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Studentenleben live

Einblicke in das Kuwi-Studium: Ethnologie

Eine der drei Säulen des kulturwissenschaftlichen Studiums in Koblenz ist die Ethnologie.

Sie ist die Wissenschaft vom Menschen als kulturelles Wesen. Das Wort Ethnologie leitet sich aus ethnos (Volk) und logos (Lehre ab). Die Ethnologie beschäftigt sich sowohl mit der Komparatistik, also dem Kulturvergleich, als auch dem Universalismus (Was ist überall gleich?). Ihre primäre Aufgabe ist das Studium der Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen, woraus dann Erklärungsmodelle entwickelt werden, um sich an die Darstellung menschlicher Kulturen anzunähern.

Um Kulturvergleich betreiben zu können, ist es nötig, eine kulturrelativistische Sichtweise einzunehmen. Das bedeutet, dass kulturelle Phänomene in ihrem kulturellen Kontext gesehen werden müssen. Ich kann also nicht meine europäischen Sichtweise als Maßstab für magische Praktiken eines Stammes in Afrika ansetzen. Vielmehr muss der „native’s point of view“ eingenommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass nicht von einer Kulturhegenomie ausgegangen werden darf, dass also keine Kultur besser oder entwickelter als eine andere ist.

Die Ethnologie arbeitet mit der Ethnographie. Sie ist die beschreibende Darstellung einzelner Ethnien/Kulturen. Ihr Ziel ist es, kulturelles Sein zu erfassen und in Gesetzmäßigkeiten einzuordnen (allerdings nicht so feste Gesetze, wie man sie in der Physik hat).

Klingt spannend? Finde ich auch!

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 9, 2013

Studentenleben live

Meine letzten Tage als Praktikantin

Meine Tage als Praktikantin sind gezählt. Es sind noch genau vier an der Zahl! Danach entschwinde ich erst einmal für einen Heimaturlaub in den Norden. Vermutlich das letzte Mal vor Weihnachten. Knapp dreieinhalb Wochen kann ich einfach nur tun und lassen, was ich möchte. Glaubt mir: Ich werde es vollkommen auskosten! Im Oktober geht es schließlich mit dem Masterstudium los und da ist Ausschlafen beispielsweise nur am Wochenende angesagt.

Irgendwie habe ich es noch gar nicht richtig realisiert, dass ich in vier Tagen meinen allerletzten Tag als Praktikantin habe: Im Master möchte ich nämlich eigentlich kein Praktikum mehr machen. Ich komme bereits auf knapp anderthalb Jahre Berufserfahrung, die ich während meiner Praktika gesammelt habe. Vier Monate während des Bachelorstudiums und jetzt elf Monate vor meinem Master. Ich möchte mir dieses letzte Praktikum in meinem Masterstudium anrechnen lassen und somit ein Semester sparen. Im positiven Fall würden mich also zwei Semester Vorlesungen und eines für die Masterarbeit erwarten. Wenn man bedenkt, wie schnell das letzte Jahr vorüber gegangen ist, dann wird mir das Masterstudium wahrscheinlich auch nur wie ein kurzer Augenblick vorkommen. Überspitzt gesagt, versteht sich. In der Realität stehen natürlich wieder jede Menge Präsentationen, Klausuren und gespanntes Warten auf die Ergebnisse an. In diesen Momenten wird sich das Zeitgefühl sicherlich in das andere Extrem verzerren. All das ist aber noch Zukunftsmusik. Jetzt heißt es erst einmal: Der Countdown läuft… Noch vier Tage!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 9, 2013

Studentenleben live

Wer wohl heute bei mir wohnt?

Wohnheime sind eine praktische Wohnform. Man muss sich um fast nichts kümmern: man hat eine Warmmiete, die Mülltonnen stehen einfach vor der Tür und wenn etwas kaputt ist, kann man dem Hausmeister einen Zettel in den Briefkasten werfen. Spätestens zwei Tage später kommt er dann vorbei und repariert es. Dafür muss man leider auch akzeptieren, dass viele Dinge über den eigenen Kopf hinweg entschieden werden. Jedes Mal in den Semesterferien ist es eine Überraschung, welcher ERASMUS-Studi oder Sprachschüler wohl jetzt bei uns wohnt. Es gibt ein Zimmer in unserer Fünfer-WG, das für ausländische Studierende reserviert ist. Das ist für sie natürlich eine gute Sache, so können sie vielleicht aus der ERASMUS-Blase entkommen und leichter deutsche Freunde finden. Wenn man aber in den Semesterferien länger weg war und wieder nach Hause kommt, muss man sich fragen: Wer wohl heute bei mir wohnt? Er oder sie steht nämlich unvermittelt im Flur und versucht uns in mal besserem, mal schlechterem Englisch oder auf Deutsch klarzumachen, dass er oder sie jetzt hier wohnt. Das erste Mal war ich noch überrascht, als Paco aus Spanien in das (wie ich dachte) freie Zimmer spazierte. Inzwischen nehme ich es einfach hin, dass hier ständig neue Leute einziehen. Im August stand zum Beispiel Duncin aus den USA bei mir im Gang und wollte für vier Wochen bei uns wohnen. Warum nicht? Es wird schon mit dem Hausmeister abgesprochen sein, sonst hätte er ja keinen Schlüssel für den Raum. Duncin war mit einer Gruppe anderer Amerikaner hier, um das umweltbewusste deutsche Leben kennenzulernen, mit öffentlichem Nahverkehr, Solarenergie, Mülltrennung und Pfandsystem. Erstaunlich, dass Menschen aus einem der modernsten Länder der Welt zu uns kommen, um etwas zu lernen. Manchmal kommen auch Studis, die Sprachkurse belegen, Fortbildungen machen oder Praktika absolvieren.

Die Abwechslung ist schön und es wird einem nie langweilig, aber manchmal frage ich mich, ob ich es merken würde, wenn einfach irgendjemand behaupten würde, unser neuer Mitbewohner zu sein. Wahrscheinlich nicht.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Sep 5, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Sep 5, 2013