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Studentenleben live

Das perfekte Studium

Am Anfang meines Studiums sollte ich einen Text schreiben und erklären, welche Faktoren meiner Meinung nach zu einem perfekten Studium führen.

An erster Stelle steht die Studienwahl, die, wenn sie richtig getroffen wird, den ersten Schritt zum perfekten Studium darstellt. Idealerweise entspricht es dann den eigenen Kompetenzen und Neigungen. Wirklich sicher, ob das gewählte Fach das richtige ist, kann man aber erst im Studium selbst sein.

Des Weiteren hängt das perfekte Studium entscheidend von den Lehrenden ab. Das Thema kann noch so interessant sein. wird es langweilig vorgetragen, hilft oft nicht einmal mehr der gute Wille. Der Dozent sollte anschaulich sprechen, die Studierenden möglichst mit einbeziehen und ihnen das Gefühl geben, nicht in der Masse unterzugehen.

Dies bringt mich zu meinem nächsten Kriterium für ein perfektes Studium: die Größe der Studiengänge. Bei der Begrüßungsveranstaltung für die Erstsemester für das Wintersemester 2011/12 an der Universität Koblenz wurde uns gesagt, dass die Masse gefährlich sein kann, denn sie verleitet dazu unterzutauchen und nur das Nötigste zu tun. Viel besser sind also meiner Meinung nach kleine Studiengänge, in denen eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrscht und in denen auf jeden einzelnen Rücksicht genommen werden kann.

Außerdem ist es wichtig, dass der Studierende sein Studium mit Motivation und Freude bestreitet, denn ohne diese wird das Studium schnell zur Farce.

Sicher gibt es auch Themen, die einen nicht so sehr interessieren, doch auch sie gehören zum perfekten Studium (wenn sie nicht überwiegen). Sie zeigen einem, für welche Bereiche des Faches man sich nicht so sehr begeistern kann und helfen einem zu sehen, in welche Richtung man später einmal beruflich gehen möchte. Es gehören also nicht nur Motivation und Freude zu einem perfekten Studium, sondern auch Disziplin und Ausdauer, um weniger angenehme Module erfolgreich zu absolvieren.

Das perfekte Studium sollte nicht nur notenorientiert sein, sondern wie Herr Professor Doktor Klemm sagte, vielmehr ein Kompetenzstudium, in dem man sich ausprobieren und verwirklichen kann, bei dem man die eigenen Stärken entdecken und am Ende befähigt sein soll, genau das zu machen, was zu einem passt.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Feb 11, 2013

Studentenleben live

Ich hätte da noch eine Frage — oder warum ich keine Vorträge an der Uni mehr besuche

Was ist passiert? Das mögen sich einige bei dem Titel fragen. Ist mir nach so kurzer Studienzeit schon die Lust an der Wissenschaft vergangen? Oder kann ich einfach nach einem langen Unitag keinem mündlichen Vortrag mehr folgen? Letzteres manchmal schon. Auch dass die Themen oft sehr speziell sind und tief in die Materie gehen, macht es nicht immer ganz einfach, von einem Vortrag etwas mitzunehmen.

Das weitaus schlimmste an Vorträgen an der Uni ist jedoch die Fragerunde. Die, wie der Name schon sagt, der Klärung von Fragen dienen sollte. Eigentlich. Meistens sieht sie aber so aus:

Kein junger Mensch (sofern welche da sein sollten) traut sich den Arm zu heben. Diese peinliche Stille wird gewitzt von einem der Senioren genutzt. „Ich hätte da noch eine Frage..." fangen sie manchmal ihren nicht endenden Monolog an, wobei sie beim letzten Wort ein wenig die Stimme heben, um dem ganzen dann doch den Anstrich einer Frage zu geben. Manchmal beginnen sie auch „Mein Name ist ... und was ich dazu sagen wollte" und dann folgt der unendliche Monolog über ein Thema ihrer Wahl. Das ist zwar etwas ehrlicher als der erste Versuch, aber sie könnten doch auch ohne Umschweife sagen: „Guten Abend, mein Name ist ... und ich habe sonst nirgendwo so ein großes Publikum, daher wollte ich das, was ich immer schon mal sagen wollte, und worüber ich glaube gut Bescheid zu wissen, hier erzählen, egal ob es etwas mit dem Vortrag zu tun hat und egal, ob ihr alle hier das hören wollt." Dann wüsste man wenigstens, woran man ist.

Eine auch sehr clevere Methode ist es, den oder die Vortragende direkt zu fragen: „Wissen Sie eigentlich auch etwas zu dem und dem Thema?" Was wie bei allen anderen Methoden nichts mit dem Vortragsthema zu tun haben muss. Wenn die Vortragenden dann zu diesem Thema nichts zu sagen haben, springen die Senioren in die Bresche und halten ihre –genau, die nicht enden wollenden Monologe.

Natürlich sind 99 Prozent der Zuhörerschaft wirklich am Thema interessiert und haben auch nicht das Bedürfnis sich zu präsentieren. Also liebe Selbstdarsteller, bleibt doch bitte zu Hause. Dann könnte man auch wieder zu wissenschaftlichen Vorträgen gehen.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 8, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 8, 2013

Studentenleben live

Kurzschlussbewerbung

Erasmus, ja oder nein? Die Frage peinigt mich schon seit zwei Semestern und ich bin noch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Am Freitag läuft die Bewerbungsfrist ab, noch zwei Tage, um zu entscheiden, ob ich einen Teil meiner Studienzeit im Ausland verbringen soll. Erasmus-Studenten selbst raten mir dazu – ich habe Zweifel. Sprachkenntnisse vertiefen, Uni und Leben in einem anderen Land kennenlernen, gucken, ob das Land für einen Master in Frage kommt, vielleicht ein paar coole Leute kennenlernen: Reichen diese Gründe für einen Auslandsaufenthalt? Für Erasmus ja, für jedes andere Programm wahrscheinlich nicht. „Erasmus-Orgasmus“ nannte DIE ZEIT das Austauschprogramm der europäischen Kommission und beschrieb faule Studenten, Partyzeit und „länderübergreifend[es] Knutschen“.

Meine Erfahrung mit Erasmus-Studenten ist nicht sonderlich positiv. In Tschechien waren viele nur wegen des Biers da, die Partys arteten oft aus. Ein Jahr lang waren zwei französische Freundinnen mit Erasmus in Deutschland, hinterher haben sie nicht unbedingt besser Deutsch gesprochen, dafür hatten sie beide jeweils einen neuen Freund.

„Es kommt darauf an, was du daraus machst.“ Korrekt, aber soll ich alleine in Mailand, Paris, Brüssel oder sonst wo in Europa auf meinem überteuerten Zimmer hocken, nur weil ich keine Lust habe, mich schon wieder zu betrinken?! Und am Ende steht im Lebenslauf „Erasmus“ und das kommt mir vor wie ein Synonym für Party-Semester, egal, was ich daraus mache. Die Entscheidung ist schwierig, die Bewerbung aber abgegeben. Hinterher kann ich immer noch absagen.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 7, 2013