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Studentenleben live

Alte Welt - neue Welt

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

25.02.2013

Ziemlich schwer fand ich das Verbinden meiner alten Welt, also allem, was daheim geblieben war, mit meiner neuen Welt in Koblenz. Wenn ich heim kam, kam mir alles so seltsam vor. Natürlich kannte ich die Dinge noch, die alltäglichen Handgriffe in unserem Haus liefen so automatisch wie immer ab und doch fühlte es sich fremd an. Ich fühlte mich manchmal eher wie ein Gast. Koblenz war mein zweites Zuhause – oder schon mein erstes?

Mit der Zeit wird es aber besser und man gewöhnt sich an das ständige Abschiednehmen. Am Anfang dachte ich noch, dass es vermutlich leichter sei, gar nicht nach Hause zu fahren, denn dann würde der Abschied nicht immer so weh tun, aber mittlerweile ist es okay. Außerdem bekomme ich immer, wenn ich lange nicht daheim war, so ein dumpfes Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Heimweh in dem Sinn ist das aber nicht.

Schön ist, dass mich immer wieder Freunde oder Familienmitglieder besuchen kommen. Dann kann ich ihnen ein bisschen von meinem neuen Leben zeigen. Allerdings ist die Hochschulwelt nichts für alle von ihnen, das führt manchmal zu Missverständnissen. Sie sind eben entweder in unserer alten Welt geblieben oder haben eine ganz andere als ich kennengelernt. Aber das gehört eben auch zum Erwachsenwerden. Zu lernen, dass jeder jetzt seinen eigenen Weg geht. Dass es weiterhin Schnittstellen gibt, aber dass manche Bereiche nun eben in die eine Welt und andere in die andere gehören. Nur ich kann zwischen meinen beiden Welten hin und her gehen und ab und zu jemanden mitnehmen.

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