interaktiv

Studentenleben live

Im Master - was ist anders?

Autor:

Rubrik:
studium

07.05.2013

Vor zwei Wochen hat mein Masterstudium angefangen. Während ich im Bachelor Geschichte und Philosophie studierte, habe ich nun zu den Kulturwissenschaften gewechselt. Das war kein großes Problem. Da die Kulturwissenschaften sich auch mit Geschichte und Philosophie beschäftigen, nur aus kulturalistischer Perspektive eben, erkannte die Uni meine bisherigen Studienleistungen an. Musikwissenschaften hätte ich im Master sicher nicht studieren dürfen. Wichtig scheint mir, dass ich vor der Bewerbung mit einigen Dozenten des Instituts auch mal gesprochen hatte. So hatten sie jemanden vor Augen, als sie meine Bewerbungsunterlagen anschauten. Bei aller scheinbaren Anonymität merke ich immer wieder, dass, wer sich traut und auf die Professoren zu geht, nur selten zurückgewiesen wird. Die sind ja auch nur Menschen und keine Maschinen – die meisten zumindest.

Nun, was hat sich im Master geändert? Wir sind schon mal weniger Studenten. In den meisten Seminaren sitzen plus minus 20 Studenten. Am Geschlechterverhältnis dagegen hat sich nichts geändert: Meist befinden sich neben mir nur ein oder zwei weitere Studenten in den Veranstaltungen, alle anderen sind Studentinnen. Das finde ich schon beachtlich. Da rede mal einer von Quote!

Die Dozenten scheinen mir alle recht zurückhaltend zu sein. Sie wollen uns Studenten nicht viel vorgeben, wir sollen uns selber einbringen, selber Lektürevorschläge machen, selber Modelle an die Tafel zeichnen. Die meisten scheint das aber zu überfordern, oder sie sind noch zu sehr ans Zuhören gewöhnt oder einfach zu schüchtern. Ich hoffe, sie werden bald forscher und frecher. Denn, wenn wir schweigen, machen die Dozenten einfach ihre Einmannshow.

Diesen Artikel teilen