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Studentenleben live

Auch mal Neues wagen

Referate und Präsentationen sind in der Uni (zumindest in meinem Studienfach) die essentiellen Bestandeile eines jeden Seminars. Mit ihnen steht und fällt die Qualität einer Sitzung. Und glaubt mir: Ich habe in meiner bescheidenen, kleinen Uni-Karriere schon viele Referate gehört. Ohne jetzt arrogant klingen zu wollen: Die meisten waren (leider) schnöder Durschnitt, einige grausam und ganz wenige wirklich richtig gut.

Die am Häufigsten genutzte Basis ist und bleibt dabei Powerpoint. Manchmal wird noch der Overhead-Projektor miteinbezogen – das war‘s dann aber auch. Neuerdings, und auch ich bin ein Verfechter dieses Tools, sieht man immer häufiger „Prezis“. Dieses online-basierte Programm erlaubt es wesentlich besser, den bloßen Inhalt eines Themas mit ausgefallenen, aber nicht übertriebenen, visuellen Effekten und unter Einbezug von (Youtube-)Videos und Bildern darzustellen. Erklärt wird alles in einem Online-Tutorial auf der Webseite der Software.

Einen ganz neuen Weg habe ich dann vor zwei Wochen beschritten. Ich habe mein erstes Referat auf Plakat-Basis gehalten. Das Thema war „Die EU in den internationalen Klimaverhandlungen“ und da ich anhand zweier Konferenzen die Machtstruktur in den Verhandlungen darstellen wollte, boten sich Plakate sehr gut an. Außerdem hatte ich einfach Lust, mal etwas Neues auszuprobieren. Fazit des Ganzen: Es ist schwieriger als gedacht, komplexe Sachverhalte auf die Größe eines Plakates zu komprimieren, aber 1.) macht das Gestalten Spaß und 2.) schaffen Plakate eine Visualisierung, die man sich gut einprägen kann (so auch das Feedback des Kurses). Mein Rat also an euch: bei Referaten öfter mal was Neues wagen, um sich vom (langweiligen) Durchschnitt abzuheben. Dafür ist es nie zu spät!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jul 12, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jul 12, 2013

Studentenleben live

Deutschland Tour

„Aufgrund von Bauarbeiten heute leider zwanzig Minuten später“, „außerplanmäßig zum Halten gekommen“, „es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet“, „die Anschlusszüge können leider nicht erreicht werden“, „unsere Weiterfahrt verzögert sich um wenige Minuten, wir bitten um Ihr Verständnis“, … Wem keiner dieser Sätze bekannt vorkommt, der hat wohl ein Auto.

Aber das war eigentlich nicht meine Intention. Ich wollte hier gar nicht der typisch deutschen Meckermentalität zum Opfer fallen. „Die Bahn ist teuer und unzuverlässig, das Wetter beschissen, April das ganze Jahr, die Jugend verkommt, alle gucken nur noch Reality-Shows im Fernsehen. Was ist nur aus der Gesellschaft geworden?“ Mit ‚früher war alles besser‘ werde ich schon später noch meinen Enkeln und Urenkeln kommen. Aber nicht jetzt.

Eigentlich wollte ich nämlich auf eine schöne Erfindung der Bahn hinaus: den Deutschlandpass. Für 109 Euro kann man damit einen Monat lang quer durch Deutschland. ICE, Regionalzüge, S-Bahn, wunderbar. Einen Tag sogar in die Schweiz und nach Österreich. Abgesehen davon, dass ich dafür gerade theoretisch nicht die Zeit haben sollte, ist das Angebot wirklich grandios. Und der Preis lohnt sich bei mir schon bei einem einzigen Trip in die heimischen Gefilde Niedersachsens.

Kaum aber hatte ich diesen Pass, passierte alles irgendwie von selbst:

Wichtige Sachen für die Uni werden beiseitegeschoben oder fallen in die Kategorie „Kann ich ja auch im Zug machen“, Hörbücher werden auf den iPod geladen und dann wird gefahren, was das Zeug hält. Damit es sich auch richtig rentiert. Letztes Wochenende war ich bei meinem Bruder in Berlin, das davor für einen Tag und eine Nacht in Düsseldorf bei einer Freundin, davor in Fulda beim Abiball und der Geburtstagsfeier von einer anderen Freundin. Spontane Aktionen, keine Zugbindung, einfach mal zum Bahnhof fahren und gucken, auf welchen Anzeigetafeln mein Zielort steht ... Und so bin ich nun ein bisschen durch Deutschland getourt und habe meine Zeit mit lieben Menschen genossen. Danke, Deutsche Bahn.

Aber ein bisschen meckern will ich doch. Hier meine Kritikpunkte:

Ohne Sitzplatzreservierung ist das ICE-Fahren am Wochenende das Grauen. Zwischen schwitzenden Menschen im Gang stehend eingequetscht sein ist nicht so mein Ding. Abgesehen davon kostet dieses Ticket ab 19 Jahren geschmeidige 259 Euro und ich verstehe nicht, warum es keinen vergünstigten Tarif für Studenten gibt.

Wie auch immer, es war eine wunderschöne Zeit und ich kann dieses Ticket jedem empfehlen. Deutschland hat wirklich sehenswerte Ecken!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2013
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 11, 2013

Studentenleben live

Ein Monat mit dem Deutschlandpass

„All you can travel“ – der Deutschlandpass ist fast so gut wie die Bahn-Card 100. Einen Monat lang kann ich damit quer durch Deutschland tingeln. Erst habe ich einen Freund in München besucht, dann einen in Frankfurt und dann bin ich damit bis an die französische Grenze gefahren und von dort nach Paris getrampt. Vergangenes Wochenende war ich bei meinen Eltern und jeden Montag bin ich zu einer spannenden Vorlesung nach Berlin gefahren. Wenn meine Seminare in Leipzig vorbei sind, fahre ich noch in die Schweiz. Auch da und in Österreich ist der Deutschlandpass an zwei Tagen gültig. Mit dem ICE reist man echt schnell und komfortabel. Fast fühle ich mich unter Druck gesetzt, den Pass noch weiter auszureizen, aber daheim in Leipzig ist es auch schön.

Für Studenten bis 26 Jahre kostet das Ding knapp 260 Euro und es ist einen ganzen Monat gültig, bis maximal zum 31. August dieses Jahres. Junge Leute (bis 18 Jahre) bekommen den Pass sogar für nur rund 110 Euro. Wer sich also beispielsweise diesen Sommer die verschiedenen Unis und Uni-Städte anschauen mag, dem kann ich diesen Pass nur empfehlen. Keine Angst, die DB bezahlt mich nicht dafür, dass ich dafür Werbung mache. Als ich Abitur gemacht hatte, gab es so einen Pass nur leider noch nicht. Das hätte mir damals auch schon gut gefallen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2013
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Rubrik: studium
Jul 11, 2013