Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Einblicke in das Kuwi-Studium — Mary Douglas

Ein wichtiger Grundlagentext der Kulturwissenschaft ist für mich „Reinheit und Gefährdung“ von Mary Douglas. Darin beschreibt sie unter anderem wie kulturelle Muster uns prägen, und zeigt, dass Kultur auf Symbolen beruht. Diese ordnen alles, was wir wahrnehmen, in Kategorien ein, damit wir uns leichter orientieren können. Phänomene, die nicht in die bestehenden Ordnungssysteme passen, werden entweder als negativ oder gar nicht wahrgenommen.

So ist zum Beispiel das Empfinden von Unreinheit stets vor dem Hintergrund eines bestimmten Denkmusters zu sehen, das in uns wirkt. Sind Schuhe auf dem Tisch, reagieren wir in der Regel angeekelt. Stehen sie jedoch vor der Tür, sind sie neutral. Dass wir so empfinden, liegt daran, dass uns die Kultur gelehrt hat, in welchem Kontext Schuhe schmutzig und eklig sind und in welchem nicht. Die Schuhe sind dabei immer dieselben. Empfinden wir etwas als Schmutz, sind die Grenzen unserer inneren Ordnung übertreten worden, etwas befindet sich nicht am richtigen Platz.

Als weiteres Beispiel führt Mary Douglas die Speisegesetze des dritten und fünften Buch Mose an. Viele meinen, dass diese auf medizinische Gründe zurückzuführen sind. Die Erkenntnisse darüber entstanden aber erst nach Aufstellung der Gebote. Deshalb meint Douglas, dass es sich dabei um ein symbolisches System handelt. Untersucht man die Speisegesetze, so fällt auf, dass Tiere in Paarhufer und Nicht-Paarhufer sowie in Wiederkäuer und Nicht-Wiederkäuer eingeteilt werden. Ist ein Tier nicht eindeutig zuzuordnen, ist es nicht koscher. Schweine etwa, da sie nicht widerkäuen und trotzdem gespaltene Hufe haben. Pferde wiederum käuen zwar wieder, haben aber keine gespaltenen Hufe; sie sind damit also auch nicht koscher.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 15, 2013

Studentenleben live

Mehr Freizeit vs. mehr Gehalt

Wofür würdest du dich entscheiden? Eine gute Frage, oder? Bevor du eine Antwort auf diese Frage gibst, nimm dir bitte kurz einen Moment und denk darüber nach. Möchtest du nach dem Studium einen Job anfangen, bei dem du zwar sehr gut bezahlt wirst, aber kaum Zeit hast, um dich mit Freunden zu treffen oder deine Familie zu sehen, weil du ständig von A nach B reisen musst und/oder eine 60-Stunden-Woche hast? Oder strebst du eher danach, einen Job anzunehmen, bei dem du dein Privat- mit deinem Arbeitsleben besser unter einen Hut bekommst, sprich: Zeit für dich, Zeit für deine Freunde, Zeit für deine Familie hast – aber dafür weniger Gehalt? Klar, wenn du weniger verdienst, kannst du dir in deiner Freizeit weniger leisten, aber auf der anderen Seite könnte ich dich fragen: Wozu viel Geld haben, wenn du keine Zeit hast, es auszugeben und die Sachen zu genießen, die du dir oder anderen davon kaufst?

Ich habe mir diese Fragen während des Studiums schon öfter gestellt und bin zu folgendem Entschluss gekommen: In den nächsten Jahren werde ich mich für einen Mittelweg entscheiden, der wahrscheinlich etwas mehr in Richtung mehr Gehalt tendieren wird. Eine 40-Stunden-Woche mit der einen oder anderen Überstunde. Im Marketing definitiv keine Seltenheit. Aber ich bin ja noch jung und belastbar und habe keine Kinder. Sobald ich allerdings mit der Familienplanung beginne und Kinder bekomme, werde ich mich etwas zurückziehen. Nach der Elternzeit, die ich mir wahrscheinlich mit meinem Freund aufteilen werde, plane ich dann nur noch mit einem Teilzeitjob – aber weiterhin im Marketing natürlich. Ich möchte schließlich für meine Kinder da sein und ihre Erziehung nicht einer Tagesmutter überlassen. Wenn die Kinder älter werden, kann ich meine Stunden pro Woche ja nach und nach aufstocken und es dann so abpassen, dass ich zu Hause bin, wenn sie nachmittags aus der Schule kommen.

Ich argumentiere also mit der Familienplanung – womit argumentierst du?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 15, 2013

Studentenleben live

Hausarbeiten schreiben mit Yoga

Hausarbeiten schreiben ist für mich zugleich sehr schön und sehr stressig. Ich bin einerseits ziemlich frei, mich mit Themen zu beschäftigen, die mich wirklich interessieren. Andererseits führt das dazu, dass ich viele Stunden in den Bibliotheken herumstöbere, in vielen Büchern blättere, Querverweisen folge und viel, viel lese und schreibe. Um dem ganzen etwas Ausgleich zu geben, treffe ich mich jeden Morgen mit ein paar anderen Studenten für zwei Stunden zum Yoga. Zwei von ihnen lernen gerade fürs Physikum und meinten, ihre Kommilitonen sähen inzwischen viel gestresster aus als sie. Die zwei Stunden Yoga am Morgen lassen sie viel konzentrierter lernen. Ursprünglich sollte Yoga die Menschen dazu anregen, lange ruhig dazusitzen und zu meditieren. Mir erlaubt es, lange dazusitzen und über meinen Büchern zu brüten.

Ohne Yoga wäre ich total verspannt, unausgeglichen und könnte gar nicht so lange in der Bibliothek sein und am Computer schreiben. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Yogis, die meditieren, um den Kopf frei zu kriegen, machen wir aber das Gegenteil und versuchen, so viel wie möglich in den Kopf rein zu kriegen. Wenn andere Joggen oder ins Fitnessstudio gehen, um ihre kulinarischen „Sünden“ auszubügeln und überschüssige Pfunde zu verbrennen, machen wir Yoga, um die unangenehmen Folgen von geistigem Vielfrass zu lindern. Klingt irgendwie unausgeglichen – ist es irgendwie auch. Aber wer ist das schon?

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2013
Autor:
Rubrik: studium
Aug 13, 2013