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Studentenleben live

Lille métropole

Autor:
Inga

Rubrik:
studium

19.04.2013

Lille ist die Hauptstadt des Départements Nord ganz im Norden Frankreichs an der Grenze zu Belgien. Nähert man sich der Stadt über die Autobahn, so gerät man leicht in Weltuntergangsstimmung ob der hässlichen Stadtrandbauten. Umso erstaunlich viel schöner ist die Altstadt. Alte Häuser reihen sich malerisch aneinander, von französischen „Pâtisseries“, die wundervolle Tartes, Croissants, Éclairs, Meringues und andere Leckereien anbieten, ganz zu schweigen.
Am beeindruckendsten ist die Métro. Als eine von ganz wenigen weltweit wird sie vollautomatisch betrieben, das heißt komplett ohne Führerstand und Personal. Man sitzt also direkt hinter einer Glasscheibe und schaut vorne auf die Gleise. Nicht selten kommt dabei Achterbahngefühl auf, denn es geht ganz schön schnell auf und ab.
Erster Anlauf und Umsteigepunkt ist der Gare Lille Flandres, keine hundert Meter vom zweiten großen Bahnhof Lille Europe entfernt. Von hier aus geht es zunächst in den Süden der Stadt, den Stadtteil Wazemmes. Der fantastische, lebhafte und bunte Markt, der hier jeden Donnerstag und Sonntag stattfindet, gleicht ein bisschen der Atmosphäre in Berlin-Neukölln und man bekommt hier alles. Aber wirklich alles. Der Markt wird von unzähligen Ständen eingesäumt, an denen man überall gebratenes Hühnchen kaufen kann.
Lille hat jedoch noch mehr zu bieten: den für Flandern so typischen Beffroi (ein schlanker, sehr hoher Glockenturm), die ehemalige Zitadelle, die heute NATO-Stützpunkt ist, unzählige Museen (Beaux Arts, Charles de Gaulle…) und natürlich die obligatorische Kathedrale Notre-Dame. Und wenn man Glück hat, lässt sich der Abend mit einem spannenden Vortrag im Goethe-Institut und einem anschließenden Leffe (belgisches Bier) abrunden!

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