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Studentenleben live

Mit einem Tag Verspätung

Es war erstaunlich ruhig geblieben dieses Jahr. Kaum bis gar keine Krawalle am Rande der Demonstrationen anlässlich des 1. Mais in Berlin. Stattdessen ein wunderbar buntes und fröhliches „Myfest“ in Kreuzberg mit Zigtausenden gut gelaunten Berlinern. Für alle Potsdamer Studenten mit Wohnsitz in der Hauptstadt sollte der große Schrecken aber noch kommen...

Dabei fing auch der 2. Mai ganz ruhig an. Zumindest für mich. Ich hatte mich am Vortag noch auf ein Referat im Geschichtsseminar zur Französischen Revolution vorbereitet und startete, wie es sich für einen Studenten gehört, ganz gemächlich in den Tag. Wie jeden Morgen stellte ich das Radio an und schlürfte am frisch gebrühten Kaffee. Beim Aufschneiden meines Brötchens kam dann die Meldung, die dem Tag eine unvorhersehbare Kehrtwende verlieh. „Erhebliche Probleme bei der S-Bahn! Nach einem Kabelbrand fahren auf der Strecke zwischen Berlin und Potsdam momentan keine Züge. Auch die Regionalbahnlinie nach Potsdam ist nicht in Betrieb. Vermutet wird ein Anschlag linksgerichteter Gruppierungen!“ „Naaaa suuuuper“, dachte ich mir.

Das Ganze wäre ja ein nicht allzu großes Drama gewesen, wenn ich nicht ausgerechnet an diesem Tag ein Referat hätte halten müssen. Ein Blick ins Internet verriet: keine Chance auf irgendeine Verbindung nach Potsdam. Per E-Mail informierte ich meinen Dozenten und schickte ihm das um einige Notizen ergänzte Hand-Out zu meinem Vortrag, in der Hoffnung, er könne dies als Vorlage für die Sitzung nutzen. Voller Verständnis, was blieb ihm auch anderes übrig, beantwortete er die Mail und bedankte sich für die Ausarbeitungen.

Nach dem Seminar kam dann sogar eine weitere Mail, in der er sich herzlichst für das sehr gelungene Hand-Out bedankte. So endetet dieser „1.-Mai-Schock mit einem Tag Verspätung“ doch noch gut – der modernen Kommunikation sei Dank!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 31, 2013

Studentenleben live

Die Welt ist ein Dorf

Spätestens seit dem Abi kenne ich eigentlich überall in Deutschland Leute, die ich besuchen könnte. Ich kenne zumindest Leute, die Leute kennen, die in der Stadt wohnen, die ich besuchen möchte.

Trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, diese Menschen, die ich nur flüchtig oder eigentlich gar nicht kenne, zu fragen, ob ich während eines Städtetrips bei ihnen wohnen kann. Schließlich sollen sie sich ja nicht als kostenlose Hostelalternative fühlen, die einem am besten alle Insidertipps geben, einen sonst aber nicht weiter stören soll. Beim Couchsurfen hingegen habe ich keinerlei Hemmungen mehr, wildfremde Menschen zu fragen, ob ich nicht in ihrer Privatwohnung übernachten könnte. Natürlich sprechen diese Menschen, dadurch, dass sie sich bei Couchsurfing registriert haben, eine generelle Bereitschaft aus, Fremde bei sich zu beherbergen. Aber wer sagt, dass das die lockeren Bekanntschaften nicht auch tun?

Letztes Wochenende war ich wieder in dieser Zwickmühle. Wir wollten die schöne Barockstadt Würzburg besuchen, aber wo unterkommen? Die entfernten Bekannten von meinem Freund fragen, oder doch lieber Couchsurfen oder ins Hostel? Die Hostelfrage hatte sich bald erledigt, da es keine freien Zimmer mehr gab. Nach langem hin und her beschloss ich, doch Couchsurfer zu suchen. Da die Zeit schon etwas knapp war, las ich mir die ersten angezeigten Profile durch und schrieb die an, die ich sympathisch fand. Gott sei Dank wollte uns eine Surferin auch aufnehmen. Und wie es das Schicksal so wollte, war das die Bekannte von meinem Freund! Die Welt hat also wieder mal gezeigt, dass sie doch nicht so groß ist. Und vielleicht sollte ich das nächste mal nicht allzu große Hemmungen haben, Bekannte nach einem Schlafplatz zu fragen. Nein sagen können sie ja schließlich immer.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
May 31, 2013

Studentenleben live

Bitte nicht schon wieder

Es tut mir leid, liebe Leute, aber ich muss euch leider erneut einen Einblick in die Schattenseiten des Studiums liefern. Ich sag nur: Studienordnung.

Diesmal traf mich das Schreckensgespenst der Uni-Bürokratie in meinem Nebenfach Geschichte. Mal abgesehen davon, dass die Anzahl der Pflichtveranstaltungen in diesem Fach aus meiner Sicht genauso groß ist wie in meinem Hauptfach Politik, haben sich die Damen und Herren des Prüfungsausschusses was ganz Tolles ausgedacht. Seit Neuestem muss der geneigte Studierende sich nämlich nicht nur für Klausuren anmelden, um eine Prüfungsleistung im Modul XY abzulegen. Nein, nein. Auch wenn er eine Hausarbeit schreiben möchte, muss er sich über das allseits beliebte Online System PULS dafür anmelden. Es wäre ja auch zu simpel, wenn dies automatisch mit der Anmeldung für den Kurs geschehen würde. Ist klar...

Da mir das allerdings keiner gesagt hat (weder die Dozenten noch das Prüfungsamt, via E-Mail beispielsweise) habe ich diese Prozedur im letzten Semester natürlich nicht vorgenommen. Und jetzt wird’s kompliziert. Denn, dass die Note einfach nachträglich in das Online-System eingetragen wird – Pustekuchen, kannste vergessen. Zunächst muss ich mir jetzt eine Bestätigung holen, dass ich die Leistung auch tatsächlich abgelegt habe (okay, das ist noch zu verstehen), dann zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wandern (nebst 100 anderen Studierenden, die wöchentlich in seine Sprechstunde kommen) und dann noch zum Prüfungsamt marschieren. Wobei die Damen und Herren des Prüfungsamtes es laut der Aussage meines Professors nicht so gerne sehen, wenn man Leistungen nachträglich eintragen lassen muss...

Das alles verspricht natürlich ein Riesen-Spaß zu werden und zeigt mal wieder eins: wie unglaublich langsam die Mühlen der Bürokratie auch an der Universität mahlen.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  May 27, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
May 27, 2013