interaktiv

Studentenleben live

Zwischen den Semestern

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

04.04.2013

Das Schöne am Leben ist, dass es die einzige Geschichte ist, bei der man wirklich das Gefühl hat, es gibt einen Autor. Nicht, weil es einen roten Faden hat oder gar einen Sinn – Quatsch! Aber einfach, weil da jemand zu sein scheint, der sich immer etwas Neues ausdenkt und irgendetwas explodieren lässt, wenn es anfängt, langweilig zu werden. Und nein, das soll kein Kompliment an diesen ominösen Autor sein. Im Moment wäre ich nämlich wirklich lieber Teil einer anderen Story. Oder immerhin eines anderen Kapitels.

Ich habe endlich meine Motivationshürden überwunden, meine letzte Hausarbeit ist in den Händen des Dozenten, mein Stundenplan für das zweite Semester ist fertig, die sieben Wochen ohne Schokolade sind (bis auf eine kleine Ausnahme, die wirklich gemein war!) überstanden, Ostern mit der verrückt-aber-liebenswerten Familie verbracht, die Planung für die letzten Ferienwochen abschließen, die Vorfreude genießen. Und dann? Der Strich durch die Rechnung. Krank. Mund und Rachen komplett entzündet – wozu? Damit ich lerne, essen und sprechen zu schätzen? Als Quittung für den kleinen Aussetzer in meiner Fastenzeit? Oder wirklich nur, weil das Drehbuch sonst zu langweilig wäre? Meine Ferien bestehen jetzt nicht mehr aus Motivationsmangel, Hausarbeiten und Resignation, dafür aus Tabletten, Arztbesuchen und Strohhalmtrinken. Irgendetwas in mir versucht, das Positive zu sehen: „Hey, immerhin nimmst du so recht schnell ab!“ Grandios, aber seine Bikinifigur kann man sicherlich auch schmerzfreier in Angriff nehmen.

Und so hänge ich nun leicht frustriert zwischen den Semestern und frage mich, wie das so wird. Ob ich viel mit denselben Leuten zu tun habe oder mir wieder ganz andere suche. Wie die ersten Partys an der Hochschule sein werden (ich war noch nie auf einer, weil ich letztes Jahr erst 17 war und nicht durfte. Eine massive Fehlorganisation des AStA, wie ich meine... Dass da ein paar G8er vor ihrer Volljährigkeit an die Hochschule kommen, hätte man durchaus einplanen können und irgendwelche U18-Stempel für die Feierlichkeiten einführen, damit garantiert werden kann, dass diejenigen nicht an Hartalkohol kommen oder so – besser als sie von ihrer eigenen Ersti-Party auszuschließen.), wie es im Handballverein, in dem ich nun endlich anfangen werde, sein wird, ob ich das überhaupt noch kann, ob Mathe wirklich so schwer wird, wie alle sagen, wie sehr mir das Praktikum fehlen wird (im zweiten Semester gibt es leider gar nichts in der Richtung, erst wieder im fünften Semester...), und, und, und...

Ich darf gespannt bleiben... Auf geht’s in die zweite Runde!

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