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Freiheit durch Smartphones?

Autor:

Rubrik:
studium

17.07.2013

Das Smartphone ist unser erweiterter Arm und unser erweitertes Gedächtnis. Solange der Akku hält, können wir damit ständig und überall E-Mails und SMS schreiben, chatten, skypen oder sonstwie kommunizieren. Wir können alles, was uns einfällt, augenblicklich jemandem mitteilen. Umgekehrt können andere uns auch ständig erreichen und fragen, wo wir sind, was mir machen, warum wir jetzt gerade dort sind und warum wir das gerade jetzt machen müssen oder wollen.

All das, was wir gerne machen, ohne dass es sofort alle wissen, müssen wir verheimlichen. Wenn wir auf eine Nachricht oder einen Anruf nicht gleich reagieren wollen, müssen wir uns Ausreden einfallen lassen, wie: „Der Akku war leer“, „Ich hatte keinen Empfang mehr“, „Mein Guthaben war aufgebraucht“ usw. So werden wir zu Lügnern.

Und: Das Wissen, dass der andere rein theoretisch gleich antworten könnte, erzeugt doch eine gewisse Ungeduld. Wenn er nicht sofort antwortet, vermuten wir vielleicht, dass er uns nicht mehr mag, uns geringschätzt, uns etwas verheimlichen will oder sonst irgendeine Unstimmigkeit. Was uns eigentlich frei machen soll, nimmt uns auf einmal gefangen.

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