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Studentenleben live

Letzte und erste Eindrücke

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

09.04.2013

Nachdem ich mit zwei Freunden ein paar richtig gute Tage in den Hintertuxer Alpen verbracht hatte, holte mich die Realität recht schnell wieder ein: Angekommen in Nürnberg fing ich sofort an, meine Sachen für den nur noch zwei Tage entfernten Umzug zu packen. Klamotten, Möbel, Hausrat, eben alles, was so dazu gehört. Kaum war das Auto beladen war es auch schon 13 Uhr und damit hatte ich nur noch 20 Minuten bis Dienstbeginn. Da man als Pflegepraktikant – vermutlich aber als Praktikant grundsätzlich – keinen Urlaub hat, musste ich meine freien Tage rein- beziehungsweise nacharbeiten. Das Osterwochenende würde ich also im Spätdienst im Krankenhaus verbringen. Glücklicherweise waren die zwei Tage bis auf eine Ausnahme sehr ruhig, was vor allem daran lag, dass über die Feiertage keine planmäßigen Untersuchungen durchgeführt werden, für die man die Patienten vorbereiten muss.

Kaum war der erste Dienst vorbei, ging es weiter mit Umzugsvorbereitungen, es stand also eine kleine Nachtschicht an. Auch der Ostersonntag entpuppte sich schließlich als doch sehr ruhig, sodass ich sogar etwas früher gehen durfte.

Insgesamt würde ich das Praktikum als eine sehr gute und vor allem wichtige Erfahrung ansehen. Einblicke in den Krankenhausalltag, Einfühlungsvermögen für Patienten und Wissen über pflegerische Tätigkeiten sind eben Kenntnisse, die sich am besten vor Ort und nicht im Hörsaal vermitteln lassen.

Da ich mit Packen fertig war, traf ich mich noch mit drei meiner besten Kumpels, um meinen Abschied aus Nürnberg zu feiern. Lang wurde der Abend allerdings nicht, schließlich galt es, am Ostermontag um sechs Uhr aufzustehen und die 500 Kilometer nach Münster in Angriff zu nehmen.

Nachdem mein Zimmer fertig eingeräumt war, blieb noch ein bisschen Zeit, durch die Stadt zu schlendern. Hier ist einiges ist ganz anders als in Nürnberg: die Radfahrmentalität beispielsweise. Während man in Nürnberg als Radfahrer eher gefährlich lebt – jedenfalls ist das der Schluss, zu dem ich nach fast 15 Jahren als Nürnberger Fahrradfahrer gekommen bin – ist Münster die wohl fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz und die Tatsache, dass die Stadt sehr eben ist, bilden eine perfekte Grundlage.

Wie auch immer, die nächsten Tage über werde ich mir die Stadt genauer ansehen, zu den Einführungsveranstaltungen gehen und natürlich eine Bleibe suchen. Das Zimmer, in dem ich momentan lebe ist nämlich nur eine Zwischenlösung für die nächsten vier bis zwölf Wochen.

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