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Studentenleben live

Zurück im Studium

Vergangenen Montag ging es voller Elan in die erste studienrelevante Veranstaltung: den Biologiekurs. Der Prof wirkte echt engagiert und nett, was auch in sämtlichen Folge-Vorlesungen in der ersten Woche so blieb. Die Bio-Vorlesung insgesamt wird aber wohl von drei verschieden Professoren gehalten. Dies liegt daran, dass wir Mediziner nicht allzu tief in die Biologie einsteigen, dafür allerdings einen recht umfassenden Überblick vermittelt bekommen sollen. Entsprechend werden unterschiedliche Themengebiete von verschiedenen Professoren vorgestellt.

Die Anatomie-Vorlesung, die lustigerweise momentan die einzige ist, die etwas mit Medizin zu tun hat, wirkte an den ersten drei Terminen ebenfalls sehr interessant. Zwar gilt es tatsächlich, sehr viel (auswendig) zu lernen, gleichzeitig fasziniert mit aber der Aufbau des menschlichen Körpers. Die Dozentin, scheint eine echte Latein-Fetischistin zu sein: Zu jedem Fachbegriff gibt sie den lateinischen Ursprung an und dekliniert das Ganze einmal rauf und runter. Offensichtlich macht ihr das Spaß...

Bleiben an Vorlesungen nur noch Physik und Chemie. Physik ist für mich momentan noch eher eine Witzveranstaltung, aber das wird sich wohl mit der Zeit noch etwas verschärfen. Ganz im Gegensatz dazu Chemie: Glücklicherweise hatte ich in der Oberstufe Chemie, denn anderenfalls säße ich komplett verloren im Hörsaal und würde an meiner Intelligenz zweifeln. Mir tun all diejenigen leid, die kein Chemie in der Schule hatten (und da gibt‘s offensichtlich echt ein paar!), denn es wird schon einiges an Vorwissen vorausgesetzt.

Das alles klingt nach nicht allzu viel, dem ist aber nicht so: Die vier Vorlesungen finden jeden Tag statt und hinzu kommen verschiedene Laborpraktika, Terminologie-Kurse, Biopraktika und Seminare, die wenigstens ein kleines bisschen Praxisbezug in das erste Semester bringen sollen. So hat man eigentlich den ganzen Tag über etwas zu tun bzw. zu lernen, denn das Wiederholen der Vorlesungen sollte man wirklich nicht auf die lange Bank schieben, sonst wird man am nächsten Tag schon abgehängt. Aber gut, auch da wird sich ein Weg finden, das alles einigermaßen angenehm zu meistern!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 18, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 18, 2013

Studentenleben live

Drittes Semester

Da man an den meisten Hochschulen die Möglichkeit hat, auch in andere Studienrichtungen zu schnuppern, belegte ich im dritten Semester das Seminar „Einführung in die gründungsorientierte Betriebswirtschaftslehre“. Das Seminar hat mir aber leider nicht wirklich weitergeholfen, weil ich ja überhaupt kein Unternehmen gründen will. Deshalb lese ich jetzt privat ein Anfänger-Buch zu BWL („BWL für Dummies“). Es kann schließlich nie schaden, vor allem als reiner Geisteswissenschaftler, seine „Skills“ ein wenig aufzubessern. Neben dem Reinschauen in andere Fächer könnte man auch an Volkshochschul-Kursen teilnehmen oder Workshops und Tutorials besuchen. Ich selbst habe mal einen Zehn-Finger-Tipp-Kurs an der VHS absolviert und einen Kurs zum Umgang mit Word – ja, es war so lächerlich, wie es sich anhört. Wir haben leider nur die Grundkenntnisse vermittelt bekommen. Einen Kurs zum professionellen Umgang mit Powerpoint würde ich aber durchaus nicht ausschließen.

Besonders toll an meiner Uni sind die Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten, Lesen und Schreiben oder mündlichem Präsentieren, aber das bietet leider nicht jede Uni oder jeder Studiengang an.

Ich denke, dass auch soziales Engagement von Arbeitgebern gern gesehen wird, also erwähnt auf jeden Fall eure sozialen Tätigkeiten in eurem Lebenslauf und lasst euch am besten rechtzeitig eine Bescheinigung dafür ausstellen, sonst kann ja jeder alles behaupten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 18, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 18, 2013

Studentenleben live

Dampfturbinen II

Alte Blog-Einträge zu lesen fühlt sich so an, als würde ich in einer Art Tagebuch blättern. So werden Erinnerungen an längst vergessene Eindrücke, Gefühle und Ereignisse wieder wach. Schmunzeln musste ich hierbei besonders über einen alten Eintrag aus dem Jahr 2008: Damals besuchte ich mit meinem Physik-Leistungskurs eine Fachtagung über Dampfturbinen und Dampfturbinenantriebe. Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich von den vielen Fachvorträgen inhaltlich so gut wie gar nichts verstanden hatte; viel zu tief wurde in die relevanten technischen Vorgänge eingestiegen, als dass ich den Vorträgen ohne grundlegendes Vorwissen in diesen Themengebieten folgen hätte können. Mein damaliges Fazit war dementsprechend auch, dass ich hauptsächlich gelernt hatte, wie viel ich eigentlich noch nicht weiß.

Heute, fast fünf Jahre später, wäre ich begeistert, erneut die Chance zu haben, den entsprechenden Vorträgen zuzuhören: Die Kraftwerkstechnik hat sich definitiv zu einem meiner liebsten Themengebiete im Studium entwickelt und ich habe das Gefühl, dass mir diese Fachrichtung wirklich liegt.

Der alte Beitrag über Dampfturbinen zeigt mir insbesondere, wie viel Wissen man im Laufe einiger Jahre ansammeln kann. Dinge, von denen ich während meines Abiturs dachte, dass ich sie niemals verstehen würde, erscheinen mir heute absolut plausibel. An dieser Stelle daher auch ein Lob an den Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement für die vielfältigen Einblicke und eine ordentliche Portion Fachwissen, die uns vermittelt wurden.

Autor: Janine  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2013
Autor: Janine
Rubrik: studium
Apr 17, 2013