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Studentenleben live

Absolute Mehrheit

Obwohl das Semester schon voll im Gange ist, habe ich es mir gegönnt, letztes Wochenende frei zu machen und eine Freundin in Köln zu besuchen. Drei Stichworte, die mir zu dieser Stadt spontan in den Sinn kamen, ohne dass ich vorher jemals da gewesen war: Kölner Dom, Schwulenmetropole, Schokoladenmuseum.

Ins Schokolademuseum haben wir es leider nicht geschafft, dafür war das Wetter einfach zu schlecht und der Ansturm zu groß. Den Dom kann man ja schon am Bahnhof nicht übersehen und die Schwulenmetropole – naja, ist mir im Detail jetzt nicht aufgefallen, aber als bunt und offen würde ich die Stadt schon bezeichnen.

Noch ein spontanes Stichwort zu Köln: Filmstudios. Daher beschlossen wir, Stefan Raab einen Besuch abzustatten. Natürlich hatten wir nicht vor an seiner Tür zu klingeln, schließlich brauchen auch Promis ihre Privatsphäre. Die Idee war vielmehr: EINMAL LIVE IM FERNSEHEN zu sein - wenn auch nur als Studiogast. Für die beliebten Sendungen ist es sicher schwer, eine Karte zu bekommen, für „Absolute Mehrheit“ wurde im Internet aber virtuell mit Karten um sich geschmissen. Für alle, die die Sendung nicht kennen (zu denen gehörte ich bis vor Kurzem auch) eine knappe Zusammenfassung: Vier Politiker und ein Nicht-Politiker debattieren über drei Themen. Fans können zwischendurch für ihren Favoriten anrufen und falls jemand die „Absolute Mehrheit“ aller Anrufer auf sich vereinen kann, gewinnt er das Geld aus dem Jackpot. Quasi eine Mischung aus seriösem Polittalk und Castingshow.

Für diese Sendung waren hochkarätige Gäste da: Dirk Niebel von der FDP, Gregor Gysi (Die Linke) Florian Pronold von der SPD, Bernd Lucke von der „Alternative für Deutschland“und Dirk Müller. Es ging hitzig zu. Wahrscheinlich hätte man die Szenerie von der heimischen Couch aus besser verfolgen können als im Studio, aber es hat seinen Reiz, hinter die Kulissen zu schauen und Applaus einzuüben. Interessant war auch, dass sowohl die Linken als auch die AfD ihren Fanclub dabei hatten, der an den passenden Stellen (manchmal auch an unpassenden Stellen) claqueurartig jubelte.

Insgesamt war die Kombination Raab und Politik zwar ungewohnt, aber nicht schlecht. Vielleicht schaue ich mir die Sendung nächstes Mal wieder im Fernsehen an.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
May 8, 2013

Studentenleben live

Die erste Woche

Zu Beginn meines Praktikums musste ich noch viele kleine Aufgabe erledigen, da alle Azubis und meistens auch die Praktikanten immer während der Vorbereitungszeit für das Koblenzer Sommerfest mit „Rhein in Flammen“ anfangen, was mit das größte und aufwendigste Fest des Jahres ist. Deshalb muss jeder mit anpacken, was bedeutete, dass ich, wie aber auch alle anderen, Botengänge erledigte, Flyer verteilte, Infostände bestückte, Informationsmaterial für die Gäste verfasste, Backstage-Pässe folierte, Schilder druckte und zusammenklebte, diese anschließend auf dem Veranstaltungsgelände anbrachte usw. Vor so einem Fest geht es drunter und drüber und die Stimmung kann schon mal gereizt sein, jedoch waren trotzdem immer alle fair zu mir. Ich durfte zudem die Organisation eines Gewinnspiels betreuen, bei dem man eine Fahrt mit den Comedians Willie & Ernst auf einer Yacht bei „Rhein in Flammen“ gewinnen konnte. Hierfür verfasste ich die Zu- und Absagen an die Bewerber oder rief sie an. Außerdem besprach ich Konditionen mit Künstlern und lernte, wonach man fragen muss (z. B. ob derjenige Strom, Aufbauhelfer, Sackkarren, eine Übernachtung oder Ähnliches braucht).

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 8, 2013

Studentenleben live

Im Master - was ist anders?

Vor zwei Wochen hat mein Masterstudium angefangen. Während ich im Bachelor Geschichte und Philosophie studierte, habe ich nun zu den Kulturwissenschaften gewechselt. Das war kein großes Problem. Da die Kulturwissenschaften sich auch mit Geschichte und Philosophie beschäftigen, nur aus kulturalistischer Perspektive eben, erkannte die Uni meine bisherigen Studienleistungen an. Musikwissenschaften hätte ich im Master sicher nicht studieren dürfen. Wichtig scheint mir, dass ich vor der Bewerbung mit einigen Dozenten des Instituts auch mal gesprochen hatte. So hatten sie jemanden vor Augen, als sie meine Bewerbungsunterlagen anschauten. Bei aller scheinbaren Anonymität merke ich immer wieder, dass, wer sich traut und auf die Professoren zu geht, nur selten zurückgewiesen wird. Die sind ja auch nur Menschen und keine Maschinen – die meisten zumindest.

Nun, was hat sich im Master geändert? Wir sind schon mal weniger Studenten. In den meisten Seminaren sitzen plus minus 20 Studenten. Am Geschlechterverhältnis dagegen hat sich nichts geändert: Meist befinden sich neben mir nur ein oder zwei weitere Studenten in den Veranstaltungen, alle anderen sind Studentinnen. Das finde ich schon beachtlich. Da rede mal einer von Quote!

Die Dozenten scheinen mir alle recht zurückhaltend zu sein. Sie wollen uns Studenten nicht viel vorgeben, wir sollen uns selber einbringen, selber Lektürevorschläge machen, selber Modelle an die Tafel zeichnen. Die meisten scheint das aber zu überfordern, oder sie sind noch zu sehr ans Zuhören gewöhnt oder einfach zu schüchtern. Ich hoffe, sie werden bald forscher und frecher. Denn, wenn wir schweigen, machen die Dozenten einfach ihre Einmannshow.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  May 7, 2013
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Rubrik: studium
May 7, 2013