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Studentenleben live

Unverständnis

In manchen Seminaren frage ich mich wirklich, und das soll jetzt nicht arrogant klingen: Leute, warum seid ihr eigentlich hier? So geschehen in diesem Semester in einem Geschichts-Seminar. Denn: mit circa 35 Leuten war der Kurs zwar picke-packe voll, aber man sollte jetzt nicht glauben, dass sich auch nur annähernd so viele an der Diskussion beteiligt haben, nene. Im Schnitt (und das ist ungelogen) waren an die vier, an guten Tagen vielleicht auch sechs Leute, inklusive mir, in die Debatten involviert. Der Rest saß schweigend da.

Da stellt sich mir in der Tat die Frage, warum man überhaupt kommt, wenn man eh nichts sagt. Klar, manche sind einfach zu schüchtern, das ist wahrscheinlich nur schwer zu ändern. Bei anderen allerdings habe ich auch oft das Gefühl, dass sie das Thema überhaupt nicht interessiert, sondern sie die eineinhalb Stunden einfach nur absitzen. Natürlich habe ich mich auch nicht an jeder Stunde gleich viel beteiligt, aber ich kann schon behaupten, einiges zum Kurs beigetragen zu haben – und das sollte letztendlich (wie ich finde) auch der Anspruch eines jeden Studierenden sein. Ansonsten kann man auch zu Hause bleiben!

Hoffnung machen mir dann Seminare wie das über die deutsche Energiepolitik. Intensive, kontroverse Debatten, die zeigen, dass alle die hier sitzen Bock auf das Thema haben. So sollte es eigentlich immer sein!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 27, 2013

Studentenleben live

Hinterfrage immer die Subjektivität der eigenen Meinung

„Och nö. Jetzt wird er aber a bissl zu philosophisch“, haben mit Sicherheit einige beim Lesen der Überschrift gedacht. Ich kann euch beruhigen, Leute, so philosophisch mein ich das gar nicht ;-) Vielmehr hat mir dieses Semester, insbesondere ein Geschichtsseminar, gezeigt, dass man seine vorgefertigte Meinung ab und zu auch mal ändern muss.

Thema des Seminars war die DDR-Staatssicherheit, der Dozent eine Koryphäe auf dem Gebiet. Jens Gieseke, Anfang der 1990er Jahren bereits als Wissenschaftler bei der Stasi-Unterlagenbehörde tätig und nun leitender Forscher am ZZF (Zentrum für Zeithistorische Forschung) in Potsdam, ist einer der Stasi-Wissenschaftler in der Bundesrepublik. Dementsprechend gut besucht war das Seminar dann auch: wir waren um die 50 Leute. Mal abgesehen von der ohnehin spannenden Thematik hat mir der Kurs vor allem eins gebracht: Sensibilität im Umgang mit Quellen. Denn Gieseke schaffte es mit seinen differenzierten Darstellungen ein ums andere Mal, zum Nachdenken anzuregen. Natürlich möchte man gerne vorbehaltlos glauben, was ein ehemaliger Gefängnishäftling aus dem Stasi-Knast in Hohenschönhausen in seinen Erinnerungen schreibt – aber kann man das auch wirklich tun? Wie gefärbt sind seine Erinnerungen? Was lässt er aus, was betont er zu stark?

Diese kritische Lesart der Quellen ist uns zwar auch schon von anderen Dozenten gepredigt worden, aber Gieseke hat es geschafft, das alles sehr plausibel und anschaulich zu vermitteln. Ganz nebenbei habe ich auch viele neue Facetten über die DDR-Diktatur und das Wirken der Stasi in ihr mitgenommen, sodass mein rein subjektives Fazit für dieses Seminar nur lauten kann: Gute Wahl, Leon!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 26, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 26, 2013

Studentenleben live

Koblenz - die Stadt

Die Universitätsstadt Koblenz liegt im Norden von Rheinland-Pfalz und zählt etwa 105.000 Einwohner. Ursprünglich hieß sie „Confluentes“, was aus dem Lateinischen kommt und „die Zusammenfließenden“ heißt, denn hier fließen Rhein und Mosel zusammen. Einige von euch mögen sie von der Bundesgartenschau 2011 kennen, in deren Rahmen die Stadt (speziell das Gebiet rund um das Deutsche Eck bis zum Schloss) und der Festungspark der Festung Ehrenbreitstein in ein Blumenmeer verwandelt wurden.

Mir gefällt es hier deshalb so gut, weil die Stadt und die Umgebung einen hohen Freizeitwert aufweisen. Die zwei Flüsse bereichern das Bild ungemein, dazu kommen Wiesen und Wälder und ein bisschen außerhalb die schroffen Felsen am Rhein. Vor allem die Altstadt finde ich sehr schön, hier gibt es viele kleine Gassen, Kopfsteinpflaster und alte Häuser zu sehen. Besonders sind auch die vielen kleinen Plätze, auf denen sich im Winter der Weihnachtsmarkt stattfindet. Kulturell wird auch einiges geboten, seien es Theater, Konzerte, Feste oder Lesungen.

Wer abends ausgehen möchte, wird auch nicht enttäuscht werden. Es gibt viele verschiedene Restaurants und Bars, zwei Kinos in der Stadt und ein größeres etwas außerhalb und für die Nacht gibt es die Diskothek Agostea sowie die etwas kleineren Clubs Pake, Zenit und Dreams.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Mar 25, 2013