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Studentenleben live

Einblicke in das Kuwi-Studium - Clifford Geertz

Neben Mary Douglas ist auch Clifford Geertz äußerst wichtig für die Kulturwissenschaft. Er prägte den Begriff „dichte Beschreibung“. Damit meint er, dass Kulturen nicht nur mit Daten beschrieben und damit erfasst werden können, sondern eben „dicht“ beschrieben werden müssen. Das bedeutet, dass sie detailliert beobachtet, charakterisiert und dann auch interpretiert und eingeordnet werden müssen.

Damit ist die Ethnologie keine experimentierende Wissenschaft, die Gesetzmäßigkeiten aufstellt, sondern eine interpretierende, die nach Bedeutung sucht. Durch die dichte Beschreibung eines Phänomens, kann man sich den großen Fragen annähern. Und die Erkenntnisse über kulturelle Vielfalt können uns anregen, über Alternativen zu unseren Lebensstilen nachzudenken.

Obwohl man mit den Erkenntnissen, die die Ethnologie hat, keine allgemeinen Gesetzmäßigkeiten aufstellen kann, kann man durch dichte Beschreibung trotzdem einen theoretischen Bezugsrahmen entwickeln. Dieser kann haltbare Interpretationen bereitstellen, wenn man bei einer Feldforschung einem neuen sozialen Phänomen begegnet. Der Bezugsrahmen kann nur Allgemeinheit durch die Genauigkeit der Einzelbeschreibungen erreichen, werden abstrakte Begriffe verwendet, verlieren die Worte ihr Gehalt. Oftmals fällt es auch schwer, kulturelle Phänomene präzise zu beschreiben, was zu Ungenauigkeiten führt. Des Weiteren darf nicht vergessen werden, dass Realität nie wirklich und vollständig abgebildet werden kann. All unsere Daten sind immer nur eine Auslegung der Wirklichkeit und jeder hat immer eine andere Perspektive. Und gerade bei der Feldforschung in einem relativ unbekannten Gebiet fällt es oftmals schwer, sich in einer neue Vorstellungswelt einzuarbeiten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 23, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 23, 2013

Studentenleben live

Rentnertreff Möbelhaus

Als Studi bekommt man leider herzlich wenig davon mit, wo sich Rentner in dieser Stadt treffen.

Was macht man eigentlich, wenn man pensioniert ist und keinen Garten, Hund, oder Enkelkind hat, worum man sich kümmern kann? Das Theater ist natürlich ein Treffpunkt für graues Haar, aber dank der guten Studentenangebote sind auch immer mal wieder farbige Schöpfe zu sehen.

Seit ich letzte Woche mit meiner alten Dame (wie ich sie immer nenne) im Möbelhaus war, ist mir einiges klar geworden. Meine alte Dame habe ich über eine Vermittlungsbörse der Caritas gefunden, die einsame ältere Menschen und Freiwillige vermittelt. Seitdem besuche ich sie einmal die Woche – außer ich habe gerade viele Klausuren – und bekomme Einblick in den Alltag ganz normaler Rentner in Freiburg.

Der Rentner von heute trifft sich, um bei Möbelhäusern wie Ikea, Möbel Braun oder wie sie alle heißen, Schnitzel zu essen! Es war 11:20 Uhr und die Leute standen Schlange, um PÜNKTLICH um 11:30 Uhr ihr Schnitzel mit einem riesigen Berg Pommes und brauner Bratensoße auf ihrem Teller liegen zu haben. Wer regelmäßig im Möbelhaus gekauft hatte, hatte auch einen Gutschein nach Hause geschickt bekommen, sodass die riesige Portion nur noch drei Euro nochwas kostete. Dafür lohnt sich also der Weg bis ins Industriegebiet an den äußersten Rand der Stadt in ein doch sehr hässliches Möbelhaus, in das ich nur gehe, wenn ich wirklich dringend Möbel brauche. Für manche lohnt sich anscheinend sogar der Weg über die Grenze. Alle Durchsagen waren auch auf Französisch! Naja, warum auch nicht? Für die Möbelhäuser scheint es sich ja zu rentieren. Vielleicht nehmen die Schnitzelesser auch noch ein Kommödchen oder ein Tischchen mit nach Hause. Oder einen der unzähligen Dekoartikel, die kein Mensch braucht, liebevoll auch Staubfänger genannt.

Wir belauschten folgendes Gespräch. Sie zu ihm: „Ist das nicht schön? Das muss ich haben!“ Dabei deutete sie auf ein langes Filzband in grasgrün, an dem ein weißes Herzchen aus Ton hing. Er zu ihr: „Den Scheiß kaufst du doch jetzt nicht wirklich!“ Wie es ausgegangen ist, weiß ich nicht, denn wir wollten uns unser Eis abholen. Für einen Eisgutschein hat es nämlich auch bei unserer Kaufkraft gereicht. Sogar mit Sahne!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Aug 21, 2013

Studentenleben live

Ergebnisse

Kurz vor meinem Urlaub auf Mallorca schaute ich auf die Seite der FH, ob vielleicht schon sie Ergebnisse der Klausuren da wären. Zu meiner großen Überraschung waren sogar schon alle Noten online! Das hat an der Uni immer viel länger gedauert. Das schwierigste Fach Steuern habe ich leider nicht bestanden, die restlichen fünf Prüfungen dafür sogar recht gut. In „Operations Management“, bei dem ich mir fast sicher war, es nicht bestanden zu haben, war es immerhin eine 3,0, was mich besonders freute. Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen also doch sehr zufrieden.

Im September veröffentlicht die FH dann ja auch bereits den neue Stundenplan online und ich kann mich einschreiben und die Klausuren einsehen. Irgendwie freut man sich mit solchen Noten jetzt auch mehr auf das neue Semester, das war an der Uni nicht immer so. Die FH scheint wirklich das Richtige für mich zu sein, ich fühle mich jedenfalls sehr wohl mit meiner Leistung und dem Lernstoff.

Nun kann ich erstmal beruhigt in den Urlaub fahren, im vierten Semester dann Steuern wiederholen – und dann hoffentlich auch bestehen.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2013
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Aug 21, 2013