Logistik, Transport & Spedition" kämpften.

Wir wurden dann abgeholt und in einen großen Besprechungsraum gebracht mit einer tollen Aussicht über Frankfurt. Außerdem bekamen wir Kaffee, Snacks, Säfte und später auch ein Mittagessen. Beobachtet werden sollten wir von drei Psychologen und einer Dame der Deutschen Bahn. Und dann ging es auch schon los. Zuerst durften wir eine Logistikübung machen, bei der Flugzeuge in einer vorgegebenen Zeit Dinge zwischen verschiedenen Stationen hin und her bringen mussten. Dann ging es mit einer Gruppendiskussion weiter, bei der wir uns zu sechst als „Stadträte“ zwischen verschiedenen Projekten entscheiden und diese in eine Reihenfolge bringen mussten. Wir schafften es in der vorgegebenen Zeit und ich konnte meine Standpunkte gut vertreten. Nach der Mittagspause, in der das Eis zwischen uns Teilnehmern endgültig gebrochen war und wir uns untereinander gut unterhalten konnten, kam dann die Selbstpräsentation an die Reihe. Wir sollten dabei etwas über uns und unseren Werdegang erzählen und darüber, warum wir uns speziell für die Bahn und genau diesen Studiengang entschieden hatten. Ich hatte mich eigentlich gut darauf vorbereitet und meine Argumente parat. Danach stellten die Beobachter jedoch noch einige Fragen zu bestimmte Zahlen der DB, die ich schon im Telefoninterview beantwortet hatte und von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie noch einmal gestellt würden. Leider wusste ich nichts mehr davon, was mir auch sehr peinlich war.

Zuletzt hatten wir dann noch ein paar Tests zu Dreisatz und Prozentrechnung, die ich so mittelmäßig bearbeiten konnte und zwei Deutschtests, bei denen wir beispielsweise Buchstaben-Reihenfolgen weiterführen mussten. Das fiel mir wieder leicht. Während die Beobachter sich dann berieten, bekamen wir einen kurzen Vortrag von einem dualen Studenten, dem wir dann auch Fragen über Gehalt, Wohnsituation usw. stellen konnten.

Und dann bekamen wir unsere Bewertung. Ich ging mit einem schlechten Gefühl in das Gespräch und dies bestätigte sich leider auch. Sie erklärten mir, dass ich in den Mathetests in Ordnung gewesen war, in der Gruppendiskussion recht gut und in Deutsch und vor allem dem Logistiktest überragend, was mich sehr freute. Aber in der Selbstpräsentation hätte ich zu wenig verdeutlicht, warum ich gerade zur Bahn wollte. Dies war so ausschlaggebend, dass ich trotz guter Leistungen im Fachlichen nicht genommen wurde. Zuerst war ich sehr enttäuscht, gerade auch, weil ich ihre Begründung nicht ganz nachvollziehen konnte, aber trotzdem war es ein schöner Tag aus dem ich viel mitnehmen konnte.

Von uns zwölf wurden am Ende des Tages übrigens nur vier genommen. Aber ich habe ja noch ein Eisen im Feuer und warte jetzt auf die Antworten der Fachhochschulen.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2013
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Jan 30, 2013