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Studentenleben live

Zweites Semester

Eine meiner liebsten Veranstaltungen im zweiten Semester war das Seminar „Die Selbstermächtigung des religiösen Subjekts, Religion als sozialer Tatbestand“. In meinem Studiengang schreiben wir nicht so viele Klausuren, arbeiten aber schriftlich Dinge aus, schreiben etwa Analysen, Essays oder Seminararbeiten. Dabei ist man relativ frei in der Wahl des Themas (solange es in den Rahmen des Seminars passt), was mir sehr gut gefällt, so kann man sich mit gründlicher Vorbereitung immer ein Thema suchen, für das man sich interessiert.

Ich habe im zweiten Semester beispielsweise untersucht, inwieweit sich die FJP (die Partei der Muslimbrüder in Ägypten) noch mit der ursprünglichen Ideologie der Muslimbrüder identifiziert. Meistens reproduziert man in den Seminararbeiten die Thesen gängiger Wissenschaftler und bringt sich selbst lediglich im Fazit ein. Für so eine Seminararbeit sollte man dann genügend Zeit einplanen, denn vor allem die Vorarbeit, wie das Finden einer geeigneten Fragestellung und die Literarturrecherche, dauern schon ziemlich lang. Ist das Gerüst erstellt und die Gliederung mit dem Dozenten abgesprochen, kann man zügig arbeiten. Gute Vorarbeit ist also alles.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 11, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 11, 2013

Studentenleben live

Letzte und erste Eindrücke

Nachdem ich mit zwei Freunden ein paar richtig gute Tage in den Hintertuxer Alpen verbracht hatte, holte mich die Realität recht schnell wieder ein: Angekommen in Nürnberg fing ich sofort an, meine Sachen für den nur noch zwei Tage entfernten Umzug zu packen. Klamotten, Möbel, Hausrat, eben alles, was so dazu gehört. Kaum war das Auto beladen war es auch schon 13 Uhr und damit hatte ich nur noch 20 Minuten bis Dienstbeginn. Da man als Pflegepraktikant – vermutlich aber als Praktikant grundsätzlich – keinen Urlaub hat, musste ich meine freien Tage rein- beziehungsweise nacharbeiten. Das Osterwochenende würde ich also im Spätdienst im Krankenhaus verbringen. Glücklicherweise waren die zwei Tage bis auf eine Ausnahme sehr ruhig, was vor allem daran lag, dass über die Feiertage keine planmäßigen Untersuchungen durchgeführt werden, für die man die Patienten vorbereiten muss.

Kaum war der erste Dienst vorbei, ging es weiter mit Umzugsvorbereitungen, es stand also eine kleine Nachtschicht an. Auch der Ostersonntag entpuppte sich schließlich als doch sehr ruhig, sodass ich sogar etwas früher gehen durfte.

Insgesamt würde ich das Praktikum als eine sehr gute und vor allem wichtige Erfahrung ansehen. Einblicke in den Krankenhausalltag, Einfühlungsvermögen für Patienten und Wissen über pflegerische Tätigkeiten sind eben Kenntnisse, die sich am besten vor Ort und nicht im Hörsaal vermitteln lassen.

Da ich mit Packen fertig war, traf ich mich noch mit drei meiner besten Kumpels, um meinen Abschied aus Nürnberg zu feiern. Lang wurde der Abend allerdings nicht, schließlich galt es, am Ostermontag um sechs Uhr aufzustehen und die 500 Kilometer nach Münster in Angriff zu nehmen.

Nachdem mein Zimmer fertig eingeräumt war, blieb noch ein bisschen Zeit, durch die Stadt zu schlendern. Hier ist einiges ist ganz anders als in Nürnberg: die Radfahrmentalität beispielsweise. Während man in Nürnberg als Radfahrer eher gefährlich lebt – jedenfalls ist das der Schluss, zu dem ich nach fast 15 Jahren als Nürnberger Fahrradfahrer gekommen bin – ist Münster die wohl fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz und die Tatsache, dass die Stadt sehr eben ist, bilden eine perfekte Grundlage.

Wie auch immer, die nächsten Tage über werde ich mir die Stadt genauer ansehen, zu den Einführungsveranstaltungen gehen und natürlich eine Bleibe suchen. Das Zimmer, in dem ich momentan lebe ist nämlich nur eine Zwischenlösung für die nächsten vier bis zwölf Wochen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 9, 2013

Studentenleben live

Erstes Semester

Im ersten Semester sind die Fächer größtenteils Pflichtfächer und man hat kaum Wahlmöglichkeiten. Das ändert sich jedoch in den höheren Semestern. Ich belegte die Seminare und Vorlesungen „Einführung in die Kulturwissenschaft“, „Historische Texte zum Kulturbegriff“, „Moderne Texte zum Kulturbegriff“, „Medienlinguistische Text- und Gesprächsanalyse“, „Ethnographische Methode“, „Theorie der Religionen“, „Einführung in die empirische Sozialforschung“ und absolvierte Workshops zu den Themen wissenschaftliches Schreiben, Arbeiten und Lesen.

Am Anfang fragt man sich noch oft, wo das alles hinführen soll, es gibt so viele Grundlagentexte, die man lesen, und Theorien, die man sich aneignen soll, dabei weiß man ja noch nicht mal wirklich, wo die Reise hingeht. Unsere Professoren sagten uns dazu, dass man am Anfang des Studiums sichergehen müsse, dass wir alle dasselbe unter den selben Begriffen verstünden, dass wir uns eine gemeinsame Basis errichten müssten, bevor wir tiefer gehen könnten. Deswegen heißt das wichtigste Mantra im ersten Semester: Hinterfrage nicht zu viel und lass dich erst einmal darauf ein, es hat schon seine Gründe, dass man so viel lesen muss und es wird schon im zweiten Semester weniger. Und: Die Wahlmöglichkeiten werden kommen und somit auch mehr Selbstständigkeit.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 8, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 8, 2013