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Studentenleben live

Mehr Freizeit vs. mehr Gehalt

Wofür würdest du dich entscheiden? Eine gute Frage, oder? Bevor du eine Antwort auf diese Frage gibst, nimm dir bitte kurz einen Moment und denk darüber nach. Möchtest du nach dem Studium einen Job anfangen, bei dem du zwar sehr gut bezahlt wirst, aber kaum Zeit hast, um dich mit Freunden zu treffen oder deine Familie zu sehen, weil du ständig von A nach B reisen musst und/oder eine 60-Stunden-Woche hast? Oder strebst du eher danach, einen Job anzunehmen, bei dem du dein Privat- mit deinem Arbeitsleben besser unter einen Hut bekommst, sprich: Zeit für dich, Zeit für deine Freunde, Zeit für deine Familie hast – aber dafür weniger Gehalt? Klar, wenn du weniger verdienst, kannst du dir in deiner Freizeit weniger leisten, aber auf der anderen Seite könnte ich dich fragen: Wozu viel Geld haben, wenn du keine Zeit hast, es auszugeben und die Sachen zu genießen, die du dir oder anderen davon kaufst?

Ich habe mir diese Fragen während des Studiums schon öfter gestellt und bin zu folgendem Entschluss gekommen: In den nächsten Jahren werde ich mich für einen Mittelweg entscheiden, der wahrscheinlich etwas mehr in Richtung mehr Gehalt tendieren wird. Eine 40-Stunden-Woche mit der einen oder anderen Überstunde. Im Marketing definitiv keine Seltenheit. Aber ich bin ja noch jung und belastbar und habe keine Kinder. Sobald ich allerdings mit der Familienplanung beginne und Kinder bekomme, werde ich mich etwas zurückziehen. Nach der Elternzeit, die ich mir wahrscheinlich mit meinem Freund aufteilen werde, plane ich dann nur noch mit einem Teilzeitjob – aber weiterhin im Marketing natürlich. Ich möchte schließlich für meine Kinder da sein und ihre Erziehung nicht einer Tagesmutter überlassen. Wenn die Kinder älter werden, kann ich meine Stunden pro Woche ja nach und nach aufstocken und es dann so abpassen, dass ich zu Hause bin, wenn sie nachmittags aus der Schule kommen.

Ich argumentiere also mit der Familienplanung – womit argumentierst du?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 15, 2013

Studentenleben live

Hausarbeiten schreiben mit Yoga

Hausarbeiten schreiben ist für mich zugleich sehr schön und sehr stressig. Ich bin einerseits ziemlich frei, mich mit Themen zu beschäftigen, die mich wirklich interessieren. Andererseits führt das dazu, dass ich viele Stunden in den Bibliotheken herumstöbere, in vielen Büchern blättere, Querverweisen folge und viel, viel lese und schreibe. Um dem ganzen etwas Ausgleich zu geben, treffe ich mich jeden Morgen mit ein paar anderen Studenten für zwei Stunden zum Yoga. Zwei von ihnen lernen gerade fürs Physikum und meinten, ihre Kommilitonen sähen inzwischen viel gestresster aus als sie. Die zwei Stunden Yoga am Morgen lassen sie viel konzentrierter lernen. Ursprünglich sollte Yoga die Menschen dazu anregen, lange ruhig dazusitzen und zu meditieren. Mir erlaubt es, lange dazusitzen und über meinen Büchern zu brüten.

Ohne Yoga wäre ich total verspannt, unausgeglichen und könnte gar nicht so lange in der Bibliothek sein und am Computer schreiben. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Yogis, die meditieren, um den Kopf frei zu kriegen, machen wir aber das Gegenteil und versuchen, so viel wie möglich in den Kopf rein zu kriegen. Wenn andere Joggen oder ins Fitnessstudio gehen, um ihre kulinarischen „Sünden“ auszubügeln und überschüssige Pfunde zu verbrennen, machen wir Yoga, um die unangenehmen Folgen von geistigem Vielfrass zu lindern. Klingt irgendwie unausgeglichen – ist es irgendwie auch. Aber wer ist das schon?

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2013
Autor:
Rubrik: studium
Aug 13, 2013

Studentenleben live

Wie alles begann

Als ich etwa 15 Jahre alt war, hab ich mal meinen großen Bruder in Tübingen besucht, um mir ein Bild vom Studentenleben zu machen, das er als Geisteswissenschaftler dort führte. Ziemlich angetan vom Charme kleiner WG-Küchen und geistreicher Schwafelgespräche, konnte ich es kaum abwarten, mit der Schule fertig zu werden und auch den Weg an die Hochschule einzuschlagen. Nach dem Abi war es endlich soweit und ich war schier erschlagen von den sich bietenden Möglichkeiten. Wie so viele, wusste ich nicht so genau, welches das richtige Studium für mich sein könnte. Auch wenn die Kommilitonen (auch heute noch ein sehr schwieriges Wort) meines Bruders über ganz schön kluge Sachen philosophiert haben, ging mir das hochtrabende Gerede schon beim zweiten Besuch auf den Keks. Geisteswissenschaften sollten es also nicht sein. Nachdem ich in meiner Traumberufsliste von Pharmazie über Kunst, Musik, Lehramt und Medizin doch so einiges an Ideen hatte und auch schon ein paar Ablehnungen kassiert habe musste, kam mir die Idee, aus dem ganzen Bildungszirkus auszusteigen und für sieben Monate in Kenia mehr über die Welt und mich selbst bei einem freiwilligen Projekt zu erfahren. Das war eine sehr lehrreiche Zeit, die mir einerseits zeigte, wie bunt und anders die Welt sein kann, und mich anderseits lehrte, dankbar zu sein für das Privileg, überhaupt studieren zu können. Bei derselben Gelegenheit konnte ich auch noch erleben, dass Grundschullehrerin nicht gerade der Beruf ist, für den ich gemacht bin.

Zurück in Deutschland, bin ich dann eigentlich mehr aus Zufall auf meinen jetzigen Studiengang Geoökologie gestoßen. Ich bereitete mich gerade gleichzeitig auf eine Kunstprüfung und ein Medizinpraktikum vor. Um im Falle eines Falles dann zumindest irgendwo unterzukommen bewarb ich mich auch noch breit auf viele andere Studiengänge. Bei einer dieser „Absicherungsbewerbungen“ stieß ich auf den Studiengang „Geoökologie“, und obwohl ich den dicken Studiengangführer gefühlt auswendig konnte, hatte ich das wohl übersehen. Der Wikipedia-Artikel dazu klang vielversprechend. Von dem Auswahlgespräch, zu dem ich eigentlich nur ging, um meinen guten Willen zu zeigen, kehrte ich begeistert zurück. Und nach nochmaligem in mich gehen, war dann klar, dass ich mich über eine Zusage freuen würde.

Mittlerweile studiere ich sein vier Semestern und das schon an der zweiten Uni. Ich weiß schon ziemlich viel darüber, was Geoökologen so machen, und bin überzeugt, den richtigen Studiengang gefunden zu haben. Meine Studienzeit ist bis jetzt ganz anders, als das, was ich mir damals mit 15 vorgestellt habe.

In meinem Alltag erlebe ich viel Schönes und Interessantes, aber auch weniger spannende Vorlesungen und nervige bürokratische Hürden. Mein Mitbewohner meinte einmal morgens zu mir, als ich versuchte, irgendwie schlüssig zu argumentieren, dass Regenwetter doch ein Grund sei, nicht zur Vorlesung zu gehen: „Mia, jetzt fängst du an, richtig zu studieren“. Egal wie verwerflich die Aussage war, wir führten dieses Gespräch in unserer gemütlichen WG-Küche.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2013
Autor: Mia
Rubrik: studium
Aug 8, 2013