interaktiv

Studentenleben live

Gastfahrräder, Fahrradautobahnen und die Polizei

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

12.04.2013

Die erste Woche in Münster ist rum und was soll ich anderes sagen als: Ich bin begeistert!

Hier ist es total normal Gast-Fahrräder für Besucher im Keller stehen zu haben. Das ist allerdings auch echt nötig, denn ohne die Drahtesel ist man eben doch etwas länger unterwegs. Münster ist, wie viele Städte Deutschlands, radialkonzentrisch aufgebaut, das heißt, dass die Straßen um den Altstadt-Kern ringförmig verlaufen. Gleichzeitig führen allerdings auch Straßen direkt ins Zentrum.

Das Besondere hier in Münster ist jedoch, dass es einmal um die komplette City herum einen „Fahrrad-Ring“ gibt, auf dem man mit dem Drahtesel wie auf einer Autobahn vorankommt! Grundsätzlich bin ich für die gleichen Entfernungen wie in Nürnberg – wo Fahrradwege immer dort, wo es gerade gefährlich wird, im Nichts zu enden scheinen –bestimmt fünf bis zehn Minuten kürzer unterwegs!

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig: Um die Radfahrer-Massen in den Griff zu bekommen, greift die Polizei etwas härter durch als woanders, gerade zu Semesterbeginn. Fahren auf der falschen Straßenseite, Fahren ohne funktionstüchtige Beleuchtung oder das sichere Verstauen der eigenen Hände in wärmenden Hosen- bzw. Jackentaschen während der Fahrt (der April ist hier leider genauso kalt wie überall sonst) wird gerne geahndet. Bisher konnte ich mich dem glücklicherweise noch entziehen, aber ich bin mir relativ sicher, dass sich hinter Bäumen versteckende Polizisten noch den einen oder anderen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung bei mir entdecken werden.

Die Leute, die mit mir anfangen zu studieren, entpuppen sich als sehr nett, das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Studenten scheint echt ausgeprägt zu sein und auch die Uni bzw. Fachschaft macht nach den ersten Einführungsveranstaltungen einen echt guten Eindruck. Am Montag beginnen die ersten Veranstaltungen, in denen auch tatsächlich Inhalte vermittelt werden – ich bin gespannt!

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