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Studentenleben live

Das Mittelalter — eine Annäherung

Es gab kein entweichen. Dieses Semester war es soweit. Als ich mir anschaute, welche Module ich noch absolvieren musste, kam ich nicht dran vorbei. Die Rede ist vom Mittelalter – uaaaahh. Einer Zeit, der ich nun wirklich gar nichts abgewinnen konnte, zumindest bis dato. Eine Mischung aus „die schreiben alles auf Latein“ und „dat war doch alles so finster da“ beherrschte mein vorverurteiltes Denken. Aber auch dieser Zeitabschnitt gehört zu unserer Vergangenheit und, wie ich jetzt erstaunt feststellen muss, sogar teilweise zur interessanten Vergangenheit.

Alles fing kurz nach Weihnachten an. Ich sollte im Januar ein Referat über eine Reformschrift halten und wagte mich das erste Mal an die Textvorlage. Autor dieses wundervollen Werkes war Johann Eberlin von Günzburg. Gerne hätte ich ein „Ach na-türlich, der alte Haudegen schon wieder“ von mir gegeben, aber ich will ehrlich sein: Ich kannte Eberlin nicht ansatzweise. Gut, dachte ich mir, gibste ihm ne Chance und liest mal rein. Das Deckblatt war in schöner altdeutscher Schrift gehalten, ganz schmuck also. Doch als ich umblätterte verstand ich. Nicht nur das Deckblatt, nee nee, der komplette Text war in altdeutscher Schrift. Herrlich!

Wohl oder über quälte ich mich durch die ersten Zeilen und verstand absolut nichts. Natürlich: ein zwei Worte jedes Satzes konnte man sich erschließen, aber der Zusammenhang zum Rest blieb mir schleierhaft. Im Internet fand ich zwar eine „Übersetzung“ in eine annähernd normale Schrift, trotzdem waren große Teile immer noch unverständlich. Das konnte ja was werden...

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 4, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 4, 2013

Studentenleben live

Jetzt reden wir Klartext!

Das ist die Quintessenz eines Feedbackgespräches – zumindest im Idealfall. Letzten Freitag hatte ich ein solches Gespräch. In dem Unternehmen, in dem ich mein Praktikum absolviere, sind derartige Feedbackgespräche nämlich fester Bestandteil der Arbeitsroutine. In regelmäßigen Abständen setzen sich die Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten zusammen, um die letzten Monate zu resümieren. Dabei soll vor allem Negatives für die Zukunft zum Positiven gewendet werden: Optimierung in jeder Hinsicht.

Und genau zur Halbzeit meines Praktikums war es auch für mich soweit. Als erstes sollte ich erzählen, welche Eindrücke ich bisher gewonnen hatte. Sowohl von meinen Aufgabenbereichen als auch vom Team und meiner Vorgesetzten selbst. Anschließend ging meine Vorgesetzte dann gemeinsam mit mir den Feedbackbogen durch, den sie für mich ausgefüllt hatte. Dort galt es, verschiedene Eigenschaften zu bewerten, wie etwa Lernbereitschaft, Auffassungsgabe, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Kommunikation, Selbstständigkeit und so weiter.

Ich kann euch sagen: Mit jedem Punkt, den wir durchgingen, wurde mein Grinsen größer und größer – warum? Das erfahrt ihr im nächsten Teil!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 1, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 1, 2013

Studentenleben live

Klausurenphase

… und es wird wieder ernst. Ein bisschen zumindest. Vorprüfungen, Modulprüfungen, Testate – ich muss ehrlich zugeben, ich verstehe immer noch nicht ganz, was was ist, wo ich eine Note bekomme, wo nur ein „bestanden“, wo ich einmal durchfallen darf, wo ich mehrmals durchfallen darf, wofür ich mich verbindlich anmelden muss, wofür unverbindlich, wofür gar nicht. Aber offensichtlich ist mein Kopf nicht der einzige Chaos-Schauplatz.

Ich habe soeben meine erste Psychologieklausur im Hochschulambiente hinter mich gebracht. Spontanes Fazit: Es ist wie in der Schule. Und irgendwie doch ganz anders.

Was gleich geblieben ist?

Nun, es fängt schon mit dem Lernen an. Erst hat man große Pläne, will total durchstarten, produktiv sein bis zum Abwinken und dann fällt einem urplötzlich wieder auf, wie dreckig doch das Zimmer, wie verstaubt schon das Klavier, wie farblos die Fingernägel und wie leer der Kühlschrank wieder ist. Und wenn das nicht genug ist, schreibt man noch Briefe an fast vergessene Tanten, surft im Internet oder versucht sich mit beliebigen US-amerikanischen Serien von der Tatsache abzulenken, dass das Tagesziel mal wieder nicht erreicht wurde. Irgendwann beschließt man dann, sich mit von ähnlichen Schicksalen gebeutelten Kommilitonen zu einer Art Selbsthilfegruppe zusammenzuschließen, trifft sich zum gemeinsamen Lernen und entwickelt dabei weitere kreative Ansätze, sich vor der Pflicht zu drücken. Mit mehreren lässt sich das schlechte Gewissen aber noch besser übertönen.

Aber irgendwann kommt die Nervosität, es fällt ein letztes „morgen!“, der letzte stressfreie Abend bricht an. Ab da wird konsequent gelernt. Und bereut. Bereut, dass es noch nicht früher dazu kam. Nach der Klausur wird aufgeregt darüber debattiert, wer was wo geschrieben hat und ob nicht eventuell auch dies richtig sein könnte – das übliche Pseudodrama eben.

Was ist nun also anders?

Erstens: Der Lerninhalt. Ich kann nicht in Worte fassen, wie skurril es mir zeitweise vorkam, Definitionen von Lernstrategien und Lernstilen auswendig zu lernen und mir Theorien darüber in den Kopf zu prügeln, wie man sich am Besten zum Lernen motiviert und wie man Wissen am Längsten behält, während ich selbst einfach keine Motivation aufbringen konnte.

Zweitens: Die Lernmethoden. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich zuletzt mit Karteikarten gelernt habe, aber hier erschien es mir zum ersten Mal wieder sinnvoll.

Drittens: Das Drumherum. Die Klausur war angesetzt für 14.15 Uhr und es hieß, um 14 Uhr sei Einlass. Es gab exakt zwei Listen, auf denen die 200 Klausurteilnehmer vermerkt waren. Jeder musste sich einzeln ausweisen, seine Teilnahme unterschreiben und auf der Liste abgehakt werden. Das dauerte ewig! Um sage und schreibe 15.20 Uhr konnte die Prüfung dann endlich beginnen. Das war beim Abi erheblich besser organisiert, da hatten wir sogar Platzkärtchen!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 31, 2013
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 31, 2013