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Studentenleben live

Leipzig — Hypzig

Leipzig ist kein verschlafenes Nest mehr, es ist auch nicht mehr eine einzige große Baustelle. Leipzig ist voller junger Leute, die hier studieren, eine Ausbildung machen oder kulturell was reißen wollen. Der Spiegel, die FAZ, die Süddeutsche usw. berichten inzwischen über die Stadt im Osten und bezeichnen sie schon mal als „Klein-Berlin“ oder „Paris des Ostens“. Mit ein paar Freunden rede ich inzwischen von „Hypzig“ – die Stadt ist hip und wird gehypt.

Ich persönlich habe den Eindruck, der Autoverkehr hat im letzten Jahr deutlich zugenommen. Leipzig ist nicht mehr ganz so verschlafen. Man sieht auch viele Autokennzeichen aus dem Westen. Vor dem Hauptbahnhof ist ein Graffiti: „Schwaben zurück nach Berlin“. Während die Berliner sich über die Eigenarten der zugezogenen Schwaben aufregen, fürchten wohl nun einige Leipziger, dass „die Schwaben“ jetzt auch über Leipzig „herfallen“. Vor drei Jahren, als ich hier in den Leipziger Westen zog, war es nicht schwer eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zu finden. Inzwischen ist das nicht mehr so. Hier stehen nun keine Wohnungen mehr leer; wer Ostlandschaft sucht, muss noch weiter vom Zentrum weg ziehen. Was jetzt im Vergleich mit vielen anderen deutschen Städten nicht tragisch ist. Mit dem Fahrrad bin ich in zehn Minuten an der Uni und in fünfzehn in der Altstadt oder am Hauptbahnhof. In Frankfurt, München oder Berlin können sich diese Wohnlage nicht viele Studenten leisten, geschweige denn überhaupt eine freie Wohnung finden. Aber das ist eben der Unterschied – Leipzig entwickelt sich noch, die anderen Städte müssen schauen, wie sie ihren Stand halten können. Hier fängt man gerade erst an über Gentrifizierung zu reden. Einige, die von Leipzig nach Berlin gegangen sind, kommen nun doch wieder zurück – Leipzig ist eben Hypzig.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Apr 24, 2013
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Apr 24, 2013

Studentenleben live

Medienpraxis

Im dritten Semester belegt man in Koblenz unter anderem das Modul 10: Medienpraxis. Hier hat man die Möglichkeit zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen. Zur Auswahl standen im Jahr 2012 die Projekte „Imagefilm und Websitegestaltung“, „ Hörfunk / Podcasting“, „Video“ (hier wurde eine religiöse Gemeinschaft in und um Koblenz dokumentiert), „Die Visualisierung von Märchen – Illustration, Bilderbuch, Comic“ und eigentlich noch „Online Redaktion / Zeitung“, was aber in diesem Jahr nicht angeboten wurde.

Bei den Projekten merkten wir alle, dass die Praxis der Medien sehr viel aufwendiger ist, als man das in der Theorie noch gedacht hatte. Länger als zwei Stunden haben wir es nie geschafft, konzentriert an unserem Film zu arbeiten. Beim Schneiden zum Beispiel gibt es so viele Dinge, die beachtet werden müssen … Man muss beispielsweise ein Auge darauf haben, dass die verwendete Musik (Achtung, am besten Gema-frei) und die Bildfolge harmonieren.
An einem Wochenende lernten wir von einem professionellen Imagefilmemacher den technischen Umgang mit der Kamera, die verschiedenen Arten zu filmen, die Erarbeitung eines Konzepts und Drehbuchs sowie Schneide- und Bearbeitungstechniken.

Nachdem unser Film im Rohschnitt fertig war, wurde er von dem Fachmann sowie unserem zuständigen Professor noch einmal konstruktiv kritisiert. Dann hatten wir in halbes Jahr Zeit für den Feinschliff. Die Ergebnisse werden dann alle jedes Jahr am Tag der Kulturwissenschaft an der Universität gezeigt.

 

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 22, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 22, 2013

Studentenleben live

Lille métropole

Lille ist die Hauptstadt des Départements Nord ganz im Norden Frankreichs an der Grenze zu Belgien. Nähert man sich der Stadt über die Autobahn, so gerät man leicht in Weltuntergangsstimmung ob der hässlichen Stadtrandbauten. Umso erstaunlich viel schöner ist die Altstadt. Alte Häuser reihen sich malerisch aneinander, von französischen „Pâtisseries“, die wundervolle Tartes, Croissants, Éclairs, Meringues und andere Leckereien anbieten, ganz zu schweigen.
Am beeindruckendsten ist die Métro. Als eine von ganz wenigen weltweit wird sie vollautomatisch betrieben, das heißt komplett ohne Führerstand und Personal. Man sitzt also direkt hinter einer Glasscheibe und schaut vorne auf die Gleise. Nicht selten kommt dabei Achterbahngefühl auf, denn es geht ganz schön schnell auf und ab.
Erster Anlauf und Umsteigepunkt ist der Gare Lille Flandres, keine hundert Meter vom zweiten großen Bahnhof Lille Europe entfernt. Von hier aus geht es zunächst in den Süden der Stadt, den Stadtteil Wazemmes. Der fantastische, lebhafte und bunte Markt, der hier jeden Donnerstag und Sonntag stattfindet, gleicht ein bisschen der Atmosphäre in Berlin-Neukölln und man bekommt hier alles. Aber wirklich alles. Der Markt wird von unzähligen Ständen eingesäumt, an denen man überall gebratenes Hühnchen kaufen kann.
Lille hat jedoch noch mehr zu bieten: den für Flandern so typischen Beffroi (ein schlanker, sehr hoher Glockenturm), die ehemalige Zitadelle, die heute NATO-Stützpunkt ist, unzählige Museen (Beaux Arts, Charles de Gaulle…) und natürlich die obligatorische Kathedrale Notre-Dame. Und wenn man Glück hat, lässt sich der Abend mit einem spannenden Vortrag im Goethe-Institut und einem anschließenden Leffe (belgisches Bier) abrunden!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Apr 19, 2013