interaktiv

Studentenleben live

Absolute Mehrheit

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

08.05.2013

Obwohl das Semester schon voll im Gange ist, habe ich es mir gegönnt, letztes Wochenende frei zu machen und eine Freundin in Köln zu besuchen. Drei Stichworte, die mir zu dieser Stadt spontan in den Sinn kamen, ohne dass ich vorher jemals da gewesen war: Kölner Dom, Schwulenmetropole, Schokoladenmuseum.

Ins Schokolademuseum haben wir es leider nicht geschafft, dafür war das Wetter einfach zu schlecht und der Ansturm zu groß. Den Dom kann man ja schon am Bahnhof nicht übersehen und die Schwulenmetropole – naja, ist mir im Detail jetzt nicht aufgefallen, aber als bunt und offen würde ich die Stadt schon bezeichnen.

Noch ein spontanes Stichwort zu Köln: Filmstudios. Daher beschlossen wir, Stefan Raab einen Besuch abzustatten. Natürlich hatten wir nicht vor an seiner Tür zu klingeln, schließlich brauchen auch Promis ihre Privatsphäre. Die Idee war vielmehr: EINMAL LIVE IM FERNSEHEN zu sein - wenn auch nur als Studiogast. Für die beliebten Sendungen ist es sicher schwer, eine Karte zu bekommen, für „Absolute Mehrheit“ wurde im Internet aber virtuell mit Karten um sich geschmissen. Für alle, die die Sendung nicht kennen (zu denen gehörte ich bis vor Kurzem auch) eine knappe Zusammenfassung: Vier Politiker und ein Nicht-Politiker debattieren über drei Themen. Fans können zwischendurch für ihren Favoriten anrufen und falls jemand die „Absolute Mehrheit“ aller Anrufer auf sich vereinen kann, gewinnt er das Geld aus dem Jackpot. Quasi eine Mischung aus seriösem Polittalk und Castingshow.

Für diese Sendung waren hochkarätige Gäste da: Dirk Niebel von der FDP, Gregor Gysi (Die Linke) Florian Pronold von der SPD, Bernd Lucke von der „Alternative für Deutschland“und Dirk Müller. Es ging hitzig zu. Wahrscheinlich hätte man die Szenerie von der heimischen Couch aus besser verfolgen können als im Studio, aber es hat seinen Reiz, hinter die Kulissen zu schauen und Applaus einzuüben. Interessant war auch, dass sowohl die Linken als auch die AfD ihren Fanclub dabei hatten, der an den passenden Stellen (manchmal auch an unpassenden Stellen) claqueurartig jubelte.

Insgesamt war die Kombination Raab und Politik zwar ungewohnt, aber nicht schlecht. Vielleicht schaue ich mir die Sendung nächstes Mal wieder im Fernsehen an.

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