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Studentenleben live

Das Drachenfest

Die größte Aufgabe, mit der ich betraut wurde, war die eigenständige Erarbeitung eines Konzeptes für das sogenannte Drachenfest, das es bisher in Koblenz noch nicht gegeben hat. Auftraggeber war nicht die Koblenz-Touristik selbst, sondern das Grünflächenamt der Stadt. Deshalb sollte ich mehrere Vorschläge machen, unter denen das Grünflächenamt dann hätte wählen können.

Ich hatte keinerlei Vorgaben, also überlegte ich mir zunächst, wo das Fest überhaupt stattfinden könnte. Ich entschied mich für den Festungspark der Festung Ehrenbreitstein und wollte konkret die Stadt- und die Landesfläche nutzen. Dort sollten an einem Sonntag im Herbst die Besucher ihre Drachen steigen lassen. Um das Fest zu gestalten, musste ich mich beispielsweise um die Akquise von Künstlern kümmern. Ich holte diverse Angebote für Drachenbauworkshops ein und erhielt von diesen Kontakten Hinweise, wo ich weiter recherchieren könnte. Ich lernte, dass es wünschenswert ist, wenn der Künstler viele Sachen selbst mitbringt, so muss ich weniger organisieren. Außerdem suchte ich verschiedene Drachen-Walk-Acts heraus und bekam ein Gespür dafür, wie viel Gage in der Branche normal ist und was man den Künstlern zur Verfügung stellen sollte, etwa eine Garderobe, Verpflegung, Spritgeld und ab und zu auch eine Unterkunft. Um noch mehr Informationen zu bekommen, kontaktierte ich verschiedene Drachenclubs, die mir Tipps gaben oder das Fest gar besuchen wollten.

Natürlich sollte es auch ein Angebot für Kinder geben, wofür ich mich mit dem Jugendamt und der Jugendkunstwerkstatt in Koblenz in Verbindung setzte, die bereit waren Bastelstände und Spiele anzubieten.

Sehr schwer tat ich mich beim Thema Deko, weil ich einfach nicht wusste, woher man diese bekommen konnte. Ein weiteres Problem war das Verpflichten eines Flugshowkünstlers oder Flugshow-Teams, da das Fest bereits vier Wochen später stattfinden sollte und die Künstler schon anderweitig verpflichtet waren.

Aus diversen Gründen, konnte das Fest letztlich leider nicht stattfinden.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Jul 4, 2013

Studentenleben live

Fernsehen als Boulevard-Medium

Erst hieß es Hochwasser. Dann hieß es Jahrhunderthochwasser. Und plötzlich war es das Jahrtausendhochwasser. Ich verfolgte die Sache nur am Rande, der Neckar hatte die Neckarwiesen überspült, die Promenade war übergelaufen, ansonsten sah ich in Heidelberg nicht viel von eben jenem Jahrtausendhochwasser. Ich dümpelte also in der vagen Ahnung herum, dass ein Wässerchen nach Norden zog, und beschloss, mich mal wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Schon bald bereute ich das, und vor allem bereute ich die Anschaffung der Tagesschau-App. Den Tagesthemen zufolge war das Hochwasser bis Sachsen-Anhalt gelangt, in die Landeshauptstadt Magdeburg. So viel erfuhr ich, der Rest war „dramatisch“, die Stadt „hielt den Atem an“, man könne nur noch „hoffen und beten“. Weinende Menschen wurden eingeblendet, der arme zurückgebliebene Wellensittich bejammert. Der Brennpunkt titelte: „Flut, Zerstörung und kein Ende“, der Informationsgehalt der Sendung war gering, die Perspektive einseitig.

Fazit: Ich lag auf meinem Bett und machte mir wahnsinnige Sorgen um meine Schwester – völlig überflüssigerweise! Der Werder, die Insel in der Elbe, war überflutet. Sie besteht aber größtenteils aus Wald. Im Stadtteil Rothensee in Magdeburgs Norden stand das Wasser kniehoch, sicherheitshalber hatte man dort Wohnräume evakuiert. Ich will nichts verharmlosen, aber die Panikmache renommierter Medien, nur weil eine relative politische Nachrichtenflaute herrscht, hat mit nüchterner Berichterstattung nur noch wenig zu tun. Ich rief also mein Schwesterherz an – und was die mir schilderte erzähle ich euch im nächsten Blog!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jul 1, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jul 1, 2013

Studentenleben live

Erhellende Verbindungen

Es sind diese Momente in meiner bescheidenen Uni-Karriere, die mir zeigen, dass ich bereits einiges in diesen sechs Semestern gelernt habe. An anderer Stelle habe ich bereits darauf hingewiesen, dass dies ja nicht selbstverständlich ist, angesichts der geballten Wissensaufnahme, der wir Studierenden dank des Bologna-Prozesses ausgesetzt sind.

Diese angesprochen Momente treten dann zu Tage, wenn in einer Lehrveranstaltung – sagen wir zum Thema „Die Französische Revolution“ – auf ein Ereignis Bezug genommen wird, das in einer anderen Veranstaltung – sagen wir über die „Geschichte der USA“ – bereits thematisiert worden ist. Zusammenhänge tun sich auf und beweisen, wie die historischen Verläufe zweier Nationen miteinander verknüpft sind. Das mag für Unbeteiligte belanglos klingen, mir zeigt das aber, dass man eben nicht nur stupide ein Thema nach dem anderen auswendig lernt und nach zwei Wochen sowieso wieder vergisst, sondern, dass Veranstaltungen auch aufeinander aufbauen können.

So selbstverständlich das eben sein sollte, so selten passiert dies leider. Umso größer ist die Genugtuung, wenn so eine erhellende Verbindung eintritt. Das liegt natürlich auch am fortgeschrittenen Stand meines Studiums, wo wir beim Kasus Knaxus wären. Wenn das Studium nämlich statt der anberaumten sechs zum Beispiel acht Semester dauerte, würde es mit Sicherheit häufiger zu diesen erkenntnisreichen Momenten kommen. Also heißt es, diese rar gesäten Augenblicke zu genießen und zu hoffen, dass spätestens im Master noch einige dazu kommen werden.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 28, 2013