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Studentenleben live

Lasst doch die Radler in Frieden radeln

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

04.03.2013

Es soll jetzt nicht so wirken, als würde ich nur über nervige Senioren schreiben, aber leider muss ich mich in diesem Artikel aus aktuellem Anlass doch noch einmal diesem Thema widmen.

Wenn man auf dem Fahrrad durch Freiburgs Straßen fährt (anders kann man sich hier eigentlich kaum fortbewegen) kann es einem durchaus passieren, dass man, nennen wir es wir mal „angesprochen“, wird. Ich meine jetzt keine aufdringlichen Annäherungsversuche. Vielmehr rufen einem ältere Menschen hinterher „Mach mal das Licht an!“ oder „Das ist hier ein Fußgängerweg!“. Gelegentlich sollen sie auch schon handgreiflich geworden sein und gegen Fahrräder getreten haben (gesichert ist diese Information aber nicht).

Meine persönlichen Favoriten sind Menschen, die scheinbar extra auf die Radfahrer warten, um ihnen dann zu sagen, dass sie kein Licht haben. Da kann man doch nicht behaupten, sie hätten die Radler wegen fehlenden Lichts nicht gesehen!

Ja, es ist richtig, man sollte mit Licht fahren, um sich und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen. Und ja, man sollte auch nicht auf dem Bürgersteig fahren. Aber wenn man nicht akut mit jemandem zusammenzustoßen droht, ist es wohl nicht die Aufgabe fremder Menschen, andere zu erziehen. Wenn die Eltern in dem Punkt ihren Erziehungsauftrag vernachlässigt, oder die guten Ratschläge nicht gefruchtet haben, dann soll es doch jedem selbst überlassen sein, was er tut. Diese furchtbare Art, sich in die Angelegenheiten fremder Leute einzumischen, kann einem schon sehr auf den Geist gehen. Da wünsch ich mir doch die Anonymität der Großstadt. Deshalb auch von mir ein gut gemeinter Ratschlag: Lasst doch die jungen Menschen auf ihren Rädern in Frieden fahren. Und nicht jede Verkehrsregel ist so sinnvoll, dass man sie zu jeder Zeit beachten muss.

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