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Studentenleben live

Zwei Stiche, zehn Nähte

Im Rahmen meines Medizinstudiums durfte ich zu Beginn Seminare wählen, die mir auch während der Vorklinik wenigstens ein bisschen ärztliches Handeln und medizinischen Bezug vermitteln sollten. Denn wenn ich ehrlich bin, merke ich nicht wirklich, dass ich Medizin studiere. Gut, Gesprächsthemen mit Kommilitonen drehen sich schon oft um medizinische Themen und auch in Anatomie lernt man etwas über den menschlichen Körper. Aber die wirklichen medizinischen Inhalte sucht man in der Vorklinik (der Abschnitt bis einschließlich des vierten Semesters) vergebens. Genau das war wohl der Grund, eben jene Seminare einzuführen: Den Leuten vor Augen zu halten, wofür sie sich durch Chemie, Physik und Biologie „quälen“.

So bin ich im Seminar „hausärztliche Versorgung“ gelandet. Gut, auf den ersten Blick scheint das wenig interessant im Vergleich zu „Neurochirurgie“ und „Herz-OP“. Aber im Gegensatz zu den Kommilitonen aus diesen Seminaren dürfen wir nicht nur zusehen, sondern eben auch Hand anlegen. In jeweils dreistündigen Seminaren haben wir Dinge wie das Abhören von Lunge und Herz, Abkratzen der Leber, Reflex-Auslösungen, Pupillen-Reflex-Untersuchungen und dergleichen mehr gelernt. Das absolute Highlight allerdings war der Besuch einer Landarzt-Praxis: Der Arzt hatte sich einen kompletten Nachmittag für uns frei genommen um uns das Blutabnehmen, EKG-Anlegen und Nähen von Wunden beizubringen. Dafür hatte die Praxis von einer benachbarten Fleischerei elf Schweinepfoten organisiert, an denen wir verschiedene Nahttechniken üben konnten. Das Equipment, sprich Fäden, Nadeln, Spritzen und Skalpelle wurden selbstverständlich gestellt, sodass wir direkt loslegen konnten. Nach einiger Zeit hatte man sich auch an die etwas andere Handhabung verschiedener Pinzetten und „Zangen“ gewöhnt, sodass die folgenden zehn Rückstichnähte doch recht fix vonstattengingen.

Anschließend ging es zur Blutabnahme. Geplant waren Zweiergruppen, letztlich lief es aber darauf hinaus, dass ich meinen Arm zweimal opfern musste (meine Venen stellten sich als ziemlich „idiotensicher“ heraus, da es fast unmöglich war, diese zu verfehlen). Glücklicherweise haben wir das all sehr gut hinbekommen, sodass keiner Schmerzen hatte. Ich finde: Das war das Highlight des Semesters!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 2, 2013

Studentenleben live

Eingewöhnung

An einem Samstag begannen die Vorlesungen für das neue Semester an der Fachhochschule Würzburg. Ich hatte das Glück bei meiner Suche nach dem Raum auf ein Mädchen zu treffen, das ebenfalls von der Uni an die FH gewechselt hatte, so hatten wir gleich ein Gesprächsthema. Sie hat vor dem Studium sogar noch eine Ausbildung gemacht, weshalb ich immer mehr das Gefühl bekomme, dass es gar nicht so schlimm ist, in meinem Alter nochmal die Hochschule oder den Studiengang zu wechseln.

Generell fielen mir viele Gesichter in den Reihen auf, die ich schon einmal in der Universität gesehen hatte. Die Prüfungen waren wirklich hart, offensichtlich ging es vielen anderen auch wie mir.

Was man schnell merkt, ist, dass die Fächer, die man hier belegen muss, doch viel mehr Praxisbezug haben. So wird uns zum Beispiel in Steuerrecht gleich dazu gesagt, was wir mal in unserer eigenen Einkommenssteuererklärung beachten müssen. Auch kann ich bereits im ersten Semester zwei Management-Vorlesungen belegen: eine in Personal und eine in Produktion. Das freut mich sehr, da ich später ja genau das beruflich machen möchte.

Hier muss man sich allerdings für fast jedes Fach ein Buch besorgen, was an der Universität nicht der Fall war.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2013
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Apr 30, 2013

Studentenleben live

Pauschal nach Malle

Ich weiß, das Semester hat schon begonnen, aber anstatt euch mit meinen Kursen und Prüfungen zu langweilen, schreibe ich doch lieber etwas über meine Ferien. Nach fünf Wochen zu Hause (und nicht daheim) im schönen, kalten Berlin hatte mein Freund die Idee, doch noch eine Woche ins Warme zu fliegen. Es tauchten Bilder von Strand, Meer und Cocktails mit Papierschirmchen in meinem Kopf auf, die sofort zerplatzten, als ich etwas länger darüber nachdachte. Wie sollte man denn im April eine Woche, bevor man losfahren könnte, noch eine Reise in den Süden buchen? So, wie viele Menschen Urlaub machen: pauschal eben. Ich weigerte mich heftig. Wie kann man, wenn man sich auch nur für ein ganz kleines bisschen alternativ hält, ein Schnäppchenangebot mit Flug, Hotel und am besten noch all-inclusive buchen?

Wir durchforsteten das Internet und fanden nach geschlagenen zwei Stunden auch ein Angebot, das mir halbwegs seriös vorkam. Auf Mallorca, oder liebevoll von vielen Deutschen auch Malle genannt. Nein, nicht am Ballermann, sondern auf der ruhigen Seite und nicht all-inclusive, sondern ohne Essen und Trinken.

Kann man das irgendwem erzählen? Meine Frende dachten auch, ich will sie vera***en, als ich von meinen Plänen erzählte. Nach der Buchung traute ich mich überhaupt nicht, mich zu freuen. Man liest ja ständig, wie Leute im Internet abgezockt werden. Und wer weiß, vielleicht würden sie ja den Flug streichen oder das Hotel gibt es noch gar nicht und man muss dann spontan in irgendein anderes mit horrenden Preisen. Das ist wohl alles schon passiert. Aber bei uns lief es genau so, wie es im Internet stand. Nur der Gratis-Reiseführer hat es nicht mehr pünktlich mit der Post zu mir nach Hause geschafft. Aber das war zu verkraften.

Vor Ort haben wir uns aber nicht mit unserer Reiseleitung in Verbindung gesetzt (Sorry Tina, nimm’s nicht persönlich), sondern auf eigene Faust – also doch ein bisschen alternativ – unsere Ausflüge geplant. Die Insel war so grün, dass ich jetzt verstehen kann, warum so viele Menschen verliebt in sie sind. Schade, dass sie so verrufen ist. Falls sich noch einmal die Gelegenheit bieten sollte, sag ich sicher nicht mehr nein zu einer Pauschalreise nach Malle.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Apr 29, 2013